Corona-Inzidenz: Wann kriegt auch der Freistaat die Kurve?

In vielen Bundesländern scheint der Anstieg bei Corona zumindest gebrochen. Für Sachsen aber gilt das nicht.

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1616 Kommentare
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  • 3
    0
    Schützenfrau
    20.11.2020

    Der Grenzverkehr ist ja nicht einseitig . Deutsche fahren meist nur bis zur Tankstelle , tanken und Zigaretten kaufen . Aber Tschechen ziehen mit der ganzen Sippe durchs komplette Einkaufszentrum . Da fährt auch alle paar Stunden ein grüner Bus zu uns rüber , glaube ich .

  • 6
    2
    KTreppil
    20.11.2020

    Als es in Tschechien immer schlimmer wurde mit dem Infektionsgeschehen, begann auch hier in diesem Forum die Diskussion bzgl. Reisefreiheit von und nach Tsch., auch ich zeigte mich irritiert zu etwaigen Grenzschließungen. In jeder Hinsicht bin ich, schon allein weil in DDR aufgewachsen, gegen derartige Maßnahmen und dafür, dass wir wie mündige Bürger behandelt werden. So habe ich mich auch hier positioniert.
    Aber mündig hat auch mit vernünftig zu tun. Corona Statistik, einige Widersprüche was die Beurteilung der Situation betrifft hin oder her, da kann man streiten. Wenn aber in einem Landkreis die Zahlen derart hoch schießen, Krankenhäuser wirklich voller werden, weitere Einschränkungen drohen, muss man da wirklich noch zum tanken und einkaufen in ein Land fahren, wo es noch schlimmer ist? Mit diesem Verhalten schneidet man sich ins eigene Fleisch, sowohl, was eine weitere Zuspitzung betrifft, als auch, dass es Argumente liefert, dass es halt doch nur mit Verboten geht, leider.

  • 6
    0
    Eichelhäher65
    20.11.2020

    872898: Ich habe nicht behauptet, dass andere schuld sind, bitte lesen Sie gründlich.
    Es sind unsere eigenen Leute, die über die Grenze zum Einkaufen gefahren sind und so habe ich es auch geschrieben.

  • 3
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    BuboBubo
    20.11.2020

    @saxon1965 "...ob der Anstieg von Infizierten linear einen Anstieg an Todesopfern bedeutet."
    Wir leben in einer Welt, in der es kompliziertere als nur lineare Zusammenhänge gibt. Manchem wird das schon aufgefallen sein. Mehr Ärzte, zum Beispiel, führen nicht automatisch zu einer proportional längeren Lebenserwartung der Bevölkerung.
    Dennoch sollte es nicht überraschen, dass mehr Ansteckungen zu mehr Krankheitsfällen und infolgedessen zu mehr Todesfällen führen. Was lernt man daraus? Infektionszahlen reduzieren oder mehr Krankenhäuser bauen?

    "... dass es richtiger und maßvoller Reaktionen bedarf. Aber genau das erleben wir eben nicht."
    Genauso ist es - und deswegen gehen die Fallzahlen auch durch die Decke.

  • 3
    10
    wolleditt
    20.11.2020

    Die Frage ist doch nur "warum", und genau darauf kann oder will keiner eine Antwort geben. Denn an fehlenden TSM(Truppenschutzmasken) kann es ja nicht liegen.

