Chaos bei Corona-Impfung: Impfstoff da, wo bleibt der Arzt?

Bei der Impfkampagne in Pflegeheimen knirscht es. So sehr, dass Impfdosen unbrauchbar zu werden drohen. Ministerium und Ärztevereinigung wollen kein Problem erkennen.

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2424 Kommentare
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  • 3
    0
    Steuerzahler
    06.01.2021

    @ cn3boj00: Der gerichtlich bestellte Betreuer sollte auf der Einverständniserklärung bestätigen, dass das AufklärungsGESPRÄCH, welches nach den geltenden gesetzl. Bestimmungen durch einen ARZT zu führen ist, stattgefunden hat. Das wäre eine Falschbeurkundung und ein Missbrauch der gerichtlichen Bestellung zum Nachteil des Betreuten, zumal in der Vergangenheit Impfprobleme bestanden.
    Hinsichtlich der geforderten Konsequenzen für die Verantwortungsträger gebe ich Ihnen vollkommen Recht!

  • 3
    1
    cn3boj00
    06.01.2021

    @Steuerzahler, ich kenne zwar die Details nicht, aber in Krankenhäusern und vielen ambulanten Praxen ist es durchaus Usus, dass die Aufklärung schriftlich erfolgt. Man bekommt etwas zum Durchlesen, in dem die Behandlung erläutert sowie auf Risiken hingewiesen wird, und das darf man dann unterschreiben. Das ersetzt ein Gespräch. Vielleicht war was zum Lesen dabei? Ich fände es unter den Umständen nicht toll, wenn der impfende Arzt vor jedem Piks bei jedem erst 3 Seiten rezitieren müsste!
    Ansonsten sehe ich das auch so, dass wir schon viel zu kritiklos geworden sind. Wir haben in Deutschland konstruktive Kritik, die Konsequenzen hat, auch personelle, durch pauschales Meckern ersetzt. Stattdessen sollten wir mit deutlicher Sprache die Entfernung von Leuten fordern, die ihrer Verantwortung (die meist in Cash bewertet wird) nicht gerecht werden. Und das muss nicht immer nur die Kanzlerin sein, sondern die die es wirklich verpfuschen.

  • 3
    0
    TFH
    06.01.2021

    "Reflexhaft nach dem Rücktritt von irgendwem zu rufen, führt aber definitiv auch nicht zu einer Verbesserung der Situation..."

    Es ist keine reflexhafte Forderung, wenn man sich mal die Leistungen im sächsischen Gesundheitswesen ansieht, sondern wohl überlegt und begründbar.

    Weder haben es die Gesundheitsämter geschafft die Quarantäneregeln umzusetzen - viele Bescheide erreichten die Betroffenen am Ende der Quarantäne oder noch viel später - noch kommt man mit den Impfungen in Gang. Andere Bundesländer haben hier schon deutlich über 10000 Leute geimpft. Hier sind es nicht einmal 1/5.

    Reflexhaft ist es eher, jegliche Kritik als generell unbegründet abzubügeln. Fähiges Personal an den richtigen Stellen, kann sehr wohl zu deutlicher Verbesserung führen - und das ist dringendst nötig.

  • 6
    3
    Chiemsee
    06.01.2021

    Eine Frage an die Runde - vielleicht habe ich es auch überlesen: Warum muss man im Vorfeld der Impfung eine Einverständniserklärung unterschreiben? Bei sämtlichen Impfungen durch den Hausarzt (Tetanus, Grippe, Zecke usw) muss keine Unterschrift geleistet werdenu. Und ein Aufklärungsgespräch macht er auch.

  • 9
    1
    Steuerzahler
    06.01.2021

    Für die bisher 5 „Roten“:
    Sie finden es also vollkommen okay, dass der/ die Betreuer*in veranlasst wird, etwas zu beurkunden, was gar nicht stattgefunden hat?? Seltsames Rechtsverständnis!

  • 7
    7
    Steuerzahler
    06.01.2021

    „Bis auf fünf Ausnahmen lägen Einwilligungen aller Bewohner oder von deren Betreuern bereits vor.“

    Durften die Betreuer auf der Einwilligung unterschreiben, dass das vorgeschriebene ärztliche Aufklärungsgespräch stattgefunden hat, ohne dass das möglich war? Wie soll das stattgefunden haben? Uns wurde auf diese Art und Weise auch eine Einwilligung für den Betreuten vorgelegt, deren Unterschrift wir natürlich abgelehnt haben, so lange kein Aufklärungsgespräch stattgefunden hat.

