Der letzte Golf aus Zwickau: Ende einer Ära

Im Zwickauer Fahrzeugwerk ist nach 116 Jahren das letzte Auto mit Verbrennungsmotor vom Band gelaufen. Künftig werden hier nur noch Elektroautos gefertigt. Beim Fototermin mit dem letzten Benziner aus Sachsen kommt bei manchem Mitarbeiter Wehmut auf.

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41Kommentare
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  • 1
    1
    Zeitungss
    02.07.2020

    @tbauk...: Beim EEG gibt es eine ähnliche Schieflage, hatte ich kurz angekratzt, dort scheint es allerdings nicht zu stören. Der Normalverbraucher zahlt die Zeche um die Industrie und Kleinkraftwerker zu beglücken. Kommt eben doch darauf an, auf welcher Seite man angesiedelt ist.

  • 0
    4
    tbaukhage
    02.07.2020

    @Zeitungss: Ich neide weder den Spediteuren noch den Blaulichtfahrern ihren staatlich subventionierten Diesel.
    Ich beobachte aber (man lese einfach nur hier im Forum), dass gerade die privaten Dieselfahrer den eAuto-Käufern die staatlichen Subventionen vorwerfen, die aktuell einmalig beim Kauf genutzt werden können. Dass die Dieselapologeten selbst von solchen Subventionen profitieren - und das bei jedem Liter Diesel ein Autoleben lang (!) - wird verschwiegen, ausgeblendet oder nicht wahrgenommen.

  • 1
    0
    Zeitungss
    02.07.2020

    @tbauk: Kleiner Hinweis noch: Der Diesel ist auch noch wesentlich bescheidener im Verbrauch, was wohl der Hautgrund für die private Nutzung war und ist. Über die Regelungen im EEG haben Sie sicherlich auch keine Einwände, auch wenn diese abwegig sind, als Nutzer redet man nicht darüber.
    Die Verantwortlichen für die Dieselbesteuerung konnten Ihnen wohl keine Auskunft geben und der Hinweis auf die Waren des täglichen Bedarfs ging auch ins Leere.
    Der Diesel ist im Gebrauch nun mal ein Selbstläufer, Beobachtungen am Straßenrand könnten diese Feststellung untermauern. Sollte es einmal etwas vergleichsweise Brauchbares geben, steht es auf dem Hof, ich bin auch kein Hinterweltler in Sachen Technik, was schon berufsbedingt so ist.

  • 0
    2
    tbaukhage
    01.07.2020

    @Zeitungss: Der private Diesel-PKW war also ein Selbstläufer und hat(te) überhaupt gar nichts mit dem deutlich preiswerteren Sprit zu tun, zu dem bei jedem getankten Liter die Gemeinschaft 0,22€ dazu gezahlt hat und heute immer noch zahlt?

  • 1
    1
    Zeitungss
    01.07.2020

    @tbauk...: Lesen Sie meine Beiträge doch einmal vollständig. Dort hatte ich einen Ansprechpartner für diese Frage mit eingebaut. Von besagter Subventionierung profitieren auch Sie jeden Tag, warum das so ist, muss ich einer Lehrerin doch nicht erklären, oder kommen die Waren des täglichen Bedarfs auch schon mit Flurförderfahrzeugen? Ich lasse mich gerne belehren.
    Und noch einmal, Dinge die funktionieren sind Selbstläufer und brauchen deshalb keine Kaufanreize. Wenn jeder Betrieb seine am Ziel vorbei produzierten Produkte auf diese Weise loswerden möchte, steht einiges auf dem Kopf mitten in der vielgelobten Marktwirtschaft.

  • 0
    4
    tbaukhage
    01.07.2020

    @Zeitungss: Wie wäre es mit einer Antwort auf meine Frage, warum private Dieselfahrer staatlich subventionierten Sprit tanken können?
    Und, wenn wir schonmal beim Fragen sind: Warum vergessen diese immer, dass ihr Sprit vom Steuerzahler mit finanziert wird, wenn sie eAuto-Käufern vorwerfen, staatliche Kaufanreitze zu nutzen?

