Bundesstiftung Aufarbeitung: Drei Millionen für Projekte

Berlin (dpa) - Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur unterstützt im kommenden Jahr mit 3,2 Millionen Euro deutschlandweit 191 Aufarbeitungsprojekte. Dokumentarfilme, Publikationen, Tagungen, Ausstellungen und Bildungsmaterialien könnten so gefördert werden, teilte Geschäftsführerin Anna Kaminsky am Donnerstag mit. 2019 wird am 9. November der 30. Jahrestag des Mauerfalls begangen.

Der Bundestag habe zusätzliche Projektmittel bereitgestellt, hieß es. Die Resonanz sei enorm, es habe für 2019 deutlich mehr Projektanträge als in den vergangenen Jahren gegeben.

Bei rund einem Drittel der Vorhaben geht es laut Stiftung um die Umbrüche von 1989/90 und die anschließende Transformation. Als ihre zentrale Aufgabe betrachtet die Stiftung die Unterstützung der Opfer politischer Verfolgung. Die Arbeit der entsprechenden Verbände wird demnach mit 183 000 Euro, die Opferberatung mit 126 000 Euro gefördert.

Die Stiftung gibt es seit 20 Jahren. Sie wurde auf Beschluss des Bundestages eingerichtet und nahm im November 1998 die Arbeit auf. Seit ihrer Gründung hat sie bundesweit rund 3300 Projekte mit knapp 48 Millionen Euro gefördert. Die Stiftung trägt nach eigener Darstellung dazu bei, die ostdeutsche Aufarbeitung zu stärken und das Interesse an der DDR-Auseinandersetzung auch im Westen zu etablieren.

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