Autobahn-Verkehr nimmt bis 2030 noch stärker zu als bisher gedacht

Auf Sachsens Autobahnen sind immer mehr Fahrzeuge unterwegs. Der Freistaat setzt auf Ausbau. Aber darüber gibt es geteilte Meinungen.

Chemnitz/Dresden.

Die im Jahr 2012 erstellte Landesverkehrsprognose für 2025 hat die Entwicklungen insbesondere im Transitverkehr unterschätzt. Das räumte Sachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) nun in der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Landtagsabgeordneten Andrea Kersten (fraktionslos) ein. Aus diesem Grund zählte und rechnete das Ministerium noch einmal nach. Und ersetzte die Prognose für 2025 durch die Verkehrsprognose 2030.

Fazit: Der Verkehr auf den Autobahnen im Freistaat wächst auch in Zukunft - und das teils deutlich. Als Wachstums-Schwerpunkte kristallisieren sich die A4 zwischen dem Dreieck Nossen, Dresden und Görlitz, die A13 von Dresden zur Landesgrenze nach Brandenburg, die A14 Nossen-Leipzig sowie die A 72 Chemnitz-Leipzig heraus.

Während die Planer 2012 beispielsweise noch zum Schluss gekommen waren, im Jahr 2025 sei zwischen den Dreiecken Nossen und Dresden West der A 4 mit 81.000 Fahrzeugen täglich zu rechnen, geht die aktualisierte Prognose dort von 90.000 Fahrzeugen aus. Im weiteren Verlauf bis zur Grenze nach Polen stiegen die Vorhersagen abschnittsweise von 54.000 auf 63.000 Fahrzeuge täglich. Und für einzelne Abschnitte der A 72 Chemnitz-Leipzig wird nun statt 63.000 mit 69.000 Autos am Tag gerechnet.

Insgesamt wächst der Verkehr auf Sachsens Autobahnen seit Jahren rasant. Wurden beispielsweise an der A 4 zwischen Wilsdruff und dem Dreieck Nossen 2003 noch knapp 72.000 Autos täglich registriert - davon 11.500 Lkw - waren es 2017 schon 95.800, davon 20.000 Lkw. An der Messstelle Leukersdorf der A72 bei Stollberg wurden 2005 im Schnitt 48.000 Autos registriert, der Schwerlastverkehr betrug 5400 Fahrzeuge täglich. 2017 dann ein anderes Bild: Rund 61.000 Fahrzeuge, davon rund 8500 Lkw.

"Wenn Sie sich zum Beispiel die Zunahme des Lkw-Verkehrs auf unseren Autobahnen anschauen, dann erkennen Sie, dass diese Entwicklung mit den Prognosen früherer Jahre nichts zu tun hat", sagte Dulig im Landtag. Das Verkehrsministerium hat auf die Entwicklung reagiert und beim Bund den achtspurigen Ausbau der A 4 vom Dreieck Nossen bis Dresden sowie auch die Verbreiterung der A 4 bis Pulsnitz gefordert. Außerdem soll der Schwerlastverkehr verstärkt über die Schiene abgewickelt werden, etwa über die kürzlich wiedereröffnete Niederschlesische Eisenbahnmagistrale.

Auch Konzepte zur Wiederbelebung der Rollenden Landstraße sind im Gespräch - was der Grünen-Bundestagsabgeordnete Stephan Kühn ausdrücklich begrüßt. Die Ausbau-pläne für die A4 sieht der Verkehrsexperte hingegen kritisch. Die Autobahn sei vor allem in Spitzenzeiten überlastet. Dem könne man begegnen, indem man Standspuren ausbaue und bei Bedarf als Extra-Spur freigebe. "Das geht nicht von heute auf morgen, aber deutlich schneller als ein klassischer Autobahnausbau." Der sei, wenn überhaupt, erst weit nach 2030 realisierbar. Darüber hinaus müsse man die Digitalisierung auf dem Zettel haben: "Wenn wir von 2030 und weiter reden, reden wir von automatisiertem Fahren." Das werde die Verkehrswelt durcheinanderwürfeln und dazu führen, bestehende Infrastruktur besser auszunutzen, so Kühn.

