Coronaland Erzgebirge - Ein Landkreis im Zeichen des Virus

Die Pandemie hat einen Landkreis im Süden Sachsens besonders im Griff. Sind die Behörden noch Herr der Lage? Wie lange reichen die Klinikbetten? Und ist die Wintersaison am Fichtelberg noch zu retten? Ein Lagebericht.

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3131 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    1
    Haju
    16.11.2020

    @mops0106
    Und man versteht auch nicht, daß man immer noch eine Behauptung/ BEFÜRCHTUNG:
    - Corona: ohne Impfstoff, ohne MNS und ohne (Teil-)Lockdowns: 50Tausend Tote
    welche die Politik durchaus bestätigen würde, anfügen und nicht ausschließen könnte und stemmt sich völlig unlogisch gegen eventuelle zukünftige Warnungen: „Probleme beim Grippeimpfstoff/ größere Grippewelle befürchtet – bitte freiwillig wie schon lange in Japan (und früher Michael Jackson) den MNS anlegen und freiwillig auf unnötige Kontakte verzichten!“ (Wir kämen dann schon klar, liebe Politiker…)

  • 5
    3
    mops0106
    15.11.2020

    @Haju: Genau das versuche ich @Ralf seit zwei Tagen zu antworten. Schön, dass Sie es sagen durften.

  • 4
    5
    Haju
    15.11.2020

    @ralf66
    “müsste man dann bei den Grippetoten auch tun und aus wär's mit Euren 25.000 Grippeopfern“//
    Genau umgekehrt: erst so würde man auch auf anderem Wege auf 25Tausend Grippetote kommen (also MEHR als 1674, weil Grundleiden+Grippe dann zu den Grippetoten gezählt werden würde; bislang: Grundleiden=Todesursache):
    “In der Todesursachenstatistik wird das vom Arzt eingetragene Grundleiden, aber nicht die „unmittelbare Todesursache“ oder die „mit zum Tode führende Krankheit“ gezählt. Deshalb können durch Influenza mitverursachte Todesfälle nicht aufgrund der Todesursachenstatistik gezählt werden.“ (wiki: Influenza)

    Also ich bleibe dabei und vergleiche:
    - Grippe 2017/18 *, ohne MNS bzw. Lockdown: 25Tausend Tote
    - Corona: ohne Impfstoff, mit MNS und (Teil-)Lockdowns: bislang 12Tausend Tote
    * siehe auch (bezüglich Impfung):
    https://de.wikipedia.org/wiki/Grippesaison_2017/2018#Deutschland

  • 3
    0
    gerbsen
    15.11.2020

    Sehr geehrter Herr Landrat Vogel,
    Ich freue mich über ihr Angebot zum persönlichen Austausch. Ich habe meine Ideen, Anregungen und Vorschläge als offenen Brief an landrat@kreis-erz.de geschickt. Der Inhalt des Briefs ist für jede und jeden unter https://danielgerber.eu/2020/11/15/offener-brief-an-landrat-vogel/ einsehbar.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Dr. Daniel Gerber
    Mitglied des sächsischen Landtags

  • 8
    7
    ralf66
    14.11.2020

    @saxon1965, Vergleiche die hinken sollte man lassen und zu behaupten 2017/18 wären 25.000 Menschen an der Grippe gestorben ist eben falsch, weil es erstens eine Zahl ist die nach verschiedenen Modellen errechnet wurde und keine tatsächliche Zahl ist, normal tatsächlich registriert waren glaube ich 1700 Grippetodesfälle, zweitens sind bei dieser Grippewelle nicht nur Menschen rein an der Grippe, sondern auch mit der Grippe gestorben also wegen gewisser Vorerkrankungen, genau das vergessen die Maßnahmegegner im Zusammenhang und zum Vergleich mit der Grippewelle zur Coronapandemie so zu erwähnen, die Auslese und Unterscheidung wer ''an'' oder ''mit'' einer Erkrankung stirbt findet nur bei den Coronapatienten statt und nicht bei den Grippepatienten und das ist eben nicht richtig.