  • 4
    0
    Deluxe
    01.07.2020

    Ach, wie ist es schön, wenn einen das alles nichts angeht. Ob elektrisch oder mit Verbrennungsmotor - das ganze Neuwagengedöns interessiert mich nicht.

    Ich fahre meine Verbrenner aus Zwickau, wie es schon mein Vater und mein Großvater getan haben. Die Autos erfüllen zwar nach geltender StVZO alle den Status Oldtimer, aber genau das macht ihre Umweltbilanz am Ende besser als sie jeder Neuwagen, der über einen normalen Zeitraum von nur bis zu 10 Jahren gefahren wird, jemals erreichen wird.
    Spart übrigens auch bares Geld - und man kommt dennoch ans Ziel. Womöglich sogar mit dem größeren Spaßfaktor.

    Merke:
    Am Auspuff allein läßt sich die Umweltbilanz eines Kraftfahrzeuges nicht messen. Auch wenn man uns das immer wieder weismachen will.
    Die Gesamtbilanz ist entscheidend - und auf die hat die Nutzungsdauer einen ganz erheblichen Einfluß.

  • 3
    1
    Zeitungss
    01.07.2020

    @tbauk...: Warum fehlt in dieser Aufstellung der zu leistenden Beitrag der Steuerzahler ??? Ohne deren Beihilfe ständen andere Zahlen dort. Sie dürfen die ganze Jahresproduktion kaufen, bei den Herstellern und Händlern käme Freude auf.
    Gibt es denn Neuigkeiten zur Entstehung des Dieselpreises ??? Es war doch Ihre Gegenreaktion, wenn ich mich erinnere.

  • 1
    6
    tbaukhage
    01.07.2020

    @Tauchsieder: Kommen noch irgendwelche Fakten zu meinem eAutokauf oder bleibt's bei persönlichen UInterstellugen?

  • 1
    7
    tbaukhage
    30.06.2020

    @Zeitungss: 30.000 kostenpflichtig reservierte ID.3, obwohl erst im September geliefert werden kann, ein Jahr Wartezeit auf den eUp!, das gleiche bei Hyndai und Kia, 18.000 Vorreservierungen für den Microlino, 25.000 deutsche Interessenten am chinesischen Byton-SUV, ne halbe Million geplanter Teslas aus Grünheide - Ladenhüter sehen m.M.n nach anders aus!

  • 7
    3
    Zeitungss
    30.06.2020

    @Tbauk...: Meinen Beitrag wirklich gelesen ???? Die Finanzierung Ihres Fahrzeuges ist aus mehreren Beiträgen bekannt, trifft allerdings für die heutige Zeit nicht mehr zu, da besagte Ladenhüter gefördert werden müssen. Technik, die begeistert, verkauft sich auch ohne Förderung, war schon immer so. Für den Dieselpreis hatte ich eine Adresse genannt, kam schon eine Antwort ?
    Wir werden sehen, wer in Zukunft die schwindende Mineralölsteuer aufs Auge gedrückt bekommt, der Staat verzichtet bekanntlich nicht. In D. gibt es auch noch eine Sektsteuer obwohl die Flotte schon lange auf dem Meeresgrund liegt, um ein kleines Beispiel zu nennen.
    Wie gesagt, Sie dürfen sich eine ganze Flotte dieser Fahrzeuge zulegen und die Lasten selbst tragen, alles kein Problem, nur nicht nach den jetzigen Gegebenheiten. Über den Dieselpreis gibt die Lobby gern oder ungern Auskunft, selbige erstellen bekanntlich die Gesetzesvorlagen und reichen sie zum Durchwinken im Bundestag ein. Das System sollte bekannt sein, es gibt weit über 1000 Hausausweise für Lobbyisten im Bundestag.

  • 4
    3
    Tauchsieder
    30.06.2020

    ("tba.....": Den Kauf meines eAutos hat niemand mit finanziert!)
    Wieder mal so ein Schenkelklatscher, oder eher - Wissen ist Macht, nichts wissen macht nichts -. Was für Unwissenheit und Halbwahrheiten, man sollte sich da nicht so engagieren sollte man den anderen Kommentatoren zurufen.