Bewertung des Artikels: Ø 5 Sterne bei 1 Bewertung
21Kommentare
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  • 2
    2
    Zeitungss
    09.01.2019

    @ViS: Genau so, Danke für den Beitrag.

    @Täglichleser: Bleiben Sie standhaft, mehr fällt mir dazu nicht ein.

  • 5
    1
    VaterinSorge
    09.01.2019

    Ich finde, die letzten Kommentare gehen am Thema vorbei. Der Diesel bleibt selbstverständlich die attraktivste Motorart, solange es keine umweltfreundlicheren, effizienteren Antriebsformen gibt. Das gilt sowohl für die Gewinnung der Energiekomponenten, als auch für die Produktion seiner Speichersysteme. Wer heute alternativlos Verbrennungsmotoren verdammt und aus dem Verkehr ziehen will, handelt in jeder Hinsicht grob fahrlässig, denn er sägt genau an dem Ast, auf dem wir alle noch sitzen. Also, schön den Ball flach halten und dafür einsetzen, dass man der sogenannten deutschen Umwelthilfe und seinen Sponsoren öffentliche Gelder entzieht, damit sie sich für respektable Alternativen einsetzen und nicht gegen fortschrittliche Technologien, die eben noch nicht perfekt sind, aber es eben noch keine besseren Methoden gibt, auflehnen. Interessant wäre in der Tat, mehr darauf zu setzen, Staus zu vermeiden, darauf zu setzen, unnötige Personen- und Gütertransporte deutlich zu reduzieren, öffentliche Beförderungsalternativen attraktiver zu machen und den verbleibenden Güterverkehr mehr auf Schiene und Wasser zu dirigieren. Sachsens Wirtschaft ist größtenteils abhängig von der Automobil- und Zulieferindustrie. Bosch, VW, Daimler, BMW und viele andere investieren im Moment kräftig in alternative Antriebsformen, die einmal Elektroenergie als Grundlage aller Antriebsarten haben werden. Doch ausgerechnet in Sachsen beträgt die Quote für umweltfreundliche Stromerzeugungsarten lächerliche 23 %.
    ( Hamburg und Schleswig-Holstein liegen an der Spitze mit 98,3 %) Der größte Teil kommt aus RBK, AKW's oder wird aus dem Ausland gekauft, die an der Grenze nicht weniger umweltfreundlich sind. Daran müsste erst einmal gearbeitet werden, bevor man hoch effiziente, blue-tech Dieseltechnologien, die sogar EU 6D Normen erfüllen, verdammen will.

  • 0
    7
    Täglichleser
    08.01.2019

    Hier eine Antwort für "Zeitungss".
    Die Dieselfahrer verdammen natürlich
    diese Fahrverbote und leider die
    Umwelthilfe. Die populustisch-reisserische
    BILD ist dankbar über den ARD-Bericht.
    Der Fokus ist ähnlich. Hier einer der leider
    wenigen, die die ARD kritisieren. Entspricht
    auch meiner Meinung:


    "Der Bericht war mir zu einseitig und die deutsche Umwelthilfe und Städte angreifend, die zum Schutze !! des Bürgers hier Fahrverbote erzwingen bzw. verhängen müssen. Das die Automobilindustrie hier wieder mal zu gut wegkommt scheint ja fast gewollt und ich mich des Verdachtes nicht erwehren das dies hier verdeckt werden soll! Man stelle sich nur hinter eines dieser Dieselfahrzeuge und atme ein da stellt sich bei mir ein Würgereiz und unmittelbar ein Kopfschmerz ein .. dieser Gestank bei Dieselfahrzeugen ist unerträglich .. und wird hier seltenst erwähnt es sind halogenierte Kohlenwasserstoffe die vermengt mit NO2 und Russpartikeln ein chemisches Gemisch absondern das hochtoxisch und absolut krebserregend ist ! Statt dessen wird hier vermittelt das alles nicht so schlimm wäre ! Ja wer geht denn durch die Strassen .. Fußgänger Anwohner und Radfahrer atmen dieses toxische Gebräu und Gasgemisch ein .. Der Beitrag war sehr tendenziös und wird dem Bürgerwillen nicht gerecht .. "

