Bartsch: AfD steht viel zu sehr im Fokus

Hoyerswerda (dpa/sn) - Die AfD steht nach Ansicht von Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch zu sehr im Fokus der Öffentlichkeit. Es sei schon heute klar, dass sie weder in Brandenburg noch in Sachsen in der kommenden Legislaturperiode mitregieren werde, sagte er mit Blick auf die Landtagswahlen am 1. September der Deutschen Presse-Agentur. Die AfD unternehme den Versuch, sich als Partei gegen alle anderen zu etablieren: «Ich kenne die AfD aus dem Deutschen Bundestag und kann nur sagen, die meisten Abgeordneten sind eine große Enttäuschung, die inhaltliche Substanz ist vergleichsweise gering.»

Bartsch glaubt, dass die Landtagswahlen erst auf der Zielgerade entschieden werden: «Ich gehe davon aus, dass wir in beiden Ländern unser bisheriges Ergebnis halten können. Es wäre ein enorm wichtiges Zeichen auch für die Bundesebene.» Mit dem Erstarken der Rechten sei auch eine starke Linke notwendig. Die Partei blieben auch weiterhin eine «Opposition gegen die gesellschaftlichen Verhältnisse».

Bewertung des Artikels: Ø 3 Sterne bei 2 Bewertungen
4Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    1
    Interessierte
    27.08.2019

    Eigentlich kann er froh sein darüber , sonst wäre es vielleicht die Linke , auf die alles abgeladen würde , einen Feind brauchen die Parteien bzw. die Wessis doch immer .....

  • 7
    1
    Lesemuffel
    26.08.2019

    Da muss ich Bartsch ausnahmsweise mal beipflichten. Es ist tatsächlich so, als ob die Wahl lediglich ein Kampf aller Parteien gegen die Eine ist, flankiert mit bunten Treffen, Mobilisierung von Unterhaltungsleuten, die auch noch etwas abgstandenen Senf glauben dazu geben zu müssen, scheinheilige Bedrohungsvermutungen und Verkündung, "man wird wohl dann wegziehen müssen". Ja, Herr Bartsch, das haben sie gut erkannt, mir fiel das schon eher auf, da tägliche AfD-Erwähnungen, zwar immer dieselbe Leier, aber immerhin im Fokus.

  • 8
    1
    Interessierte
    26.08.2019

    Die Medien tun doch alles dafür , dass die AfD im Fokus steht ; die wollen zwar damit das Eine , aber gegebenenfalls wird es dann gerade das Andere ….

    Die Linken werben doch mit "demokratischen Sozialismus"
    Wie wäre es denn mit "sozialer Demokratie" , das geht wohl nicht ?

  • 6
    5
    Freigeist14
    26.08.2019

    Dem kann man zustimmen . Sonst bekämen z.B. die Pilgerfahrten ins Vogtland eines Rufers in der Wüste und die Büttenreden eines ehemaligen hessischen Staatskanzlei-Chefs der CDU nicht diese tägliche Aufmerksamkeit .



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