  • 5
    4
    Haju
    14.11.2020

    Ich meine ja, wie auch Trump, der sinngemäß sagte: "Wenn in Deutschland ein alter und/ oder sehr kranker Mensch sich auch noch mit Corona infiziert und stirbt, dann sagen wir hier: das Virus ist dran schuld."
    Naja, man wird schon noch herausfinden, warum die großen, kreisfreien Städte (Leipzig, Chemnitz, Cottbus, Halle, Nürnberg, auch noch Dresden, ...) geringere Wocheninzidenzen haben, als die diese umschließenden ländlichen Regionen, was man häufig sogar schon an der Einfärbung sehen kann.
    Manche sagten ja schon, es läge daran, daß in den Städten weniger Querdenker wohnen, so wie in den USA weniger Trump-Wähler. Aber ich meine, daß dies wieder ein schönes Beispiel dafür ist, wie ideologische Herangehensweise wissenschaftsgefährdend ist.

  • 8
    4
    saxon1965
    14.11.2020

    ralf66: Doch genau das muss gemacht werden, vergleichen! Denn nur so kann etwas eingeordnet werden. Ihren letzten Satz kann man auch andersherum interpretieren. Wo war das RKI, das Gesundheitsministerium und die mediale Berichterstattung in diesem Umfang 2017?

  • 12
    1
    Moderator
    13.11.2020

    @Erstaunt ja, wir haben den Kommentar vor der Freischaltung geprüft und können bestätigen, dass der Leserbeitrag authentisch ist.

  • 15
    10
    ralf66
    13.11.2020

    @mops, Sie vergleichen immer die medizinische angespannten Situationen der vergangenen Jahre mit der jetzigen Coronasituation. Es weiß doch gar niemand wenn man es bei 80 Millionen Bürger laufen lassen würde, keine Maßnahmen treffen würde wie sich das auf die Sterblichkeit auswirkten würde und wie viel Menschen dann intensiv behandelt werden müssten, ob dann unsere medizinische Versorgung überhaupt noch was ausrichten kann, dass kann doch keiner sicher wissen, keiner so und deshalb Vorsichtsmaßnahmen! Auch immer wieder die 25.000 Toten der Grippewelle zu nennen wie Censor es tut ist falsch, die 25.000 Toten sind geschätzt und auf verschiedene Modelle hin errechnet worden, keine reale Zahl um Vergleiche anzustellen mit Corona!
    Unverantwortlich ist weiterhin die Einstufung mit oder an Corona verstorben, dass müsste man dann bei den Grippetoten auch tun und aus wär's mit Euren 25.000 Grippeopfern, ein Auer Intensivmediziener lehnte diese Praktik hier in einem Beitrag strikt ab.

  • 28
    0
    Renrol2601
    13.11.2020

    Es sollte doch nicht persönlich werden bei diesem Austausch von Meinungen und Kommentaren.
    Lassen Sie uns so fair sein, dass jeder hier das Recht hat, seine Sichtweise darzulegen.
    Hier geht es um die Sache und die dargestellten Situationen.
    Für mich ist dies hier sehr interessant und ich teile bei weitem auch nicht alle Meinungen.
    Freue mich jedoch wenn mein Beitrag mit dem Daumen nach oben gewertet wird. Muss jedoch auch mit dem Gegenteil leben und dies akzeptieren.
    Das sich der Landrat für unsere Diskussion interessiert, spricht wiederum für ihn.
    Wie heißt es immer:" Man muss dem Volk aufs Maul schauen".

  • 9
    0
    Erstaunt
    13.11.2020

    Liebes FreiePresse Team,

    können sie bitte den Beitrag von "708ERZ" - Herrn Landrat Vogel verifizieren?

    Gern würde ich das Angebot annehmen, nur vermeiden, hier in ein Fettnäpfchen zu treten.

    Danke.