  • 3
    9
    tbaukhage
    30.06.2020

    @Zeittungss: Zur Beruhigung: Den Kauf meines eAutos hat niemand mit finanziert!
    Die Frage, warum der private Dieselfahrer staatlich verbilligten Sprit - also auch von mir mitfinanziert - tanken kann, bleibt, wie erwartet, unbeantwortet.

  • 5
    3
    Zeitungss
    29.06.2020

    @tbauk..: Erzählen Sie genau das der Lobby der Spediteure und anderer auch öffentlicher Einrichtungen, selbige geben Ihnen sicherlich die passende Antwort. Die Antwort, warum auch ich Ihr E-Mobil subventionieren muss, bleibt die Antwort naturgemäß offen, was natürlich zu erwarten war. Wer sich den Luxus der gegenwärtigen Technik leisten will, soll es tun und zwar ohne Fremdhilfe. Sollten Sie einmal eine Blaulichtorganisation um Hilfe bitten müssen, verweigern Sie Dieselfahrzeuge, die könnten mit zu gering besteuerten Kraftstoff unterwegs sein, elektrisch kommen die mit Sicherheit nicht, die sollen bekanntlich immer einsatzbereit sein.

  • 2
    5
    Lexisdark
    29.06.2020

    @Zeit... "Kurioserweise wollen Sie auch erst wechseln, wenn etwas Brauchbares zur Verfügung steht, passt nicht recht mit dem gemeinten Inhalt ihrer Zeilen zusammen."
    Ich kaufe prinzipiell nicht das allerneuste, was auf den Markt kommt, egal ob Verbrenner oder E-Antrieb. Stecken überall Kinderkrankheiten drin, die andere erstmal erdulden dürfen, das ist auch nichts komisches. Und mit vier Personen nachkKroatien für 2 Wochen im Ferienhaus kann man mit Golfklasse nun mal vergessen, außer mit Dachbox oder Anhänger. Von der Größe eines Superb oder Passat ist nichts auf dem Markt, SUV kommt mir auch nicht in die Garage also heißt es warten. Aber das sei jedem persönlich überlassen, nur wer am Tag 100 Kilometer pendelt und nur einen Kleinwagen benötigt, kann auch Elektroautos in Betracht ziehen. Aber manche sind halt per se dagegen.

  • 1
    9
    tbaukhage
    29.06.2020

    @Zeitungss: Sind damit die 9,5Mrd € gemeint, die dem Staat jährlich entgehen aufgrund der um 22Cent geringeren Besteuerung von jedem Liter Diesel (im Vergleich zu Benzin)?

  • 5
    2
    Zeitungss
    29.06.2020

    @Lexi.....: Schon einmal daran gedacht, dass es Leute gibt, welche nicht zum Spaß und langer Weile unterwegs sind ??? Bei denen gilt noch immer der Spruch "Zeit ist Geld". Kurioserweise wollen Sie auch erst wechseln, wenn etwas Brauchbares zur Verfügung steht, passt nicht recht mit dem gemeinten Inhalt ihrer Zeilen zusammen. Diesen Gedanken pflegen viele Zeitgenossen im Hintergrund, bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg. Einen nicht geringen Teil zahlt der Steuerzahler (also wir) zu, Gerechtigkeit sieht anders aus. Die Besitzer aller auch von mir mit subventionierten Fahrzeugen dürfen sich oben rechts erkenntlich zeigen.

  • 4
    7
    Lexisdark
    29.06.2020

    Offenbar haben wir uns alle daran gewöhnt, immer und jederzeit irgendwohin zu kommen, natürlich am besten sofort in 5 Minuten. Da ist die Entschleunigung mit dem Elektroauto vielleicht mal wieder die richtige Richtung. Manche bekommen aber anscheinend einen hohen Puls, wenn man nicht in 5 Stunden am Mittelmeer ist mit dem Auto. Sobald ein gescheiter Kombi mit E-Antrieb auf dem Markt ist, der nicht gleich ein Haus kostet, wird es für mich auf jeden Fall Zeit zu wechseln.
    Und die VWler, die meinen, das sei der falsche Weg, sollten sich die Frage stellen, warum sie dann noch dort arbeiten. Sind wohl darauf angewiesen. Und dann die eigene Arbeit schlecht reden, damit das Werk schneller zu ist. Komische Logik.

