CDU will mit bewährtem Personal ins Kenia-Zeitalter gehen

Dresden/Markneukirchen (dpa/sn) - Sachsens CDU will mit bewährtem Führungspersonal in eine gemeinsame Regierungszeit mit den Grünen und der SPD gehen. Auf dem Landesparteitag der Union an diesem Samstag in Markneukirchen (Vogtland) stellt sich Ministerpräsident Michael Kretschmer zur Wiederwahl als Parteichef. Als Stellvertreter kandidieren Sozialministerin Barbara Klepsch, Fraktionschef Christian Hartmann und Umweltminister Thomas Schmidt. Von dem Parteitag soll ein Signal der Geschlossenheit ausgehen, erklärte Generalsekretär Alexander Dierks am Donnerstag in Dresden. Man habe in einer sehr schwierigen Situation «gestanden wie eine Eins», sagte er mit Blick auf die zurückliegenden Monate. Als sicher gilt, dass Kretschmer nach seiner Wiederwahl Dierks erneut als Generalsekretär vorschlägt.

Einblicke in die laufenden Koalitionsverhandlungen gab Dierks nicht. «Zur Übernahme von Regierungsverantwortung gehört auch, dass man Vertrauen bildet», sagte er. Vertrauen basiere darauf, hinter verschlossenen Türen zu verhandeln und keine Zwischenstände nach außen zu geben. Andernfalls würde eine Einigung massiv erschwert. Dierks zeigte sich überzeugt davon, dass Parteien grundsätzlich pragmatisch sein müssen. Es sei im Laufe der Jahre auch in Ordnung, seine Position mal zu verändern.

Auf dem Parteitag will sich die CDU auch mit Anträgen befassen. Einen bringt der Landesvorstand selbst ein. Er trägt den Titel: «Zuhören. Verstehen. Anpacken. Die Sächsische Union als moderne Volkspartei im 30. Jahr der friedlichen Revolution.»

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