  • 4
    10
    Bemende
    06.01.2021

    Die zahlreichen Kommentare der Nachwissenschaftler helfen nicht. Macht mit - Machts nach- Machts besser !

  • 8
    11
    saxon1965
    06.01.2021

    @cn3boj00: Den Namen haben sich die Querdenker selbst gegeben, aber diffamiert wurden sie vor allem durch die Medien. Mit welcher Akribie nach Fahnen und Chaoten gesucht wurde war schon auffällig. Da wurde jedenfalls nicht neutral objektiv berichtet.
    Bei solch öffentlichen Demos sollte man zwar versuchen Einfluss darauf zu nehmen, wer erscheint und mit welchem "Beiwerk", aber letztlich gilt das Versammlungsrecht für alle Bürger. Es wäre ohnehin mal gegeben zu diskutieren, ab wann eine Gesinnung bzw. politische Einstellung gegen geltende Gesetze verstößt.
    @Ich1966: Ich möchte ihnen zustimmen. Es nützt nichts, wenn man Hufeisen bestellt, aber keinen Hufschmied hat. Da hat wohl der Stallmeister versagt!
    Aber wie so oft, politische Entscheidungsträger tragen viel, bloß keine Verantwortung.

  • 9
    2
    TWe
    06.01.2021

    Ich finde es richtig, dass das hier beschriebene Chaos transparent gemacht wird.

    Reflexhaft nach dem Rücktritt von irgendwem zu rufen, führt aber definitiv auch nicht zu einer Verbesserung der Situation...

    Aus dem Artikel wird jedenfalls nicht deutlich, was konkret die Ursache für das Fehlen des Arztes war. Das Statement der KV-Sprecherin würde ich im Übrigen auch nicht überbewerten. Dass die Dame mit der Frage überfordert war und sich nicht überlegt hat, was sie sagt, wird mehr als deutlich.

    @FP
    Es wäre wünschenswert, wenn Sie an der Sache dran bleiben, um die Leser darüber aufklären zu können, wo hier genau die Ursache lag.

  • 13
    10
    cn3boj00
    06.01.2021

    @saxon, auch wenn ihr Kommentar am Artikel vorbeigeht, sei darauf verwiesen, dass die Querdenker sich ihren Namen selbst gegeben haben, und dass sie sich leider auf ihren Kundgebungen selber disqualifiziert haben. Dass der begriff nun negativ besetzt ist, kann man nicht den Leuten ankreiden, die erkannt haben, dass diese "Initiative" nur ein Geschäftsmodell des Herrn Ballweg ist. Würden Sie sich nicht nur mit den Parolen, sondern auch den Hintergründen befassen, dürfte Ihnen auch ein Licht aufgehen. Meine Meinung.
    Zu dem, was im Artikel zu lesen ist, gibt es nur eins zu sagen: Ein Skandal, für den jemand den Hut nehmen muss.
    Schade dass es die FP wie so oft in solchen Fällen bei einem Tatsachenbericht belässt und keine weiteren Recherchen unternimmt, wer denn nun dafür verantwortlich ist, einen Arzt zum impfen zu schicken. Wozu braucht es eine "Stabsstelle", wenn dann nichts klappt? Und die KVS gehört endlich mal als Schmarotzertruppe angeprangert.

  • 14
    7
    neuhier
    06.01.2021

    Ein anderer Punkt solte auch von der Presse mal untersucht werden: bei Twitter häufen sich gerade Berichte aus sächsischen Pflege- und Gesundheitseinrichtungen, die von einer sehr geringen Impfwilligkeit des Personals berichten. Vielleicht kann die Freie Presse hier mal nachhaken: WARUM will man sich nicht impfen lassen? Welche Vorurteile gibt es? Welche Bedenken? Wie könnte man die ausräumen?
    Medizinisches Personal muss sich z.B. gegen Masern und Hepatitis impfen lassen, warum nicht auch gegen Corona?

    Gerade in Sachsen mit den hohen Infektions-und Todeszahlen muss doch jedem an einer schnellen Eindämmung der Pandemie gelegen sein? Oder finden alle den lockdown so toll und prickelnd und wollen ihn möglichst lange behalten?

  • 8
    5
    Ich1966
    06.01.2021

    DIE IMPFUNG UND DU!

    Ich (Trockener Alkoholiker) habe bei der Therapie Junkies getroffen denen
    wahr selbst eine Intravenöse Spritze nicht fremd,Spaß beiseite.


    Jeder Diabetiker,jede Krankenschwester und jeder Altenpfleger können nach
    einer Wochenschulung problemlos impfen.

