Coronavirus: Lehrer in Sachsen können sich kostenlos testen lassen

Der freiwillige Test ist ab Juni möglich. Die Kosten übernimmt der Freistaat.

Dresden (dpa/sn) - Sächsische Lehrer, die wieder an einer Schule unterrichten, können sich vom 1. Juni an freiwillig auf das Coronavirus testen lassen. Die Kosten übernimmt der Freistaat, falls die Krankenkassen nicht dafür aufkommen, wie das Kultusministerium am Freitag mitteilte. Die Tests können beim Hausarzt durchgeführt werden. Perspektivisch werde auch daran gedacht, das Angebot für freiwillige Tests auf den Kita-Bereich zu erweitern, hieß es.

Laut Ministerium können mit den Tests auch Infizierte erfasst werden, die noch keine Krankheitssymptome aufweisen, aber dennoch das Virus übertragen könnten. Das sei für die Durchbrechung von Infektionsketten an den Schulen von Bedeutung.

Die Universität Leipzig, die TU Dresden und das Uniklinikum planen zudem zwei Studien an ausgewählten Schulen, um nähere Informationen über die Weiterverbreitung von Infektionen zu bekommen.

Coronavirus: Unser Angebot zur Lage in Sachsen, Deutschland und der Welt

8Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    2
    tbaukhage
    08.05.2020

    Hier die offizielle Verlautbarung des SMK:
    --> https://www.bildung.sachsen.de/blog/index.php/2020/05/08/coronavirus-lehrkraefte-koennen-sich-testen-lassen/

  • 3
    2
    Pixelghost
    08.05.2020

    PS: Bitte nach dem ‚nicht nur die’ das Wort Kinder einsetzen. Der Text soll auf keinen Fall mißachtend oder gar beleidigend wirken.
    Irgendwie ist das Wort bei der Textbearbeitung rausgeflogen und ich hab’s übersehen.

  • 11
    2
    Pixelghost
    08.05.2020

    Heute virenfrei- und morgen?

    „So müssten Klassen und Kindergartengruppen strikt voneinander getrennt werden - in fest zugewiesenen Räumen und mit festem Betreuungspersonal.“

    Sechs Gruppen, sechs Frühdienste oder was? Denn morgens werden nicht nur die aus der Zwergengruppe gebracht, sondern auch die der Klettermaxe, der Wasserläuse und Superhelden...

    Wie lange soll das funktionieren? Einige Erzieherinnen sind 63,64,65... Da muss man nicht lange warten, bis die ersten schlapp machen.

  • 16
    0
    712268
    08.05.2020

    Sehr gut, dass es Lehrer dann kostenlos nutzen können sich testen zu lassen. Schade ist es aber hingegen, dass die Erzieher und Erzieherinnen nicht mit berücksichtigt werden.

  • 14
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    JML
    08.05.2020

    Da ist sie wieder, die völlige Realitätsverweigerung der sächsischen Politiker.
    So so, perspektivisch denkt man an die Mitarbeiter/innen der Kitas und entsprechend im Kontext zu den Grundschulen auch an die Mitarbeiter/innen der Horte.
    Zum überwiegenden Teil werden in den Horten Kinder betreut, wie auch in den Grundschulen und das derzeit von Klasse 1 bis 3 , man kann fast sagen ganztags, je nach Betreuungsvertrag. Wo liegt jetzt im Vergleich zur bevorzugten Berufsgruppe der Lehrerschaft der genaue Unterschied?
    Noch gravierender stellt sich dies in den Kitas dar, in denen die kleinsten z.T. unter einem Jahr betreut werden. Wer den normalen Umgang mit Kleinkindern kennt, kann sich vorstellen, dass hier Abstandsregeln/Hygieneregeln(soweit denn ausreichend Material zur Verfügung steht) nur schwer umsetzbar sind. Die Möglichkeit, dass sich hier auch die Erzieher/innen gerade in diesem Bereich infizieren können oder dies bereits schon sind, ist da nicht von der Hand zu weisen. Man könnte fast meinen, dass das Kultusministerium die Testergebnisse lieber nicht erfahren möchte, da sonst alle Öffnungsregelungen über den Haufen geworfen werden?

    Aber, sehr geehrte Damen und Herren Politiker, Wertschätzung gegenüber den Mitarbeiter/innen auch aus den Bereichen der Kindertagesstätten und Horte sieht anders aus!

    An dieser Stelle mein persönlicher Dank und meine persönliche Wertschätzung nicht nur an die Lehrer sondern insbesondere auch an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kindertagesstätten und der Horte. Ihr macht alle einen tollen Job, auch wenn es nicht immer leicht ist.

  • 26
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    KTreppil
    08.05.2020

    Was ist denn das für Aktionismus? Wie oft sollen die Tests stattfinden? Täglich? Es stellt sich für mich mal wieder so dar, als würden nur die Lehrer größtmöglichen Gefahren ausgesetzt. Wenn derartige Tests, die ja nur eine Momentaufnahme sind, vom Freistaat finanziert durchgeführt werden, sollte das auch für die anderen Behörden gelten. Z.b. Polizei, Justiz(vollzug) u.a. Dort wird und wurde immer gearbeitet, oft geht's da bestimmt nicht mit Mindestabstand. Sozusagen testen zur Sicherheit für alle "Beteiligten ". Ganz zu schweigen davon, dass es auch für die vielen systemrelevanten Bereiche in privater Hand richtig(er) wäre, allem voran das Gesundheitswesen. Als einzig sinnvoll würde ich jedoch zuverlässige Antikörper Tests ansehen, da sollte sich der Freistaat für die Finanzierung ins Zeug legen.

  • 32
    4
    AliceAndreas
    08.05.2020

    Nur zum Verständnis - die Lehrer, die den Abstand zu den Kindern einhalten, dürfen sich testen lassen ... und die Erzieher, die den Abstand unmöglich einhalten können, dürfen sich NICHT testen lassen.

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    saxon1965
    08.05.2020

    Na dann werden die Schulen wohl gleich wieder geschlossen werden. Wir haben eh schon Lehrermangel.
    Wann wird man endlich die tatsächliche Gefährlichkeit des Virus einschätzen und Risikogruppen konsequent schützen, als ein ganzes System lahm zu legen?