Das Massen-E-Mobil? Später Start für Volkswagens ID.3

Nun soll sie beginnen, die elektrische Wende bei VW. Die ersten Kunden bekommen das mit Abstand wichtigste Modell der nächsten Jahre. Doch der ID.3 hatte eine schwere Geburt - und es sind noch einige Schwächen abzustellen. Für den Konzernchef geht es ums Ganze.

Dresden/Wolfsburg (dpa) - Er soll der Golf des Elektro-Zeitalters werden - und eigentlich noch viel mehr. Für Volkswagen geht es beim ID.3 um alles oder nichts. Die ersten Kunden erhielten am Freitag offiziell das neue Auto, mit einiger Verzögerung. Zum Start will der Konzern Pioniergeist verströmen, die Frühbucher werden als «first mover» gepriesen. Kann die vollelektrische Baureihe, deren Auftakt der ID.3 bildet, den Durchbruch der E-Mobilität auf dem Massenmarkt bringen? Gibt es endlich höhere Reichweiten? Und gelingt die komplexe Vernetzung zwischen Assistenz-, Online- und Entertainment-Systemen?

Bei der Übergabe des ersten Exemplars in Dresden sparte VW nicht mit Superlativen. Tenor: «Jetzt beginnt eine neue Ära für klimaneutrale Mobilität.» Christian Stadler war aus der Nähe von Passau angereist, um einen ID.3 in Empfang zu nehmen - mit Lichtshow und Blumenstrauß. «Ich bin schon lange an E-Autos interessiert, habe viele getestet.» Auch in Wolfsburg, wo schon einige der Wagen auf der Straße gesichtet wurden, begann die Auslieferung. Am Montag folgt der europäische Marktstart. Bisher sind laut VW mehr als 25 000 Stück abgesetzt.

Beim für den weltgrößten Autokonzern absehbar wichtigsten Modell steht auch für die Führung um Vorstandschef Herbert Diess viel auf dem Spiel. Riesige Summen sind bereits in den ID.3, den Kompakt-SUV ID.4 und den Elektro-Bulli ID.Buzz geflossen - konzernweit werden es bis 2024 für die E-Strategie 33 Milliarden Euro. Man will Marktführer werden. Aber noch ist der Rückstand zum US-Rivalen Tesla groß.

Der ID.3 soll E-Mobilität in den Alltag bringen. Er ist verglichen mit bisherigen Mittelklasse-E-Autos in der Basisausstattung relativ günstig und soll längere Strecken schaffen. Bei Konzerntöchtern wie Audi, Skoda oder Seat wird dieselbe Plattform eingesetzt: Der Baukasten MEB ist Grundlage zahlreicher künftiger Modelle, von denen bis zum Jahr 2028 bis zu 22 Millionen Stück gefertigt werden sollen.

Doch die Anlaufprobleme des ID.3 sind nicht wegzudiskutieren. Sicher: Er ist ein rundum neu entwickeltes Auto. Aber besonders die Software erwies sich in der Vorbereitung als Achillesferse. Die Kunden haben zunächst nicht auf alle Funktionen Zugriff - im Winter müssen sie Updates nachladen. Im Unternehmen bezeichnet so manche Stimme das als sehr ärgerlich. Der Marktstart lag nun später als ursprünglich geplant: Mitte September statt «im Sommer» - so lautete zuerst die Ankündigung, an der man festhielt, bis es fast schon Sommer war.

Besonders die Vernetzung der Steuergeräte ist ein hoch komplexes Thema. Das Magazin «Auto, Motor und Sport» sieht nach einem Fahrtest bei der ID.3-Elektronik «erheblichen Nachbesserungsbedarf». So hätten im vorliegenden Modell das Navi-System nur eingeschränkt und weitere Online-Dienste gar nicht funktioniert. Die Verarbeitung hinterließ ebenso keinen besonders guten Eindruck, von bewährten Modellen wie dem Golf sei sie anders in Erinnerung. Hohe Zufriedenheit dagegen bei den Fahreigenschaften: «Antrieb und Fahrwerk funktionieren perfekt.» Zur Lenkung und Beschleunigung hatte sich auch Tesla-Chef Elon Musk, der das Modell jüngst Probe fahren durfte, anerkennend geäußert.