    Problem ist solche Schulungen gibt es nicht und auch nicht ein Gesetz was
    so etwas zulässt.


    Das ganze hat also etwas mit dem System zu tun REIN spritzen darf in der
    Regel nur ein Arzt,-Ärztin oder ein Diabetiker bzw. ein Patient nach einer OP
    sich eine Thrombose Spritze.


    Was RAUS holen (s.h. Blutspende) und das ist Intravenös!!! also eine ganz an
    dere Liga wie eine Impfung in den Muskel macht jemand vom Roten Kreuz...

    Menschen die Impfen können haben wir genug allerdings auch genug Gesetze
    die dies Aufgrund des Systems (die Impfstunde wird lt. Web mit 170 Euro verr
    echnet) verhindern.

  • 17
    12
    saxon1965
    06.01.2021

    @Lisa13: Wie soll sich etwas ändern, wenn du, ich, wir aufhören uns unsere eigenen Gedanken zu machen? Wie wir manipuliert werden zeigt doch schon wieder der Begriff "Querdenken". Ich habe das Wort "Quer" als Pseudonym für Hinterfragen, in Frage stellen, Antworten einfordern und das Wort "Denken". In dem man die Begriff "Querdenken/Querdenker" negativ besetzt, stellt man auch die beiden Worte auf eine Stufe und besetzt diese negativ. Nur so am Rande, ist meine Meinung.
    Dennoch gibt es jede Menge Regeln, an die man sich halten sollte. Dem mündigen Bürger sollten diese verständlich und überzeugend erklärt werden. Bei gegenteiligen Meinungen sollten diese ergebnisoffen diskutiert und so weiter und so fort.
    Es scheint (leider) dahingehend Einiges schief gelaufen zu sein, sonst hätten wir keine der Art gespaltene Gesellschaft, leider auch beim Thema Corona. Die Wurzeln dieser Spaltung liegen jedoch viel tiefer, wie ich bereits schrieb.

  • 23
    1
    620390
    06.01.2021

    In solch schweren Fällen, wie eben einer Pandemie, hat ein LRA einen Bereitschaftsdienst zu stellen, dass im Falle dort nachgefragt werden kann. Und dann stellt sich mir auch die Frage, wieso kein Arzt für diese Impfaktion bereit gestellt wurde? Hat man hier geschlafen, zumal die Impfdosen pfleglichst behandelt werden müssen??? Den schwarzen Peter schön auf andre abwälzen.

  • 6
    1
    saxon1965
    06.01.2021

    Ob man je die richtigen Schlüsse aus derlei Versagen zieht?
    Und es passt zum Thema, denn es zeigt uns doch immer wieder, dass die Organisation, die Teilhabe der Bürger (des Souveräns) und das Verantwortlichzeichnen in unserem Land nicht funktionieren.
    Es gibt viele schlaue Menschen, die bessere Lösungen parat haben, die jedoch zu viel in Frage stellen würden und deshalb von den Inhabern der Macht verhindert werden.
    Die Menschen in diesem Land müssen wieder mehr Mitspracherecht und damit mehr direkten Einfluss auf ihr Schicksal bekommen (Direkte Demokratie, Bürgerräte u. ä.). In Verantwortung müssen Profis stehen und keine gelernten Parteigenossen. DAS hatten wir hier schon mal und es hat auch meist nicht funktioniert. Wer für Verantwortung bezahlt wird, der muss diese auch übernehmen (lieber Herr Verkehrsminister)!
    Der Fisch stinkt vom Kopf her...

  • 25
    2
    klapa
    06.01.2021

    Die weit oben angebundene Unfähigkeit der BVehörden, den Impfschutz der Bevölkerung zu organiseren, lässt offenbar auch in Sachsen kaum eine Blamage aus.

  • 26
    7
    Lisa13
    06.01.2021

    Ja der Amtsschimmel in Sachsen , ich denke der Impfstoff ist so wertvoll ...da muß es doch Hand und Fuß haben ..das beides , also auch ein Impfarzt mit vor Ort ist. Die Ministerin Köpping hätte bei mir nach einigen Abmahnungen schon längst die Kündigung bekommen. Bis jetzt habe ich immer noch an alles was uns gesagt , empfohlen und verboten wird ...ich bin nun soweit ....nein ich mache so weiter , werde nicht zum Querdenker..

  • 44
    4
    FPLeser28
    06.01.2021

    Was ist denn hier los?