  • 19
    15
    saxon1965
    13.11.2020

    Bis heute ist diese Pandemie von nationaler Tragweite die Erste, die so detailliert erfasst wird und medial so umfangreich "Beachtung" findet.
    In drei Monaten umfasst sie ein ganzes Jahr, bisherige Grippewellen zirka 6 Monate. Es gibt eine Übersterblichkeit, besonders in anderen Ländern (je ärmer, je verschuldetet, umso größer) und der Virus überträgt sich wohl eher schnell. Deshalb sind entsprechende Maßnahmen unabdingbar, besonders solche, die Risikogruppen schützen.
    Dennoch muss die Frage nach der Letalität gestellt werden, den wirklich an und durch CVID-19 Verstorbenen und vor allem an die Begleitumstände besonders in anderen Ländern (Behandlungsfehler, mangende Krankenhaushygiene usw.).
    Wenn dann noch über Monate die parlamentarische Demokratie ausgehebelt wird, dann ist es sogar Pflicht des Bürgers, die Legislative zu hinterfragen.
    Wem das alles zu anstrengend ist, der darf sich gerne einfachere Staatsformen wünschen.

  • 30
    5
    708ERZ
    13.11.2020

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    liebe Leserinnen und Leser,

    aufmerksam habe ich die von Ihnen getätigten Kommentare unter dem Artikel von Herrn Hach verfolgt. Gern bin ich bereit, mit Ihnen in den persönlichen Austausch zu treten. Zur Besprechung Ihrer vorgebrachten Ideen, Anregungen und Vorschläge können Sie gern mit mir unter landrat@kreis-erz.de Kontakt aufnehmen.

    Mit freundlichen Grüßen
    F. Vogel
    Landrat

  • 17
    22
    mops0106
    13.11.2020

    @KarlChemnitz:
    @censor schreibt seine Meinung, oft hinterlegt mit Fakten. Wieso unterstellen Sie, er wäre für die jetzige Situation mitverantwortlich??? Censor muss aus Krankheitsgründen die Maske nicht tragen. Welche "Verbrechen" hat er sonst noch begangen? Ich finde es unglaublich, dass Sie solche Behauptungen aufstellen dürfen. Ansonsten: Ich empfehle Lektüre von Ärzten; Epidemiologen, Virologen, Soziologen, Ökonomen, Familienpädagogen, Psychologen zum Thema Corona und a l l e n Folgen. Auch interessant die Situation des Gesundheitssystems, speziell hinsichtlich fehlender Pflege-/ Intensivpflegekräfte, seit Krankenhäuser Gewinn erzielen müssen und die Fallpauschalen eingeführt wurden. Suchen/ finden Sie Berichte, dass in der Influenzasaison Oktober bis April in vielen KH/ auf vielen ITS Notstand herrscht; dass sich auch zu "normalen" Zeiten ITS von der Bereitschaft abmelden, weil keine Kapazitäten frei sind etc. Fakten zu nennen, ist nicht zynisch.

  • 16
    9
    KarlChemnitz
    13.11.2020

    @paral: Ich diffamiere niemanden, ich habe nur meine Wahrnehmung geschildert. Zu der gehört im Übrigen auch, dass die große Mehrzahl meiner Kollegen aus ERZ (Das Arbeitsklima ist übrigens sehr gut!) sich solidarisch und vernünftig verhält.

  • 17
    20
    paral
    13.11.2020

    Karl, unterlassen Sie bitte die Diffamierungen der Gebirger, bei Ihnen scheint ja auch ein nettes Arbeitsklima zu herrschen. Die Engstirnigen sehen überall Engstirnige. Was hier im Vorgebirge so von den "Chemsern" gesagt wird, gehört sich übrigens auch nicht. "Schicht im Schacht" die Anzeige ist bestenfalls geschmacklos, bei mir führt sie wiederum dazu, über meine Abos nachzudenken. Und zum Landrat Vogel: Der Mann leidet schlicht an Überforderung, aus welchen Gründen auch immer. Schlechte Berater tun den Rest. Eine offensive Gesprächsführung wäre sicher besser. Man sieht grade den Niedergang des Weihnachtslandes. Die Ängstlichen sind die besten Untertanen.