Dass beim ID.3 einiges mit der heißen Nadel gestrickt wurde, war auch aus Teilen der Belegschaft zu hören. Der Druck auf die Entwickler und Linien war hoch, in internen Tests hatte man Mängel gefunden. Beim parallel angelaufenen Golf 8, wo es ebenso Elektronik-Stress gab, schaukelte sich der Konflikt zwischen Betriebsratschef Bernd Osterloh und Diess bis zum offenen Machtkampf hoch. Die Frage, ob der Anlauf der ID-Reihe nun klappt, dürfte wesentlich für Diess' Zukunft sein.

Die Begeisterung für das Modell ist bei vielen groß. Zum Start der Produktion mit Kanzlerin Angela Merkel im November in Zwickau standen die Mitarbeiter Spalier für das Auto. Zehntausende lassen sich für die E-Mobilität qualifizieren - ganze Werke wie Emden, Hannover sowie Standorte in den USA und China werden umgerüstet. Gleichzeitig fährt VW die klassische Verbrennertechnik herunter und streicht Stellen. Bei der Lkw-Tochter MAN etwa sollen bis zu 9500 Jobs wegfallen.

Ab 2021 kommt der ID.3 zusätzlich aus der «Gläsernen Manufaktur» in Dresden. Vor allem das Zwickauer Werk spielt aber eine tragende Rolle beim Wechsel zur E-Mobilität, allein hier betragen die Umbaukosten 1,2 Milliarden Euro. Im nächsten Jahr werden nur noch vollelektrische Fahrzeuge produziert, 300 000 E-Autos sollen dann an dem sächsischen Standort vom Band rollen. Auch die ID.4-Fertigung hat begonnen.

Die Nachfrage nach E-Autos war zuletzt durch aufgestockte Kaufprämien gestiegen. Die Anpassung der Kapazitäten ist für die Autobauer jedoch schwierig. VW muss für die E-Version des Kleinstwagens Up einen Bestellstopp verhängen, weil die Produktion hier nicht mit den Bestellungen mithält und so längere Wartezeiten entstehen.

So oder so: «Das zentrale Thema ist das Thema Software», sagt der Automarktexperte Stefan Bratzel. Hier müsse VW «schnell besser werden». Eine neue Software-Gruppe, die einheitliche Systeme für alle Konzernmodelle entwickeln soll, wird derzeit aufgebaut. Die Komplexität der nötigen Vernetzung sei bisher in der gesamten deutschen Autobranche unterschätzt worden, meint Bratzel. Die Industrie könne das aber noch in den Griff bekommen: «Ich glaube, dass gute Chancen bestehen, das in den nächsten Jahren aufzuholen.»

1717 Kommentare
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    tbaukhage
    16.09.2020

    Ach @Einspruch, kein Mensch bestreitet doch, dass Kobalt zur Herstellung von Akkus Verwendung findet und dadurch die Fördermengen zugenommen haben. Dass ein (kleiner) Teil davon unter politisch problematischen und teilweise menschenverachtenden Bedingungen gefördert wird, rückt aber erst seit der Elektromobilität in den Focus.
    Kobalt war und ist einer der wichtigsten Stoffe für die Metallhärtung, zum Entschwefeln der Treibstoffe für Verbrennerautos und zig anderen Anwendungen. Im Kongo wurden Menschen wegen sehr vieler Rohstoffe geschlachtet, blutige Bürgerkriege tobten lange bevor es das eAuto gab. Regierungen wurden weggeputscht und umgebracht wegen des Kobalts, des Kupfers und vieler weiterer Bodenschätze, die immer auch unter Beteiligung von Kinderarbeit ausgebuddelt wurden.
    Aber erst jetzt, als Argument gegen die Elektromobilität, wurde das Mitleid mit den Kindern entdeckt. Das ist verlogen – nichts anderes!

    Übrigens, der vollelektrische Gelenkbus "eCitaro G" (146 Fahrgäste) von Mercedes wird mit einem 440kWh-Akku ausgeliefert, der ohne Kobalt, Nickel und Mangan auskommt. Und das mit einer garantierten Nutzungsdauer von zehn Jahren bei einem Energiedurchsatz von 280MWh.
    (kleiner)Nebeneffekt: Dadurch sinkt natürlich auch der Verbrauch von Kobalt für das Entschwefeln von Diesel - Diesel wird für diese Busse ja nicht mehr benötigt.

