Bischof ruft zu Mut und Zuversicht auf

Görlitz (dpa/sn) - In den veränderten Bedingungen der Kirche im Osten liegen nach Ansicht des Görlitzer Bischofs Wolfgang Ipolt neue Chancen für die Seelsorge. Es gelte, mutig und zuversichtlich in die Zukunft zu schauen, sagte er laut Manuskript am Wochenende in einer Neujahrsansprache. «Es wird uns künftig ein neues Bewusstsein des Grundauftrags der Kirche geschenkt, insbesondere in der Situation der Diaspora.» Diese sei kein «Unfall» der Kirchengeschichte, «sie ist eher der Normalfall».

Laut Ipolt kann Großes aus dem Kleinen und Wenigen wachsen, dafür brauche es in der großen Fläche der Pfarreien mehr Tiefe und demütiges Selbstbewusstsein, dass auch eine kleine Ortskirche zum gelingenden Leben einer Gesellschaft beitragen könne, «in der die Mehrheit der Menschen das Evangelium nicht kennt». Es brauche nur «gute Augen, Bereitschaft zu einem neuen Denken und eine andere Perspektive».

Das Bistum Görlitz umfasst die nördliche Oberlausitz in Sachsen und die Niederlausitz in Brandenburg, wo sich nur ein kleiner Teil der Bevölkerung zur katholischen Kirche bekennt. Hinsichtlich der Gläubigen ist es das mit Abstand kleinste Bistum Deutschlands. Seit 1990 sinkt ihre Zahl vor allem durch Abwanderung rapide, aktuell liegt sie bei 30 000.

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