Auftakt für 300 Jahre Kupferstich-Kabinett mit Dialog-Schau

Dresden (dpa/sn) - Ein «Dialog» von Malerei und Grafik eröffnet im Albertinum das Jubiläumsjahr zum 300-jährigen Bestehen des Dresdner Kupferstich-Kabinetts. Die Ausstellung vereint drei Gemälde und 35 damit in Zusammenhang stehende Zeichnungen und Aquarelle aus eigenem Bestand, wie Kupferstich-Kabinett-Direktorin Stephanie Buck am Freitag sagte. Dabei liege der Fokus auf Hauptwerken aus der Romantik im frühen 19. Jahrhundert, des Realismus der 1880er Jahre und des Expressionismus um 1920 von Julius Schnorr von Carolsfeld, Adolph Menzel und Oskar Kokoschka.

Neben dem Gemälde «Die Familie Johannes des Täufers bei der Familie Christi» von Carolsfeld sind eine Feder-Vorzeichnung sowie religiöse Motive und Landschaften des Künstlers zu sehen. Menzels «Piazza d'Erbe in Verona» ist um Modellstudien des Künstlers ergänzt, etwa um eine Porträtstudie des 13-jährigen Italieners Lorenzo Cocozza. Sie soll laut Buck zum Jubiläum für das Museum erworben werden. Zu Kokoschkas berühmtem Porträt «Gitta Wallerstein» werden Aquarelle und Zeichnungen aus der Sammlung Willy Hahn gezeigt.

Das Kupferstich-Kabinett ist eines der ältesten und bedeutendsten seiner Art in Europa und eines der wichtigsten Kunstmuseen für Zeichnungen, druckgrafische Werke und Fotografien. Die Sammlung umfasst rund 515 000 teils einzigartige Arbeiten von über 20 000 Künstlern aus acht Jahrhunderten bis zur Gegenwart.


Einen Monat für
nur 1€ testen.
Verlässliche Informationen sind jetzt besonders wichtig. Sichern Sie sich hier den vollen Zugriff auf freiepresse.de und alle FP+ Artikel.

JETZT 1€-TESTMONAT STARTEN 
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.