  • 26
    2
    Erstaunt
    13.11.2020

    noch ein Kommentar zu den Schulen:

    mit der Bemerkung des Herrn Landrat Vogel, dass es keine gibt, die komplett geschlossen wurde, mag faktisch stimmen, aber:

    Die Schule "XYZ" hier im Erzgbirgskreis hat circa 18 Schulklassen. Davon sind 10 in häuslicher Quarantäne. Das mal nur als Beispiel.

  • 41
    1
    Erstaunt
    13.11.2020

    Es nicht die erste Anmerkung die man hier liest über unseren Herrn Landrat Vogel.
    (es soll vorgekommen sein, dass Artikel gar nicht veröffentlich wurden)

    Mir gefällt auch nicht, wie überheblich Herr Vogel ist. Ich erinner mich hier an einen Artikel, als es darum ging die Marienberger Kaserne um Unterstützung zu bitten. (wie woanders längst üblich) - Sagte der Herr doch glatt. "... das geht nicht, da braucht es geschultes/kompetentes Personal..."...
    Da blieb mir echt die Spucke weg. Jetzt immerhin arbeiten Soldaten mit dem Gesundheitsämtern zusammen.

    Mein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an alle die helfen!

    Und immer noch kommen solche Äußerungen von Herrn Vogel. Das ist mir unbegreiflich bei einem Inzidenzwert in den Top 5 in Deutschland.

    Aber liebe Mitbürger - wir sind die, die wählen gehen. Wir haben so etwas in der Hand. Leider nur alle paar Jahre.

    Ich finde es aus Gründen der Transparenz durchaus sinnvoll, die Zahlen pro Gemeinde/Stadt zu kennen.

  • 39
    22
    KarlChemnitz
    13.11.2020

    Übrigens: Ich arbeite mit vielen Kollegen zusammen, die im Erzgebirge wohnen, und mein persönlicher Eindruck ist, dass es unter diesen Mitmenschen einen ziemlich hohen Prozentsatz an "Querdenkern" gibt. Vielleicht gibt es ja da einen Zusammenhang mit den hohen Infizierten-Zahlen im Kreis ERZ.

  • 37
    16
    KarlChemnitz
    13.11.2020

    @censor: Es reicht! Sie ganz persönlich tragen ein großes Maß an Mitverantwortung an der jetzigen Situation und ich finde es mehr als zynisch, dass Sie auch jetzt noch alles verharmlosen und allen Menschen, die sich Sorgen um die eigene Gesundheit oder die ihrer Angehörigen machen, als fremdgesteuert, naiv und irrational abstempeln.

  • 19
    41
    censor
    13.11.2020

    @Inke, googeln Sie einfach mal die Grippeepidemien der letzten Jahre, und Sie werden haarsträubende Pressemitteilungen finden, nach denen Kliniken und Notaufnahmen schließen mussten, Patienten mit ihren Betten auf Fluren lagen u Krematorien in 3 Schichten arbeiteten. Das war zuletzt 2017/18 der Fall. Da hatten wir eine Grippeepidemie mit 25.000 Toten in Deutschland.

    Eine Lage richtig einzuschätzen heißt, sie objektiv zu sehen, anstatt Zahlen u Situationen aus dem Kontext gerissen zu betrachten. Das führt zu falschen Schlüssen.

    Dies ist übrigens das Merkmal einer Filterblase: Man verliert den Blick auf das Ganze, weil man immer nur eine Sache betrachtet: hier sind dies die "Inzidenzien", die völlig aus dem Zusammenhang gerissen werden, weil man positive Tests nicht von Erkrankten unterscheidet.

    Außerdem vergleicht man Äpfel mit Eiern, wenn man 2 "Wellen", die unter völlig verschiedenen Teststrategien stattfanden, gegenüber stellt.

  • 65
    17
    Inke
    13.11.2020

    @Censor, verlassen Sie doch bitte mal Ihre Filterblase und beschäftigen sich mit den Fakten (das sind übrigens die Informationen, die auch Sie nicht widerlegen können). Klinkleiter berichten: "Die Lage ist sehr angespannt." ... "Hier wird es langsam wirklich kritisch." ... "Für uns ist die zweite Welle schlimmer als die erste."
    Ihre Komentare sind derartig ignorant, realitätsfern und erscheinen immer abstruser, je ernster die Lage wird. Ich weiß nicht was Ihre Intention dabei ist, aber es geht mittlerweile weit weit an der Realität vorbei.

