Broschüre des DGB klärt über rechte Szene auf

Chemnitz (dpa/sn) - Fünf Jahre nach dem Auffliegen der Terrorgruppe NSU hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Chemnitz seine Broschüre «Rechts sind doch die anderen!?» erneut veröffentlicht. Nach einem zwei Jahre währenden Rechtsstreit wird das 82-seitige Heft in überarbeiteter Version seit Freitag wieder verteilt. «Natürlich ist der Bezugspunkt zum Jahrestag der Selbstenttarnung des NSU da und wir haben den Termin bewusst gewählt», sagte Ralf Hron, Geschäftsführer des DGB-Südwestsachsen, in Chemnitz. Zeitgleich wurde auch eine Internetseite mit identischem Inhalt wieder freigeschaltet.

Hintergrund für den Rechtsstreit war die Klage eines in der Broschüre genannten Mannes gegen die Behauptung, Kontakt zum Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) gehabt zu haben. Das Oberlandesgericht Dresden gab dem Mann letztinstanzlich Recht. Die entsprechenden Passagen wurden geschwärzt.

Mit seiner Broschüre will der DGB über die rechte Szene in Chemnitz und Umgebung aufklären. Es werden Strukturen und Zusammenhänge aufgeführt, aber auch der Alltagsrassismus beleuchtet. «In der Broschüre ist Wissen, auf das wir im Ausschuss auch bauen», sagte die stellvertretende Vorsitzende im NSU-Untersuchungsausschuss der Bundestages, Susann Rüthrich (SPD).

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