Dank Schmidts Doppelpack: Dynamo feiert Derby-Sieg gegen Aue

Wieder brauchte es einen Rückstand, wieder drehte Dynamo Dresden die Partie. Die Elf von Markus Kauczinski erringt einen verdienten Derby-Sieg und drei wichtige Punkte im Abstiegskampf.

Dresden (dpa) - Derby-Sieg mit Spektakel: Dynamo Dresden kann sich dank Patrick Schmidt wieder berechtigte Hoffnungen auf den Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga machen. Der Stürmer traf am Sonntag beim 2:1 (1:1) im Sachsen-Derby gegen Erzgebirge Aue doppelt und sorgte dafür, dass das Schlusslicht nur noch einen Punkt hinter dem Relegationsplatz liegt.

Vor 30 753 glich Schmidt (44. Minute) zunächst die frühe Auer Führung durch Jan Hochscheidt (5.) aus. Dann zeigte die Heidenheim-Leihgabe ganz große Fußballkunst: Per Fallrückzieher sorgte Schmidt (59.) für die Entscheidung und den zweiten Dynamo-Sieg in Serie. Aues Calogero Rizzuto (90.+2) sah in der Nachspielzeit noch die Gelb-Rote Karte.

«Das war hochverdient. Wir hätten sogar höher gewinnen müssen», befand Dresdens Jannis Nikolaou. «Wir kannten die anderen Ergebnisse und wussten, dass uns nur ein Sieg hilft. Unentschieden bringen nichts. Wir haben gezeigt, was wir können.» Die Aue-Profis ärgerten sich vor allem über die Phase kurz vor der Pause. «Der Knackpunkt war das 1:1 kurz vor der Pause. Wir hatten Dresden komplett im Griff, kriegen dann so ein Kontertor. Dadurch verändert sich das Spiel», sagte Aues Dimitrij Nazarov.

Dynamo-Coach Markus Kauczinski setzte auf dieselben elf Akteure, die auch beim Erfolg in Regensburg zu Beginn des zweiten Durchgangs auf dem Feld standen. Ondrej Petrak ersetzte somit den kranken René Klingenburg. Aues Trainer Dirk Schuster setzte auf die Startelf des hochverdienten HSV-Sieges.

Matchwinner für die «Veilchen» am vergangenen Samstag war Doppeltorschütze Hochscheidt und auch in Dresden brauchte Aues Offensivspieler nur etwas mehr als fünf Minuten, bis er sein achtes Saisontor erzielte. Sein Heber über Dynamo-Torwart Kevin Broll wurde nach kurzer Überprüfung des Video-Assistenten auf eine Abseitsstellung des Torschützen anerkannt.

Wie schon eine Woche zuvor ließ sich Dynamo vom Rückstand nicht schocken und hatte nur vier Minuten durch Simon Makienok die große Möglichkeit zum Ausgleich. Der dänische Angreifer scheiterte jedoch nach Flanke von Godsway Donyoh an Aues Schlussmann Martin Männel. Auch im Anschluss kam die Kauczinski-Elf mehrfach zu guten Einschussmöglichkeiten. Makienok allein hätte das Spiel mit vier guten Möglichkeiten schon im ersten Durchgang entscheiden können.

Besser macht es da Patrick Schmidt, der auf Hereingabe von Donyoh aus knapp sechs Metern den verdienten Ausgleich für die Hausherren erzielte. Dynamo agierte dabei mal einfach, spielte nach Balleroberung schnell in die Spitze - ein Mittel auf das auch die Gäste aus dem Erzgebirge setzten. Doch Aues Angriffe blieben letztlich zu oft in der Dresdner Hintermannschaft hängen.

Auch nach dem Wiederanpfiff war Dynamo das gefährlichere Team und drückte vehement auf den fünften Heimsieg. Einzig Aues Torwart Männel wusste das zunächst zu verhindern. Der 31-Jährige parierte mehrfach sehenswert gegen Makienok (52.) und Donyoh (57./58.). Einzig Schmidt wusste den FCE-Keeper zu überwinden. Sein Fallrückzieher erwischte Männel auf dem falschen Fuß.

Aue fand keinen Zugriff mehr in die Partie wartet weiter auf den zweiten Auswärtssieg nach dem ersten Spieltag. Dynamo ist endgültig wieder im Rennen um den Klassenverbleib.


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