  • 2
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    Einspruch
    16.09.2020

    Wir haben also gelernt, Kobalt im Akku ist gut, weil modern. Kobalt im Stahl schlecht, weil zwar nur in geringeren Mengen aber alt und überholt. Der schon mehrfach eingewendete Hinweis von Leuten, die in der Metallurgie mal Staub gewischt haben, nicht nur von mir, das Kobalt bei Stählen weder früher noch heute eine entscheidende Rolle spielte, wird geflissentlich ignoriert. Gehärtet wurde früher und auch heute vielfach anders. Geschenkt. Für mich sind Kobaltgehalte im Promillebereich bei einer zwei bis drei Kilo schweren Kurbelwelle und paar Ventilen weniger pro KFZ als bei einem Akku von über 600 kg. Diese sollen ja jetzt angeblich umweltverträglich in Millionen Stück hergestellt werden. Vor allem bei hochlegierten Stählen liegen die Gesamtanteile aller Legierungsbestandteile meist um die 5%. Sogenanntes Stammtisch Wissen von E Auto Skeptikern wird mit angeblichen Faktenwissen aus Prospekten und aus der Theorie gekontert, mit dem Verweis auf geschlechtsspezifische Verblödung. Das ist auch zunehmend erstaunlich. Die Ära jahrzehntelanger Kobaltgewinnung für Verbrenner wird genau genommen jetzt durch paar Jahrzehnte für Akkuherstellung ersetzt. Ach, ich vergaß, das wird ja alles wie versprochen recycelt und durch neue Werkstoffe ersetzt. Die Minen werden geschlossen. Klar. Wenn es die Hersteller versprechen, stimmt es natürlich. Kilometerstände oberhalb 800000km, ich lache, die sieht man im Süden Europas im Urlaub bei Dieseln zu Hauf.

  • 3
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    tbaukhage
    15.09.2020

    @Zeitungss: Es ist zunehmend erstaunlich für mich zu beobachten, wie alte Männer, die den Übergang vom Silberrücken zum Silberfischchen schon hinter sich haben, auf eine Frau reagieren, wenn diese falsche Aussagen richtig stellt (20% -> 80% Akkukapazität) oder aktuelle Fakten mitteilt (Akkudaten liest man mit einer Handy-App aus, kostenfrei). Dem einen verschlägt’s glatt die Sprache, ob des Faktes, dass Kinderkobalt seit Jahrzehnten in bzw. durch Verbrennerautos verbraucht wird, der andere reagiert mit Herablassung oder versucht sich im Lächerlichmachen (schön, wenn man sich zwei Teslas und einen ID.3 leisten kann).
    Ich kann natürlich nachvollziehen, dass es für manches Dreibein frustrierend ist, wenn ausgerechnet eine Frau über umfangreichere Fakten und jahrelange reale Erfahrungen (bei mir werden’s im November fünf Jahre und ich werde auch die 200.000km voll bekommen) auf dem Gebiet der Elektromobilität verfügt.
    Also Jungs, fahrt eure Diesel, solange sie halten. Niemand muss ein eAuto kaufen! Und meldet euch, wenn ihr wirklich mal ein paar vollelektrische 100km selbst gefahren seid!

  • 7
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    Zeitungss
    15.09.2020

    @tbauk..: Bei dieser Argumentation kann ich nur die weiße Flagge hissen und alles was ich je gehört und gelernt habe in die Tonne drücken. Danke auch für die Erläuterung zu Messverfahren, welche mir durchaus bekannt sind. Die Betriebskosten für das Temperaturmanagement vermisse ich hochgerechnet auf 10 Jahre, jeder Kühlschrank braucht nun einmal Energie. Schlussfolgernd habe ich für mich und meine Frau je einen Tesla und für die Kinder zum eingewöhnen je einen ID3 bestellt.
    Als ich kürzlich einen Verbrenner mit 450000 Km auf der Uhr verkaufte (nein verschenkte), hatte der Tank noch 100% seiner Speicherfähigkeit, was der Käufer auch nicht für viel Geld untersuchen lassen musste.

  • 4
    5
    tbaukhage
    14.09.2020

    Sorry, @Zeitungss, langsam zweifle ich an der Seriösität solcher Antworten!
    Der von mir genannte 500.000km-Akku hat heute noch eine Restkapazität von 80%. Das Auto dazu ist seit mehr ein 1Mill km auf deutschen Straßen und Autobahnen unterwegs.

