Bautzener Mordfall: Beschuldigter räumt Tat ein

Görlitz/Bautzen (dpa/sn) – Für den Mord an seiner Lebensgefährtin steht seit Dienstag ein Mann aus Bautzen vor dem Landgericht Görlitz. Im ersten Schritt will die Staatsanwaltschaft im Rahmen eines Sicherungsverfahrens klären, ob der 33-Jährige in einem psychiatrischen Krankenhaus unterzubringen sei. Es werde angenommen, dass er an paranoider Schizophrenie leide und durch zu erwartende, erhebliche rechtswidrige Taten der Allgemeinheit gefährlich sei, begründete die Anklage den Antrag. Die Rechtsanwältin erklärte zu Beginn der Verhandlung, dass ihr Mandat keine Erinnerung an die Tat habe. Er übernehme die Verantwortung, könne aber zur Aufklärung des Falls nichts beitragen. Seit dem Geschehen sei er auf der Suche nach dem «Warum», sagte die Vertreterin des Angeklagten. 

Der gebürtige Bautzener soll am Nachmittag des 7. Novembers 2018 seine 30 Jahre alte Lebensgefährtin mit mindestens 15 Messerstichen in Hals und Kopf getötet haben. Das Opfer badete zum Tatzeitpunkt und war arg- und wehrlos. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beklagten Mord aus Heimtücke vor. Nach der Tat soll der Beschuldigte versucht haben, sich selbst zu töten. Er hatte versucht, sich die Pulsadern aufzuschneiden. Der Rettungsarzt musste ihn reanimieren. Beim Opfer kam jede Hilfe zu spät. Die Bautzenerin starb durch Verbluten an den Stichverletzungen. Die Bluttat entdeckte die Mutter des Opfers. 

Nach seiner Verhaftung kam der Beschuldigte in U-Haft, derzeit ist er in Sicherungshaft. Das Verfahren wird am 10. Juli fortgesetzt. 

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