    Intensivmediziner sind in Kliniken am Limit und die Politik, damit sind verantwortliche Personen gemeint, versagen komplett.
    Muss ich jetzt den Arzt zum Impfen mitbringen?
    Das Virus macht keinen Urlaub.
    Es muss doch möglich sein, in einem Land wie Deutschland und speziell in Sachsen den Impfprozess zu organisieren. In anderen Bundesländern geht es doch auch.
    Seniorinnen und Senioren sollen doch endlich geschützt werden?
    Und dann das neue Virus könnte, dürfte, sollte ..
    Harter Lockdown!
    Sagt uns doch bitte endlich die Wahrheit. Ihr verliert immer mehr an Vertrauen.

  • 43
    4
    rosni
    06.01.2021

    Die sächsische Landesregierung ist offensichtlich total überfordert. Wenn Herr Kretschmer und Frau Köpping die „Harten“ geben. Ist das wenig glaubwürdig. Im Spätsommer haben Beide noch öffentlich über die Abschaffung der Maskenpflicht nachgedacht. In Mecklenburg-Vorbeikommen kann sich Frau Köpping anschauen, wie es gehen kann. Wie lange sollen die Impfungen in Sachsen denn dauern, wenn die 13 Impfzentren in Sachsen nur je 1000 Impfungen pro Tag durchführen können? Und eine Frage tut sich noch auf. Wo können denn die 1000 Bürger ihre Pkw?s abstellen?

  • 44
    9
    nnamhelyor
    06.01.2021

    Was will man von unserer Führungsriege auch erwarten? Parteizugehörigkeit ersetzt eben keine fachlichen oder gar sozialen Kompetenzen. Außer ständig Lockdown-Verlängerung (light, hard, extra-hard) hat man keinen Plan. Versagen auf allen Ebenen. Die Beispiele sind mannigfaltig und gehen bis nach Berlin.

  • 67
    5
    UK13
    06.01.2021

    Der deutsche Dilletantismus kennt keine Grenzen.Völlig inkompetente Politiker aus Bund und Ländern haben nur eine Antwort: Lockdown,verschärfen,verbieten,verlängern,Bußgelder verhängen und denunzieren.Seit dem ersten Tag der Pandemie ist es das Ziel einen Impfstoff zu generieren und zu impfen.Auf Pressekonferenzen wurde vollmundig erklärt wie alles durchdacht und organisiert wird in den Impfzentren.Und nun besteht die Gefahr das Impfdosen verfallen weil nichts,aber auch gar nichts funktioniert.In der freien Wirtschaft hätte man die zuständigen Mitarbeiter mindestens abgemahnt wenn nicht sogar gekündigt.Ich kann diese Politiker und ihre Heuchelei nicht länger ertragen......

  • 72
    8
    TFH
    06.01.2021

    Kann diese offenbar vollkommen inkompetente Gesundheitsministerin schnellstmöglich jemand ablösen, der in der Lage ist die Impfung der Bevölkerung zu organisieren?

    Ich habe die Nase voll von Leuten, die Sonntagsreden halten und die Leute von einem Lockdown in den nächsten schicken aber ansonsten nichts auf die Reihe gehen. Wem soll man dass denn noch erklären? Es gibt einen Impfstoff, es war klar, dass er Ende 2020 kommen wird, und nichts ist organisiert.

    Man hat den Eindruck es geht nur noch darum die Leute zu Hause zu halten und die Schulen auf Krampf zu öffnen.

    Der Kultusminister kann eigentlich gleich mit ersetzt werden. So wie unter seiner Zuständigkeit Lernsax vorbereitet wurde, ist das völlig indiskutabel. Wir können uns solche Schaumschläger einfach nicht mehr leisten. (Hauptsache man streicht die Ferien.)

  • 64
    1
    Hinterfragt
    06.01.2021

    Ja, ja man kann "kein Problem erkennen" ...
    Das Problem hat man schon im Frühjahr 2020 nich terkennen wollen und hat den Sommer NICHTS getan um die Hochrisikogruppen in den entsprechenden Heimen auf den definitiv folgenden Herbst/ Winter vorzubereiten.
    Die aktuellen Todeszahlen (welche eben gerade diese Menschen zählen) strafen dieses Vorgehen...

  • 64
    3
    Riesenberger
    06.01.2021

    Mich verwundert, dass man die Schuld beim DRK oder dem ASB sieht. Dabei ist die Bereitstellung der Ärzte in der sächsischen Konstellation Aufgabe der Kassenärztlichen Vereinigung. Wenn dort aber zwischen Weihnachten und dem 4. Januar Urlaub gemacht wird, kann das mit den Ärzten aber auch gar nicht funktionieren. Herr Kretschmer, bitte übernehmen!