  • 5
    2
    Zeitungss
    08.01.2019

    @Täglichleser: Wenn Sie alles gesehen haben, hätte Ihr Kommentar etwas anders aussehen müssen. Sie sind Dieselgegner, was ich zur Kenntnis nehme und auch keinesfalls ändern möchte. Wer die Fahrzeugflotte in der DDR noch kannte, angefangen vom H3a - H6B bis einschließlich der Ludwigsfelder Bullen und die PKW-Flotte, wird nach heutigen Erkenntnissen erstaunt feststellen, dass es eigentlich KEINE ehemaligen DDR- Bürger mehr geben dürfte. Heizungen usw. lieferten den Rest. Ich bin sehr für Umweltschutz, die deutsche Umwelthilfe fällt mir dabei nun wirklich nicht ein. Bei den Unterstützern einmal schnüffeln, würde möglicherweise wieder etwas Realität einziehen lassen und dabei geht es mit Sicherheit nicht nur um Dieselabgase. Ölheizungen werden auch mit Diesel betrieben, aus steuerlichen Gründen wird der Betriebsstoff als Heizöl bezeichnet und eingefärbt. Es wäre zweckmäßig, man kommt vom gegenwärtigen Höhenflug wieder runter und findet ein Mittelmaß, was für alle Bürger dieses Landes einen Vorteil bringen sollte.

  • 2
    5
    Täglichleser
    08.01.2019

    Zur Ergänzung: Und die deutsche Umwelthilfe ist am Fahrverbot schuld.
    Die Autoindustrie kam in diesem Beitrag
    nicht vor. Ein Lobbybeitrag der ARD.

  • 1
    7
    Täglichleser
    08.01.2019

    Zeitungss ich hab schon alles gesehen.
    Mit dem Kerzen war aber für mich der Gipfel. Natürlich kann ich das auch ausführlicher kommentieren. Natürlich macht uns nicht nur der Verkehr krank.
    Und Bewegung an der frischen Luft ist
    wichtig. Und eine entsprechende Ernährung. Aber aus der gestrigen Daumen-Hoch-Sendung für ungezügelten
    Strassenverkehr kann entnommen werden: Dieselabgase sind harmlos, man wird durch sie nicht krank und Bundesumweltamt

  • 4
    5
    Interessierte
    08.01.2019

    Man versteht nur nicht , warum die Laster durch die gesamte Welt fahren müssen und man das nicht mit dem Zug transportiert und dass dann ´dort` vor Ort hinschafft /abholt und weiter transportiert …
    Damit würden die Unfälle weniger und die Dörfer würden entlastet …
    Übrigens heißt das ja` auch Autobahn und nicht Lasterbahn ……….

    Und wenn ich an die Autobahn nach DD denke , wie schön gemütlich und grün die mal war ...
    Und heute haben die dort rechts und links davon soviel Wald abgeholzt , dass man beidseitig nochmals ein Autobahn bauen kann ...
    Dort könnte gut und gerne LKW-Stellplätze schaffen ...

  • 7
    2
    Zeitungss
    08.01.2019

    @Täglichleser: Wenn Sie die gestrige Sendung schon kommentieren, dann bitte vollständig, der Vergleich mit den Kerzen war nur ein Beispiel. Ich fürchte, Sie haben eine stark verkürzte Ausgabe gesehen.
    Überlassen Sie es einmal den Obdachlosen wo er sich aufwärmt, schlimmer ist für mich, dass es diese in Deutschland überhaupt gibt, Tendenz steigend.