    Einen Handyakku mit dem eines Autos vergleichen zu wollen, ist Stammtischniveau. Zum einen gibt es einen deutlichen Unterschied in der Zellchemie, zum anderen verfügt der Handyakku über keinerlei Temperatur- oder Lademanagement. Und ja, Schnellladen lässt den Akku schneller altern. Üblicherweise beginnt "Schnellladen" bei etwa 2C. Bei einem 85kWh-Akku wären das Ladeleistungen ab 170kW. Solche Ladeleistungen können ein paar Ionity- und FastNetsäulen. Selbst die Schnelllader von Tesla bieten (derzeit) nicht mehr als 120kW.
    Die Alterung des Akkuspacks kann man an der Zellendrift ablesen, also dem Spannungsunterschied zwischen der "besten" und der "schlechtesten" Zelle im Gesamtpack. Und so, wie man jedes Gebraucht-KFZ erst einer gründlichen Sichtung und einem Test unterziehen sollte, liest man bei einem eAuto eben auch die Daten des Akkus aus und entscheidet dann.

  • 3
    3
    Zeitungss
    14.09.2020

    @tbauk: Wenn ein Traktionsakku nach 500 000 Km noch 20% Ladekapazität hat ist er auch noch auf der Straße, mit der Reichweite wird es nur etwas eng. Ihr Handyakku, falls vorhanden, wird nach täglichen Gebrauch auch immer besser, stimmts? Hohe Ladeströme sind nun einmal auch für diese Akkus nicht förderlich, auch wenn man nur die Ladezeiten auf ein erträgliches Maß senken will. Einen Gebrauchten zu kaufen, muss man schon Mut aufbringen, wenn als nächste Überraschung die Auswechslung des "Tanks" ansteht. Wenn das Konto immer gut gefüllt ist, spielt das natürlich keine Rolle, leider ist das eben nicht der Durchschnitt.

  • 3
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    tbaukhage
    14.09.2020

    @censor: Welches Kinderkobalt ist gemeint? Das, was man zum Härten von Ventilsitzen und der Werkzeuge für die Herstellung von Kurbel- und Nockenwellen braucht? Oder eher das, mit dem man Benzin und Diesel entschwefelt?
    Wie erklärt sich eigentlich, dass alle eAutohersteller 8 Jahre Garantie auf den Akku geben, wenn diese doch angeblich schon nach 5 Jahren gewechselt werden müssen? Oder dass es die ersten Traktionsakkus gibt, die seit 500.000km auf der Straße sind?
    Übrigens: UmiCore (belgisch-deutsches Unternehmen) recycelt LiIon-Akkus, Jahreskapazität derzeit bei 10.000t. Und die Firma Düsenfeld (deutsches Unternehmen) hat ein Recyclingverfahren für diese Akkus, bei dem 96% der Inhaltsstoffe in so hoher Qualität zurückgewonnen werden, dass diese direkt in die Neuproduktion von Zellen fließen.

  • 3
    5
    Zeitungss
    13.09.2020

    @Lesemuffel: In Deutschland. Für einen Golf oder was auch immer in dieser Größenordnung hat schon in der Vergangenheit jeder gerne 70000 DM hingeblättert. Einen Vorteil hat der Neue, beim "tanken" wird der zur Überbrückung notendige Verzehr des Kaffees teurer als der Ladestrom, was schon einmal ein wesentlicher Pluspunkt ist. Das funktioniert natürlich nur, wenn die vielen tausend Ladestationen auch mit Kaffeeautomaten ausgerüstet sind. In der eigenen Garage tut es eine normale Kaffeemaschine.

  • 11
    4
    Lesemuffel
    13.09.2020

    Ein PKW ab 35 000 € ist wirklich massentauglich, weil sich das die Masse leisten kann? In welchem Land spielt diese Geschichte?

  • 2
    3
    Zeitungss
    13.09.2020

    @tbauk...: Über diese paar Meter streiten wir nicht und der Verlauf der Gemeindegrenze ist mir nicht ganz bekannt. Ein Großteil der Sachsen wird wissen was gemeint war. Ihre weiteren Angaben kenne ich bereits aus dem Sachsenspiegel vor einigen Tagen. Dringend benötigte Speicherkapazität erhält man nicht sondern legt still, was für die Windmühlentechnik der Zukunft der richtige Weg ist. Die bisher versuchsweise aufgestellten Flachbatterien werden es bei Flaute nicht richten.
    Ich hätte nicht geglaubt, wie viele an den Baerbockschen Zauber glauben, genau aus diesem Grund bringe ich diesen Wunderspeicher gelegentlich ins Gespräch. Und noch etwas, es ging hier nicht speziell um die E-Mobilität sondern um eine sichere Energieversorgung in der Zukunft mit wesentlich höheren Verbrauch. Hatte ich mich wirklich so verdrückt ausgekehrt ?

