Bündnis Gemeinschaftsschule: Über 50 000 Unterschriften

Dresden (dpa/sn) - Das Bündnis «Gemeinschaftsschule in Sachsen» hat 50 120 bestätigte Unterschriften gesammelt und damit die Hürde auf dem Weg zum Volksantrag genommen. Koordinator Burkhard Naumann sprach am Freitag in Dresden von einer «deutlichen Übererfüllung des Quorums» von 40 000 Unterschriften. Nun müsse sich der Landtag mit dem Gesetzentwurf befassen. Die Initiatoren, die für längeres gemeinsames Lernen im Freistaat kämpfen, übergaben 133 Aktenordner mit knapp 12 300 Unterschriftenbögen an den Landtagspräsidenten Matthias Rößler. Ziel des breiten Bündnisses ist das gemeinsame Lernen von der ersten bis zwölften Klasse. Mit dem Volksantrag soll eine Änderung des sächsischen Schulgesetzes sowie des Gesetzes über die Schulen in freier Trägerschaft erreicht werden.

«Wir hoffen, dass die Landtagswahl am 1. September jenen Parteien zu einer Mehrheit verhilft, die unserem Volksantrag zustimmen wollen», so Naumann. Während SPD, Linke und Grüne die Pläne unterstützen, lehnt die CDU eine Gemeinschaftsschule ab. Nach mehr als 15 Jahren sei erstmals wieder eine Unterschriftensammlung für einen Volksantrag erfolgreich gewesen, so die Grünen. «Mehr als 50 000 Unterschriften in Sachsen sind ein klarer Auftrag an die zukünftige Regierung in Sachsen, dass die Gemeinschaftsschule kommen muss», so Parteichefin Christin Melcher.

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