  • 5
    0
    Klemmi
    08.01.2019

    Der unterschätzten Verkehrsprognose folgen politische Interventionen, nicht zuletzt um der Gunst der Wähler zu buhlen- Verkehrspolitik nach Wahlbezirk.
    Einem achtspurigen Ausbau der A4, natürlich im Dresdner Raum, wird noch mehr Verkehr folgen und die Situation z.B. zwischen Chemnitz und Dresden bzw. Hof und Chemnitz wird sich zusätzlich verschärfen. Herr Dulig sollte sich Gedanken machen, welche Folgen ein punktueller Ausbau im Raum Dresden im restlichen Freistaat nach sich ziehen. Es bedarf mehr als nur zusätzliche Fahrstreifen, als Stichwort: Autobahnparkplätze, heute mit Zuständen die zur Gefahr für den restlichen Verkehr werden. Zudem kommt eine unzureichende Betrachtung der Zustände auf den Zubringerstrecken wie die B174, welche sich scheinbar zu einer günstige Alternative zur A17 etabliert hat. Einem ernsthaften Bekenntnis zu "Mehr Güter auf die Schiene" benötigt es sich mehr als sich nur auf die Niederschlesische Magistrale auszuhruhen. Schienenausbau- oder neubauprojekte werden in Deutschland gern zum politischen Spielball genutzt. Verlaufsplanung und Umsetzung abhängig von der jeweilgen Legilaturperiode- bestes Beispiel VDE8. Zuden müssen Planungs- und Vorlaufzeiten für Schienenprojekte, bis sich tatsächlich ein Kran dreht, deutlich gekürzt werden. Mit der aktuellen Einstellung der sächsischen Regierung, wird mit Sicherheit die Lage auf den Autobahnen äußerst angespannt bleiben.

  • 5
    1
    Täglichleser
    08.01.2019

    Thema Autolobby. Gestern Abend in der ARD zum Thema Diesel. Da haben tatsächlich welche einen Vergleich gebracht zwischen einer befahrenen Strasse in Stuttgart und einem Studenten, der in seiner Wohnung Kerzen angezündet hat. Das letzte viel schlimmer als Dieselabgase. Messung. Auf der ARD-Seite dazu einen Kommentar: Also sollte sich ein
    Obdachloser lieber neben einem laufenden Dieselaggregat legen und nicht an einer Kerze erwärmen.

  • 7
    1
    Zeitungss
    08.01.2019

    Die verfehlte Verkehrspolitik der gebrauchten Länder darf nicht fortgesetzt werden, war lautstark nach der Wende zu hören. Eine im Osten noch funktionierende Bahn wurde in die Wüste geschickt, man fährt schließlich Auto und nicht Bahn. Unter der Leitung von VM Wissmann (CDU), dem späteren Cheflobbyisten der Autoindustrie, waren die Weichenstellungen in bester Hand. Heute wird gejammert, was doch recht merkwürdig ist. Was hat die uns ALLEN gehörende DB in dieser Zeit getan? Sie betreibt ABBAU und nicht AUFBAU der Infrastruktur und ist inzwischen zur Unfähigkeit verkommen, was allgemein bekannt sein dürfte. Als neues Leitmotiv steht heute - Vorsicht!!! Kunde droht mit Auftrag-. Verschiedene "Manager" haben ihr Unwesen getrieben, mit voller Unterstützung und im Auftrag der jeweiligen der jeweiligen Bundesregierung, welche bekanntlich das Volk vertritt. Heute sehen wir, wie richtig und zukunftsorientiert man damals wirklich gedacht hat.
    Um in Zukunft nicht doch die Dienste der Bahn in Anspruch nehmen zu müssen, gäbe es noch folgenden Vorschlag, eine zweite und dritte Ebene auf der Autobahn sollte keine Hürde sein, nach oben ist bekanntlich Luft. Die nicht mehr gebrauchte Infrastruktur der Bahn pflastern und für die Blechlawine freigeben, es würde einem Autoland und der Umwelt gut zu Gesicht stehen.
    Ich frage mich ernsthaft, ob im BVM noch einmal jemand aufwacht und ein Konzept erstellt, welches NICHT die Autolobby erarbeitet hat, die Hoffnung geht allerdings gegen Null und somit werden wir weiter mit den jetzigen Gegebenheiten leben (müssen).
    Allzeit gute Fahrt!!!