  • 3
    0
    tbaukhage
    13.09.2020

    @Zeitungss, was ist denn heute los? Eine solche Oberflächlichkeit bin ich doch sonst nicht gewohnt!
    In Cossebaude gibt es kein Pumpspeicherkraftwerk. Das steht im Nachbarort Niederwartha. Das PSW Niederwartha ist Europas erstes PSW und wurde zwischen 1927 und 1930 gebaut. Die heutige Turbinentechnik stammt aus den Jahren 1955/57/60, die heute eine Leistung von 40MW ans Netz bringen. Diese, sagen wir bescheidene, Leistung wird wohl eher nicht entscheidend sein für den Erfolg der Elektromobilität.
    Beim Elbehochwasser 2002 wurde die Gesamttechnik bis hin zu den Dammanlagen stark beschädigt. Vattenfall, der aktuelle Eigentümer, gab 2016 bekannt, das PSW schrittweise vom Netz zu nehmen, da sich die nötigen umfangreichen Instandhaltungsmaßnahmen nicht mehr energiewirtschaftlich rechnen würden. Vattenfall verpflichtete sich allerdings, das PSW schwarzstartfähig zu halten.

    Und noch was: Wer heute immer wieder den Baerbockschen Blödsinn als Argument gegen die Elektromobilität anführt, macht sich genauso lächerlich, wie Baerbock selbst.

  • 5
    1
    Zeitungss
    12.09.2020

    @tbaukh....: 7000 davon nach D. Wie groß wäre den die Zahl ohne die großzügige Förderung ??? Ich bin von Ihnen eigentlich genaue Angaben gewohnt, was ich auch hier erwartet hätte. Was @censor betrifft, er hat sicherlich "verlässliche" Energiequellen gemeint und davon sind wir in der Zukunft weit davon entfernt. Um die zukünftige Versorgung sicherer zu machen, legt man demnächst das Pumpspeicherwerk Cossebaude (Dresden) still, denn wir haben bekanntlich genug Speichermöglichkeit im Leitungsnetz (Baerbock).

  • 9
    5
    censor
    12.09.2020

    E-Autos werden sich nicht durchsetzen. Das ist jetzt so ein Trend, gesetzt von mächtigen Geschäftemachern wie E Musk, die ihre Ideen unbedingt in Maximalprofite umsetzen wollen und dazu die Regierungen ebenso missbrauchen wie die Klimaschützer.

    Wenn man bedenkt, wie umweltschädlich allein die Gewinnung der Batterie-Rohstoffe Kobalt und Lithium sind, ist es sowieso unveständlich, weshalb sich Ökologen für so was hergeben. Menschenrechtler müssten auch auf die Barrikaden gehen, denn Kobalt ist radioaktiv und wird mittels Kinderarbeit (!) in afr. Bergwerken gewonnen.

    Von den Kosten der Batterieentsorgung und ihrer Gefährlichkeit bei Unfällen (Brandgefahr) reden wir da noch gar nicht.
    Die Kosten für eine Ersatzbatterie (nach 5-7Jahren fällig) erstrecken sich in etwa auf den Preis eines guten gebrauchten Benziners oder Diesels. Wie soll sich da für E-Autos ein Gebrauchtwagenmarkt entwickeln?

    Ich denke(und hoffe), das ganze wird bald als (allerdings teurer) Flop identifiziert und ad acta gelegt. Momentan sieht es aber nach dem Gegenteil aus.

    Die einzige Macht, die wir haben, ist die Macht des Kaufverzichts.

  • 3
    6
    tbaukhage
    12.09.2020

    @censor:
    Was ist eine "effektive" Stromquelle?
    Und wie viel Strom bracht man denn zusätzlich für die 25.000 ID.3, die VW jetzt ausliefert (7.000 davon nach D, der Rest ins Ausland)?

  • 10
    4
    thelittlegreen
    12.09.2020

    Allen falls als Übergangstechnologie zu bewerten. Mir wird es nicht ins Haus kommen. Da suche ich mir später lieber ein Auto das ich als Oldtimer zulassen kann und nutze das.

  • 10
    5
    censor
    11.09.2020

    VW vollzieht die "elektrische Wende", und die Regierung schafft derweil alle effektiven Stromquellen ab. Soll man lachen oder weinen?

  • 7
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    Lexisdark
    11.09.2020

    Volkswagen sollte sich aber auch daran halten, die Anlagen für die Baugruppen und Fahrzeuge nicht zu billig zu kaufen. Hust... China...
    Das macht dann bei den deutschen Maschinenbauern doch etwas unbeliebt.