Aus Sehnsucht Papiere gefälscht: Ermittlungen

Görlitz (dpa/sn) - Liebe hat einen Mann nicht blind gemacht, sondern kriminell werden lassen. Wie die Bundespolizei am Montag mitteilte, hatte der Mann bei der Kontrolle eines Reisebusses nach Polen am Samstag nahe Görlitz einen gefälschten spanischen Aufenthaltstitel vorgelegt und angegeben, seinen Pass zu Hause vergessen zu haben. Die Beamten fanden heraus: Der 43-Jährige aus Pakistan war ein in Deutschland gemeldeter Asylbewerber.

Als Grund für die Fälschung der spanischen Papiere habe der Mann angegeben, dass er so große Sehnsucht nach seiner Freundin in Katowice (Kattowitz) gehabt habe. Ihm sei aber bewusst gewesen, dass er mit dem gültigen deutschen Aufenthaltstitel nicht aus Deutschland hätte ausreisen dürfen. Deswegen sei er «auf die idiotische Idee mit den gefälschten Papieren gekommen», zitierte die Bundespolizei den Verliebten.

Der Mann wurde den Angaben zufolge mit der Auflage entlassen, sich bei der zuständigen Ausländerbehörde in Nordrhein-Westfalen zu melden. Gegen ihn wird wegen Urkundenfälschung und mehreren Verstößen gegen das Aufenthaltsgesetz ermittelt.

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