Brände in Baufirmen im Vogtlandkreis und Bautzen

Baumaschinen in zwei sächsischen Firmen gehen am Dienstagmorgen in Flammen auf. Nun wird ein Zusammenhang geprüft.

Rodewisch/Dresden (dpa/sn) - Unbekannte haben auf dem Gelände einer Baufirma in Rodewisch (Vogtlandkreis) Feuer gelegt. Nach Angaben des Landeskriminalamtes (LKA) setzten sie am Dienstagmorgen einen Bagger, zwei Lastwagen-Kipper und einen Kleintransporter in Brand. An weiteren Fahrzeugen wurden Brandsätze entdeckt, die jedoch nicht zündeten. Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden beträgt rund 400 000 Euro. Die Firma war bereits im August Opfer eines Brandanschlages auf dem Gelände des Neubaus der Justizvollzugsanstalt in Zwickau. Das LKA geht von linksextremistischen Motiven für die Straftat aus.

Ebenfalls am Dienstagmorgen hat es auf dem Gelände einer Baufirma in Bautzen an mehreren Stellen gebrannt. Auch dort wurden Baufahrzeuge in Brand gesetzt. Der Sachschaden ist nach Angaben des LKA erheblich.

Der Bautzener Landtagsabgeordnete Marko Schiemann sah mit dem Brandanschlag auf das größte Bauunternehmen der Stadt Grenzen überschritten. «Der Brand hat Baumaschinen vernichtet und Menschenleben gefährdet. Hass und Gewalt haben im alltäglichen Leben und in der politischen Diskussion nichts zu suchen. Die Gesellschaft darf Gewalt nicht akzeptieren», erklärte Schiemann. Er verwies darauf, dass sich neben dem Firmengelände ein Wohnhaus befindet.

Ob es Zusammenhänge zwischen beiden Vorfällen gibt, werde derzeit geprüft, so das LKA. Sie könnten zum gegenwärtigen Zeitpunkt weder bestätigt noch dementiert werden. Auch weitere Brandstiftungen der jüngsten Vergangenheit in Sachsen werden bei den Ermittlungen berücksichtigt.

Unter anderem hat es in Leipzig wiederholt auf Baustellen gebrannt. So gingen etwa in der Nacht zum 3. Oktober drei Kräne in der Nähe des ehemaligen technischen Rathauses in Flammen auf. In der Nacht zum 11. Oktober brannten zwei Bagger in Leipzig, am 13. Oktober ein weiterer Bagger.

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