  • 68
    20
    gelöschter Nutzer
    13.11.2020

    Fakt ist doch, dass Corona hier in Sachsen viel zu spät von den Leuten ernst genommen wurde. Vor wenigen Wochen waren Diskos noch offen, die Restaurants bestens besucht, Großfamilien mit Omi und Opi dabei, und wenn man eine Maske anhatte, wurde man komisch bis unverständig angeschaut.
    Manchmal sollte man sich halt fragen, ob die Haltung, dass alle anderen völlig übertreiben, und einem selbst nichts passieren könne, klug ist.

  • 63
    2
    Erzgebirgspflanze
    13.11.2020

    Ich bin seit gestern wieder einmal entsetzt ob der napoleonischen Überheblichkeit des Herrn Vogel. Weihnachten steht vor der Tür. Wäre es nicht besser jetzt wieder auf getrennte Gruppen in Schulen und Kindergärten zurückzugreifen und zu versuchen das Weihnachtsfest etwas zu retten. Ich denke die Erzgebirger sind schlau genug, nicht durchzudrehen wenn detaillierte Informationen zu jedem Kreis erhältlich wären. Mit Sicherheit wäre es greifbarer und ehrlicher. Dieses „Gemauschel“ nervt ungemein und man fühlt sich bevormundet. Unser Kindergarten ist auch betroffen und dieser Albtraum wird uns noch eine Weile begleiten. Also wäre es schön, wo es möglich ist, Vorsichtig walten zu lassen, flexible Lösungen zu finden und versuchen den Zusammenhalt zu stärken. Herr Landrat sollte vielleicht mal einen längeren Urlaub planen, vielleicht kann ein Anderer es besser und geerdeter.

  • 37
    8
    Renrol2601
    13.11.2020

    Nochmal ein paar Bemerkungen über den neuen Slogan, den das Landratsamt herausgebracht hat:
    Schwarzer Hintergrund, angstmachender Text.
    Im Hinterkopf hat man:
    Hilfe unser schönes Erzgebirge mit seinen Menschen und seiner herrlichen Natur wird dem Untergang geweiht sein...
    Einfach nur gruselig und beschämend für ein Landratsamt, was Mut machen sollte.

  • 24
    88
    censor
    13.11.2020

    Wer schon ein bissel älter ist und schon viele Nasen-Racheninfektionenn hinter sich hat, der weiß, dass diese jedes Mal mit Geschmacks- und Geruchsverlust einhergehen. Mir musste schon oft beim Kochen die Familie das Essen abschmecken, weil einfach alles "nach Nichts" schmeckte. Soviel zum bedrohlichen Symptom des Sinnesverlustes - der kommt wieder. Es kann nur ein wenig dauern.

    Auch ansonsten verstehe ich den Hype nicht. Von daher würde es mich interessieren, wie viele Menschen in anderen Jahren denn in der kalten Jahreszeit Bekanntschaft mit Virusinfektionen machten, bei denen sich keiner die Mühe machte, die Kontakte zu verfolgen und ganze Laborgemeinschaften auf Trab zu halten. Weniger testen, dafür nur die wirklich Kranken - dann haben die Labore auch wieder mehr Kapazität, um die Tests so durchzuführen, dass man sich darauf verlassen kann.

    Und könnte es vll. sein, dass Sachsen in bayr. Laboren testen lässt? Das würde so manches erklären.

  • 39
    22
    KarlChemnitz
    13.11.2020

    @drosselmeier: Na, wenn das Ihre einzige Sorge ist: Gute Nacht! Und noch was: Ich hatte das schon im Frühjahr hier angemerkt: Von gehyptemTraditionsgeschwafel, Hoffnungs-Schwibbögen im Fenster und erzgebirgischer Engstirnigkeit lässt sich das Virus nun mal nicht beeindrucken.