  • 7
    2
    Freigeist14
    07.01.2019

    vomdorf@ zwischen fehlenden Kapazitäten,die bewusst herbei geführt worden sind, und einen zu vollen Schienennetz liegt ein gewaltiger Unterschied. Nie und nimmer wäre das Schienennetz überlastet .

  • 9
    0
    VaterinSorge
    07.01.2019

    Sicherlich sind hier umfangreche Investitionen und logistische Hürden zu nehmen. Doch ich befürchte, dass sich die Mehrheit der Menschen nicht einmal die Mühe machen wird, über das jeweilige Konsumverhalten Gedanken zu machen, geschweige es auch noch zu ändern. Wir nähern uns mit großen Schritten einer Wohlstandsverwahrlosung und da müssen drastische Maßnahmen her. Also, Weg frei für Kapazitäten auf unseren Schienen und die richtigen Prioritäten gesetzt. Geht nicht, gibt es nicht! Das wäre der richtige Ansatz.

  • 4
    3
    vomdorf
    07.01.2019

    Das Problem ist nur, dass es auf den Schienen keine freie Kapazitäten gibt. Es geht also nicht, einfach mal paar Waggons zu mieten, die an eine Lock zu hängen und durchs Land zu schicken. Das Schienennetz wäre genauso voll wie die Straßen.
    Das weiß ich von einem Unternehmer, der es versuchen wollte.

  • 8
    0
    VaterinSorge
    07.01.2019

    Der stark zunehmende Güterverkehr ist auch eine Folge des unglaublich gewachsenen Konsums in einer Wegwerfgesellschaft, die wir früher soooo verpönt haben. Die Konzentration des Handels, die Konzentration und gestiegene Effizienz in der Industrie und die selbstverständliche, alljährliche Verfügbarkeit aller Produkte in kürzester Zeit, muss ja dazu führen, dass sich die Läger bereits auf der Straße (und nicht Schiene) befinden. Ob das nun just in time, oder sonst wie heißt, es ist die Ursache für den Mega-Güterverkehr. Bedauerlicher Weise haben weder die sächs. Bürger, noch sächs. Firmen was davon, sondern sind das meist durchfahrende Posten. Daher sollte nun unbedingt die Politik einen Riegel davor schieben und konsequent "Durchgangsgüter" auf Schienen, Wasser- oder Luftwege zwingen. Landtagswahlen, Klimawandel und ob Autobahnen vier-, sechs- oder achtspurig sind, interessiert keinen einzigen Menschen, der nicht unmittelbar betroffen ist. Es muss eine zulässige Quote geben (inkl. 3,5 Tonner Kleintransporter) und der Rest wartet oder fährt freiwillig auf die Wagons.
    Wir sollten wieder lernen, Obst und Gemüse zur regionalen Ernte zu essen, und mehr regionale Produkte zu kaufen, weniger wegzuschmeißen und auf lange Herkunftswege zu verzichten.