  • 16
    14
    saxon1965
    20.11.2020

    @BuboBubo: Da Rhetorik per se nichts Verwerfliches ist, nehme ich ihnen dies nicht übel, auch wenn sie es negativ gemeint haben.
    Schön dass sie sich auf die mir bekannte Seite

    https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-
    Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/sterbefallzahlen.html

    beziehen. Da können sich ja nun auch alle Anderen informieren. In meinen Augen zeigen die Kurven (fast) nichts Auffälliges. Außer die Diskrepanz zwischen Panikmache und Realität. Aber das ist meine Meinung, sie können gerne anderer sein.
    Ja, meine Frage "Bedeuten mehr Infizierte automatisch mehr Todesopfer?" war ernst gemeint, weil ich damit hinterfragen will, ob der Anstieg von Infizierten linear einen Anstieg an Todesopfern bedeutet. Dem ist nämlich nicht so. Es hängt sehr davon ab Wer sich infiziert.
    Ich gebe ihnen Recht, dass man "Corona" nicht tatenlos zu sehen kann, dass es richtiger und maßvoller Reaktionen bedarf. Aber genau das erleben wir eben nicht.

  • 9
    8
    BuboBubo
    20.11.2020

    "Schauen wir uns die Situation an, wenn wir die Zahlen den für sie für jeden Zeitpunkt primär ursächlichen Anzahl von Testauswertungen zugeordnet vor uns haben."

    Interessante Strategie. Wir gucken später mal, was passiert ist, und danach legen wir fest, welche Maßnahmen wir hätten treffen müssen, wenn wir das Geschehene hätten vermeiden wollen.

    Das Statistische Bundesamt erstellt für 2020 eine Sonderauswertung der Sterbefallzahlen für Deutschland und schreibt dazu: "Aktuell [Stand heute] ist eine solche Auszählung bis zum 25. Oktober 2020 darstellbar."

    Wollte man nur auf Basis dieser gesicherten Statistik Infektionsschutzmaßnahmen treffen, käme man regelmäßig einen Monat zu spät. Und wer zu spät kommt ...

    https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/sterbefallzahlen.html

  • 13
    9
    BuboBubo
    20.11.2020

    @saxon1965: "Bedeuten mehr Infizierte automatisch mehr Todesopfer?"

    Automatisch? Ist diese Frage wirklich ernst gemeint?
    Die Schwerkranken in Deutschland versterben nicht "automatisch", sondern trotz höchstmöglichen Einsatzes der Intensivmedizin.

    Die Frage, ob die Todesfallzahlen aktuell rasant ansteigen, weil auch die Inzidenz gestiegen ist, können Sie sich ebenso selber beantworten wie Ihre restliche Rhetorik, die Sie der Leserschaft immer wieder neu kredenzen. Leicht zugängliche, gut aufbereitete Informationsportale im Internet gibt es dafür genug. Und das wissen Sie auch.

  • 4
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    JochenV
    20.11.2020

    Nicht so eilig, Twe: Schauen wir uns die Situation an, wenn wir die Zahlen den für sie für jeden Zeitpunkt primär ursächlichen Anzahl von Testauswertungen zugeordnet vor uns haben. Macht's halt, Presse ! Und nach dem Anschauen,DANN können wir uns über Maßnahmen oder Nichtmaßnahmen unterhalten. Und ab und an auch noch daran denken, was "Infektion" und "Infiziert" nach dem IFSG überhaupt bedeutet.

  • 20
    4
    cmi
    20.11.2020

    "Schließlich gehört es ja zur persönlichen Freiheit unbdingt dazu, billigere Zigaretten und Alkohol zu kaufen."

    Ja, das hatte ich vor einigen Wochen auch schon kritisiert. Zahlen in Tschechien explodierten, Risikogebiet, aber kleiner Grenzverkehr ohne Einschränkungen. Schön günstig einkaufen, zum Friseur oder Mittagessen gehen. Das lass ich mir doch nicht verbieten!

    In diesem Zusammenhang auch lesenswert: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/corona-warum-sachsen-und-stuttgart-zu-den-hochburgen-der-anti-corona-proteste-wurden-a-1d4b9bd8-1bfd-4682-bb83-d6a63efde8c1

  • 17
    4
    872889
    20.11.2020

    @Eichelhäher65: Und wieder sind die anderen schuld, genau. Dass es viele Sachsen selbst oftmals nicht sehr genau mit den Regeln nehmen, sieht jeder, der mit offenen Augen die das Land geht. Und nicht nur Sachsen hat eine Grenze zu Tschechien bzw. Polen und wahrhaftig nicht solche Probleme.