  • 40
    8
    fnor
    13.11.2020

    Wofür werden ortsgenaue Infektionszahlen gebraucht? Doch nur um sich selbst in Sicherheit zu wiegen und mehr Kontakte zu haben als nötig. Für den Tourismus ist es derzeit wirklich beschissen. Ich möchte aber davor warnen, sich mit negativen Tests eine Öffnung erkaufen zu wollen. Der Anteil falsch negativer Tests ist wesentlich höher als die falsch positiven. Die Labore haben derzeit eh keine Kapazitäten und ein zweites Ischgl im Erzgebirge will hoffentlich keiner, da ist auf Jahre der Ruf ruiniert. Eine wirkliche Aussage ob Hotels und Gaststätten Ansteckungen befördern, kann keiner treffen. Das Gesundheitsamt hat ein Gaststättenbesuch bei der Nachverfolgung nicht interessiert. Da es überlastet ist, schafft man es eben nicht, 100 Kontakte zusätzlich zu testen und zu informieren. Erhält so aber auch keine Erkenntnisse. Je länger man Maßnahmen hinaus zögert und deren Einhaltung nicht kontrolliert, desto länger leiden alle unter den Beschränkungen.

  • 54
    20
    Drosselmeier
    13.11.2020

    Ein Artikel über das Weihnachtsland hat als Titelbild einen schäbigen Obi-Schwibbogen mit Plastekränzen. Das ist ein herber Schlag ins Gesicht aller Erzgebirger! Absolut inakzeptabel!

  • 65
    4
    Renrol2601
    13.11.2020

    Dieser Artikel spiegelt haargenau das Gefühl wieder, was man nach dieser Pressekonferenz hatte...
    Ein detailliertes Offenlegen von Zahlen, Fakten und Situationen.
    OK, das ist im Ansatz recht gut gelungen...Was bleibt uns als Bürger, diese Erzgebirgskreises? Korona Land Erzgebirge? Welche Watsche für unseren Tourismus!
    Auch wenn ich mich wiederhole- Was werden wir tun? Wir warten auf Anweisung von oben? Ausgangsperre? Naja vielleicht...wenn...
    Testmaterial? Mehr stand uns nicht zur Verfügung...
    Regelunterricht in Schulen? Verhältnis mäßig wenig Fälle? Auf was warten wir eigentlich noch? Ach ja, dafür ist das Kultusministerium zuständig...
    Ein Landrat und seine Mitstreiter verwalten sich im Kreise...
    Die Kliniken kommen immer weiter an Ihre Grenzen...Hilfe, bloß nicht krank werden!
    Auch diese Pressekonferenz hat nicht für uns Bürger gebraucht, dass wir das Gefühl hätten: Hier tut sich was. Da hilft wohl auch der neue Slogan nicht viel.

  • 109
    7
    MisterUwe
    13.11.2020

    Danke für den Artikel! Vorab ich bin weder Leugner noch der Übervorsichtige! Aufmerksam verfolge ich den Coronaverlauf im Erzgebirge und wie unser werter Herr Landrat mit der Situation umgeht. Erschreckend finde ich seine mehr als überhebliche Art mit der Sache umzugehen. Da bietet ein Busunternehmen an, die Kontaktverfolgung zu unterstützen und er wiegelt es mit dem Kommentar ab, dass es mehr als telefonieren ist. Warum hält sich der Kreis so bedeckt, zwecks der konkreten Infektionszahlen? Es halten sich genau die daran, die momentan um ihre Jobs bangen und so viel Zeit und Geld investiert haben. Ich ärgere mich jedes Mal, wenn ich in die Tankstelle bzw. zum Bäcker gehe und die Maskenpflicht einfach ignoriert wird. Und nein, ich finde Masken auch nicht super, aber es ist im Moment nun mal so. Vielleicht sollte mal hingeschaut werden... es gibt Glaubensgemeinschaften, die keine Regeln kennen oder unsere tschechischen Nachbarn, die gerade Lockdown haben und ihre Zeit hier verbringen.