Briefe mit unbekannter Substanz in sächsischen Behörden

Dresden (dpa/sn) - In mehreren sächsischen Ministerien sowie im Landtag sind am Montag verdächtige Briefe mit einer bisher unbekannten Substanz eingegangen. In den Poststellen seien gleichartige Sendungen geöffnet worden, aus denen jeweils eine pulvrige Substanz rieselte, teilte das Landeskriminalamt (LKA) am Montagabend mit. In den Briefen wurde zudem mit Gesundheitsschäden für die Personen gedroht, die mit dem Pulver in Kontakt kämen. Polizei und Feuerwehr «in entsprechender Schutzausrüstung» stellten die verdächtige Substanz sicher, so ein Sprecher der Einsatzleitung. Eine konkrete Gefahr habe zunächst ausgeschlossen werden können.

Das weiße Pulver wird nun genauer untersucht, das Ergebnis der Analyse steht nach Angaben des LKA noch aus. Die Ermittlungen hat das Polizeiliche Extremismus - und Terrorismusabwehrzentrum (PTAZ) des Landeskriminalamtes übernommen. Verschiedene Medien hatten über den Vorfall berichtet. Demnach waren auch die Staatskanzlei und das Justizministerium betroffen.

Im sächsischen Landtag hatte am Mittag eine Mitarbeiterin das an den Landtagspräsidenten gerichtete Schreiben mit dem weißen Pulver geöffnet, sagte Landtagssprecher Ivo Klatte. Die Mitarbeiterin habe daraufhin sofort den Sicherheitschef informiert, der Polizei und Feuerwehr verständigte. «Der Mitarbeiterin geht es gut» so der Landtagssprecher.

Auch in Nordrhein-Westfalen gab es am Montag ABC-Alarm wegen einer unbekannten Substanz in einer Behörde. Im Gebäude der Arnsberger Staatsanwaltschaft klagten sieben Menschen über Atemwegsreizungen und Husten, wie ein Polizeisprecher sagte. Insgesamt würden 20 Menschen versorgt, die mit der Substanz möglicherweise in Kontakt gekommen seien. Es soll sich ebenfalls um weißes Pulver handeln. Etwa 150 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst waren in der sauerländischen Stadt vor Ort.

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