Berufspendler können Hilfen in Sachsen beantragen

Dresden (dpa/sn) - Tschechische und polnische Berufspendler, die wegen der Corona-Beschränkungen ihrer Heimatländer vorübergehend in Sachsen Unterkünfte nehmen, können finanzielle Hilfen des Landes beantragen. Das gilt für Beschäftigte in Medizin und Pflege - diese können nun Anträge auf die Zuschüsse auf der Website der Landesdirektion Sachsen stellen, wie diese am Freitagabend mitteilte.

Die Hilfen in Höhe von 40 Euro pro Tag und Person sowie 20 Euro pro Tag und Person für nahe Angehörige hatte die sächsische Landesregierung am Mittwoch beschlossen. Voraussetzung für eine Förderung sei, dass die Beschäftigten infolge der neuen Einreisebeschränkungen der Nachbarländer nicht mehr täglich nach Sachsen einpendeln könnten.

Sowohl Tschechien als auch Polen haben in den vergangenen Tagen ihre Grenzen für Berufspendler geschlossen, um die Ausbreitung der Corona-Pandemie einzudämmen. Rückkehrer müssen demnach für zwei Wochen in Quarantäne. Das tschechische Innenministerium hatte am Mittwochabend aber eine Ausnahme für Beschäftigte in Gesundheits- und sozialen Diensten eingeräumt, die demnach weiter die Grenze passieren dürfen.


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2Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    0
    ralf66
    28.03.2020

    Hat der zur Zeit einzige rote Daumen, (28.03.2020 um 23:21 Uhr) bitte eine Meinung oder plausible Gegendarstellung?

  • 1
    1
    ralf66
    28.03.2020

    Eine Regelung die Fragen aufwirft, die der Artikel nicht beantwortet!
    Wenn eine Einzelperson 40 Euro pro Tag bekommen soll, wären das bei rund 30 Tagen im Monat allein schon 1200 Euro, dazu kommt noch der Lohn den der tschechische Pendler bekommt, der sich mindestens auch um ca.1200 Euro bewegen müsste, gesamt 2400 Euro. Mit der 20 Euro Regelung pro Person die zur nahen Familie gehört will ich gar nicht erst anfangen.
    Die Frage ist, der Pendler muss ja in Deutschland untergebracht werden, dass kostet Geld, wer bezahlt dieses Geld für die Unterkunft, muss der Pendler die Unterkunft selber bezahlen oder nicht.
    Bei allen guten Überlegungen in dieser schweren Zeit etwas am Laufen halten zu wollen, ja auch zu müssen, dazu gehören selbstverständlich die tschechischen Pendler, sollte man sich doch überlegen, um was es sich hier für eine hohe Prämie handelt, um tschechische Berufspendler eine Zeit lang zu locken hier in Deutschland zu bleiben, dass es nötig ist sehe ich ein, ohne Frage, aber die Höhe, einen Zuschuss von 1200 Euro im Monat zusätzlich zum Lohn zu zahlen, dass halte ich für viel zu hoch, es sei denn, hier im Artikel fehlen Infos, die diese Zahlung so rechtfertigen.