Chemnitzer demonstrieren gegen rechte Demos

Chemnitz (dpa/sn) - In Chemnitz formiert sich breiter Protest gegen zwei rechtsgerichtete Kundgebungen an diesem Samstag. Mehr als 70 Vereine, Organisationen, Parteien, Verbände, Vereine, Initiative und Privatpersonen haben zur einer Gegendemonstration unter dem Motto «Herz statt Hetze» aufgerufen. Man wolle den Aufmarsch von AfD und Pro Chemnitz und die damit verbundene Instrumentalisierung des gewaltsamen Todes an einem jungen Mann nicht unwidersprochen hinnehmen, heißt es in dem Aufruf.

Die AfD will gemeinsam mit dem ausländerfeindlichen Bündnis Pegida einen Schweigemarsch durch die Stadt organisieren. Parallel dazu hat auch die rechtspopulistische Bewegung Pro Chemnitz erneut zu einer Demonstration aufgerufen.

Die Organisatoren der Gegenveranstaltung wollten zeigen, dass Chemnitz weltoffen und tolerant sei, sagte die Linke-Landtagsabgeordnete Susanne Schaper am Freitag bei einer Pressekonferenz. «Wir wollen zeigen, dass es auch ein anderes Chemnitz gibt.»

Die Ereignisse seit dem Tod eines 35-Jährigen Deutschen durch eine Messerattacke am vorigen Sonntag hätten der Stadt geschadet, sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete Detlef Müller. Das Bild, das seither von der Stadt um die Welt gehe, habe vieles von dem kaputt gemacht, was über Jahre aufgebaut worden sei. «Wir wollen zeigen, dass es eine aktive Zivilgesellschaft gibt», betonte er.

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