  • 19
    26
    saxon1965
    20.11.2020

    Wiki: "Die Letalität (von lateinisch letum ‚Tod‘ bzw. letalis ‚tödlich‘) einer Krankheit bezeichnet den Anteil der Erkrankten, der irgendwann an der Krankheit stirbt. Die Letalität beschreibt also die „Tödlichkeit“ einer Erkrankung ohne die „Geschwindigkeit“ des Sterbens abzubilden. Man kann die Letalität auch als die Wahrscheinlichkeit interpretieren, an der Krankheit zu sterben, unter der Bedingung erkrankt zu sein."

    Fragen:
    Bedeuten mehr Infizierte automatisch mehr Todesopfer?
    Wie viele Menschen erkranken alljährlich an der Virusgrippe?
    Sind an der Influenza in der Vergangenheit Menschen gestorben?
    Haben wir momentan auch Influenzakranke bzw. Verstorbene?
    Haben wir eine Übersterblichkeit durch COVID19?

    Wenn sich der Corona-Virus rasant und leicht überträgt und zu einer überhöhten Letalität führt, dann haben wir ein Killervirus!

  • 49
    23
    TWe
    20.11.2020

    @JochenV
    Und was wollen Sie aus den von Ihnen gewünschten Daten ableiten?

    Egal wie man es dreht und wendet. Das Gebot der Stunde lautet: konsequente Kontaktvermeidung.

    Diskussionen über statistische Feinheiten sind in der aktuellen Situation Nebelkerzen, die den Blick auf die Realität trüben.

  • 34
    12
    KTreppil
    20.11.2020

    Teilt endlich Schulklassen ähnlich der Vorgehensweise Ende des letzten Schuljahr, eine Woche Schule eine Woche lernsax bis zu den Weihnachtsferien. Somit erübrigt sich vieles, keine vollen Busse, mehr Abstand in Schulen möglich und die unsägliche Diskussion ob Schulen gänzlich schließen sollten hört endlich auf. Schulen offen halten, unbedingt, aber diverse Anpassungen und Einschränkungen sind einfach momentan nötig. Konzepte zur flexible Unterrichtsgestaltung gehören eigentlich längst in die Schublade und Zeit diese zu erarbeiten war genug. Kann doch nicht sein, dass es in Ermangelung eines Planes B zu Schulschließung kommen muss!!!! Die Schulen sind sicher auch nicht das einzige Problem, nur scheinbar fokussiert sich alles darauf. Hausaufgaben sind auch anderswo noch zu machen.

  • 45
    22
    Eichelhäher65
    20.11.2020

    In Sachsen liegt es größtenteils daran, dass es Grenzen zu Tschechien und Polen hat, die viel zu lange geöffnet blieben oder sogar noch offen sind, obwohl diese Länder exorbitant viele Infektionen haben. Schließlich gehört es ja zur persönlichen Freiheit unbdingt dazu, billigere Zigaretten und Alkohol zu kaufen. Es war nur eine Frage der Zeit bis diese Grenzpendler auch in die anderen Regionen Sachsens kamen und damit die Infektion verbreiteten. Auch ist die Bevölkerung hier eine der ältesten Deutschlands und viele Älteren sind nun mal in Pflegeheimen, die naturgemäß zu Hotspots wurden, das ist gar nicht zu vermeiden.

  • 15
    41
    JochenV
    20.11.2020

    Es wäre nützlich, für die Inzidenz zu den einzelnen Zeitpunkten jeweils die Anzahl der dafür herangezogenen Testsauswertungen zu veröffentlichen, da dorther (und nicht von der Bevölkerungszahl her) die tatsächliche Beziehung besteht. Danach kann man weitersprechen.