Bevölkerungsrückgang in Sachsen vorausgesagt

Kamenz (dpa/sn) - Sachsens Einwohnerzahl wird nach einer Prognose weiter schrumpfen. In den kommenden 15 Jahren soll sie sich von derzeit rund vier Millionen um bis zu 263 400 verringern, wie das Statistische Landesamt in Kamenz am Mittwoch mitteilte. Die Einschätzung basiere weitgehend auf der Analyse der Bevölkerungsentwicklung zwischen 2014 bis 2018 und folge langjährigen Entwicklungsmustern, hieß es. Ende 2018 lebten knapp 4,08 Millionen Menschen im Freistaat, 2035 werden es voraussichtlich 3,95 beziehungsweise 3,81 Millionen sein. Der Rückgang wurde in zwei Varianten berechnet.

Bei einem durchschnittlichen Rückgang zwischen 0,2 und 0,4 Prozent pro Jahr sprach das Landesamt von einer «moderaten Entwicklung». Sie werde zudem von einer fortgesetzten Alterung der Bevölkerung begleitet. Das Durchschnittsalter in Sachsen soll von 46,8 Jahren (2018) bis 2035 auf 47,4 Jahre beziehungsweise 48,1 Jahre steigen. Außerdem sollen sich die Relationen zwischen den Altersgruppen ändern. Ende 2018 war mehr als ein Viertel der Sachsen (26,1 Prozent) 65 Jahre und älter; 2035 soll dieser Anteil bei 30,5 Prozent liegen. Der Anteil der Erwerbstätigen geht dagegen zurück.

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