Aue fiebert Saison-Höhepunkt entgegen

Erzgebirge Aue will sich nicht lange mit der ärgerlichen Niederlage in Heidenheim beschäftigen. Am Samstag kommt der Hamburger SV ins ausverkaufte Stadion. Die Zuversicht auf eine Überraschung ist groß.

Aue (dpa) - Die Niederlage beim 1. FC Heidenheim schnell abhaken und sich stattdessen auf einen der Saison-Höhepunkte freuen: Martin Männel, Torhüter und Kapitän von Fußball-Zweitligist FC Erzgebirge Aue, will sich in den kommenden Tagen lieber mit dem kommenden Gegner beschäftigen, als zu lange über die Nachwehen von Heidenheim zu grübeln. Mit dem Hamburger SV kommt am Samstag (13.00 Uhr) der Bundesliga-Absteiger nach Aue. Eine Partie, auf die sich die gesamte Region freut. Das Spiel gegen den HSV ist bereits seit vergangener Woche ausverkauft, knapp 16 000 Zuschauer werden am Samstag für eine stimmungsvolle Kulisse im Erzgebirgsstadion sorgen. «Die Niederlage in Heidenheim war ärgerlich. Aber wenn jetzt so ein Spiel wie gegen Hamburg ansteht, ist die Motivation bei uns riesengroß. Da tritt das Ergebnis vom Sonntag schnell in den Hintergrund», sagte Männel, der gleich noch eine Kampfansage in Richtung des HSV loswerden wollte: «Ich bin positiv gestimmt, dass wir die Hamburger im eigenen Stadion, wo ohnehin alles passieren kann, schlagen können.» In die gleiche Kerbe schlägt Verteidiger Steve Breitkreuz mit Verweis auf die Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsspielen seiner Auer. Zehn ihrer bislang vierzehn Punkte holten die «Veilchen» zu Hause. «Die Hamburger haben individuell eine hohe Qualität. Es wird vor allem darauf ankommen, die Abstände kleiner zu halten. Wir sind klarer Außenseiter, wollen das Spiel im eigenen Stadion, wo wir vielleicht etwas beflügelter sind, aber trotzdem gewinnen», erklärte der Abwehrchef. Doch nicht nur Männel und Breitkreuz wissen, dass es dazu einer deutlichen Leistungssteigerung im Vergleich zum schwachen Auftritt in Heidenheim bedarf. Speziell in der Offensive klappte bei der Mannschaft von Trainer Daniel Meyer nur wenig. «Ich kann mich an keine gefährliche Abschlusshandlung von uns erinnern. Wir konnten vorn die Bälle einfach nicht festmachen und haben die Kugel dadurch viel zu schnell verloren. Das war unser größtes Problem. Daran müssen wir bis Samstag arbeiten», befand Meyer. Ärgerlich war auch das Zustandekommen des Gegentreffers. Nach einem schnellen Abwurf von Männel landete der Ball beim Heidenheimer Marc Schnatterer, der nach einem Doppelpass den Torschützen Denis Thomalla bediente. «Ich habe Marc in der Situation leider nicht gesehen. Das war der einzige Ball, bei dem ich eine falsche Entscheidung getroffen habe. Mir tut es für die Mannschaft extrem leid», übte Männel Selbstkritik. Der 30 Jahre alte Schlussmann verhinderte davor und danach mit mehreren Paraden allerdings eine deutlichere Niederlage, die in der Tabelle jedoch kaum Auswirkungen hat. Das Meyer-Team hat weiterhin fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Geht es nach Männel, soll der Puffer nach dem Hamburg-Spiel im besten Fall weiter ausgebaut werden. «Nach der Partie gegen den HSV ist Länderspielpause. Da wäre es gut, wenn wir am Samstag mit der Hilfe unserer Fans ein Erfolgserlebnis erzwingen», meinte der Keeper voller Zuversicht.

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