  • 9
    0
    Täglichleser
    07.01.2019

    Die ehrlichen Verkehrexperten wissen, dass
    der vermehrte LKW-Verkehr der falsche Weg ist. Vor allen klimaschädlich ist.
    Das System lange Schwerlasttansporte auf
    die Schiene, das war mal vor ewigen Zeiten
    angedacht. Mit Verladebahnhöfen. Containerverladung von Schiene auf LKW
    und umgekehrt. Worauf setzen wir?
    6spurige Autobahnen? Noch mehr Beton in
    die Natur? Oder zurück zum Schienennetz, um dort mehr Güter zu transportieren.
    Also wem wählen wir Mike? Wer setzt die die besten Verkehrs- und Umweltziele durch?

  • 15
    0
    521672
    07.01.2019

    Die Verlagerung des Güterverkehrs vor allem auf die Schiene wäre die einzig sinnvolle Alternative, zumal damit mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen würden - Entlastung vorhandener Straßen, Brücken und Parkplätze, geringerer Verschleiß selbiger, geringere Schadstoffbelastung der Umwelt etc. pp.
    Voraussetzung dafür wäre freilich eine langfristig angelegte und durchdachte Verkehrspolitik, die es in Deutschland noch nie gab, weil Politiker immer nur auf den nächsten Wahltermin schielen und nur das tun, was wahrscheinlich ihre Wiederwahl sichert.
    Wer auch nur ansatzweise deutsche Abläufe im Verkehrswegebau kennt, weiß, wie utopisch ein achtspuriger Ausbau der A 4 oder die Erweiterung der A 72 auf sechs Spuren ist. Zwar würde auch der Ausbau des Schienennetzes erheblich dauern und man hätte diesen schon vor Jahrzehnten vorantreiben müssen (es soll ja Länder geben, die sogar über getrennte Netze für Güter- und Personenverkehr verfügen), aber besser spät als nie.
    Besser scheint aber im Wahljahr die politische Forderung anzukommen, die Straßen zu verbreitern. Wobei allgemein bekannt sein dürfte: Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten.

  • 14
    5
    Freigeist14
    07.01.2019

    Auf der A72 gelten in langen Abschnitten 120 km/h , Herr Mike69@ .Aber für Viele scheint das nur eine Empfehlung zu sein . Richtige Männer fahren 160 . Es wird wohl nur eine Frage der Zeit sein ,den sechsspurigen Ausbau der Strecke Hof-Kreuz Chemnitz zu fordern. Nicht das jemand auf die Idee kommt,die Güterbahnhöfe und Umschlagplätze Zwickau und Glauchau auszubauen und zu reaktivieren . Verkehrspolitik wie in einer Bananenrepublik .

  • 17
    1
    VaterinSorge
    07.01.2019

    Das ist doch alles nicht neu und ich verstehe nicht, worauf man da noch wartet? Es kann doch nicht so schwer sein, in Görlitz 10 Züge a 60 LKW's pro Tag auf die Schiene zu bewegen und in diverse Knotenpunkte zu befördern. Das entlastet nicht nur Autobahnen sondern auch Parklätze. Zudem müsste mal geklärt werden, warum überhaupt so irrsinnig viele osteuropäische LKW's hier unterwegs sind, auch wer sie bestellt und wie ausgelastet sie sind. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Deutschland so viel aus diesen Ländern importieren muss. Hier werden mit Sicherheit auch europäische Förderprogramme missbraucht, die sinnlos unsere Straßen und Autobahnen ruinieren.

  • 8
    5
    Mike1969
    07.01.2019

    PS: Vergessen: Gut das dieses Jahr wieder Landtagswahl ist!

  • 9
    4
    Mike1969
    07.01.2019

    Sehr nett, dass man in Dresden den Ausbau der A4 plant. Was ist mit der A72 zwischen Chemnitz-Zwickau? Da kann man die 130 Schilder alle inzwischen wegschrauben, da man diese Geschwindigkeit eh nicht überschreiten kann. Wieder einmal an klares Bekenntnis gegen die Region SüdWestSachsen dieser Landesregierung! Irre, was sich unsere gewählten Abgeordneten hier straflos erlauben können!



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