  • 1
    1
    Tauchsieder
    29.06.2020

    "ralf...", bringt nichts!

  • 3
    8
    tbaukhage
    29.06.2020

    @ralf: Warum meint eigentlich jeder Verbrennerfahrer so langatmig begründen zu müssen, warum ausgerechnet für Ihn ein Elektroauto keine Alternative ist? Schlechtes Gewissen? Diesel-/Benzinscham?

    Chemnitz -> Bad Reichenhall: 525km, 5h6min inkl. zweier Ladepausen von zusammen 44min (www.abetterrouteplanner.com). Wo ist das Problem?

    Ich bin weder Grünen-Wähler noch brauche ich das eAuto für ein grünes Gewissen. Mein Interesse am eAntrieb war anfangs berufsbedingt, inzwischen bin ich seit 4,5a/180.000km vollelektrisch unterwegs. Die Erfahrungen, die ich dabei gemacht habe, werden mich nicht wieder auf einen Verbrenner umsteigen lassen. Und nein, wir haben keinen "leistungsstarken Verbrenner im Hinterhalt"!

  • 10
    1
    ralf66
    28.06.2020

    @tbaukhage, was will denn ich mit 450 km Reichweite, wie lange muss ich dann aufladen um vom Erzgebirge in die Berchtesgadener-Alpen zu kommen? Der Urlaub ist ja nicht beliebig lang und man möchte doch recht schnell ans Ziel kommen ohne übelst lange Zwischenstops?
    Ich brauche ein Auto als allgemeines sicheres Beförderungsmittel für alle Einsätze und nicht als Stadt- und Nahverkehrskutsche für wenige 100 Kilometer!
    Wir sind auch keine Lehrer, die doppelt vorhalten können, ein E-Auto als Vorwand wie umweltbewusst man doch ist und einen leistungsstarken Verbrenner im Hinterhalt für die schönen Dinge des Lebens!

  • 6
    1
    klapa
    28.06.2020

    Danke für Ihre Mühe, tbaukhage, diese Problematik war mir im wesentlichen geläufig.

    Es geht tatsächlich nicht um Trinkwasser, wohl aber um eine weitere Absenkung des ohnehin tiefen Grundwasserspiegels in einer trockenen Umgebung.

    Ihre Einwände die Kinderarbeit betreffen halte ich für korrekt. Für die Politik unsererer Tage ist bezeichnend, dass bestimmte Dinge erst zugunsten der eigenen Argumentation thematisiert werden, wenn sie besonders relevant werden oder weil sie vorher nicht bekannt waren, was hier nicht der Fall ist.

    Es wäre schön, wenn Frau Bearbock, die den Strom im Netz speichern will, Ihre Ausführungern zum 'Kobold' lesen könnte.

    Für die von Ihnen angeführten Beispiele spielte die Kinderarbeit bei der Kobaldgewinnung (20%) offenbar noch keine Rolle.

  • 2
    3
    tbaukhage
    28.06.2020

    @klapa: Um mal die Relationen klar zu stellen: in einem 75kWh-Akku (reicht locker für 450km) sind etwa 7kg Lithium verbaut. Dafür gibt es derzeit im wesentlichen zwei Gewinnungsverfahren: bergbautechnisch (Australien -> Tesla) bzw. verdunstungstechnisch (Südamerika). Dabei wird Salzlauge (nein, es handelt sich eben NICHT um Trinkwasser!!!) seit Jahrzehnten schon aus größeren Tiefen gefördert - im Gegensatz zum Erdölfracking passiert das übrigens ganz ohne zusätzliche Chemikalien - und verdunstet, um Kalisalze für die Düngemittelproduktion zu gewinnen. Das dabei mit geförderte Lithiumcarbonat wird heute in der Akkuproduktion verwendet.
    Zum Thema Kobalt: Ja, an der Kinderarbeit gibt es nichts zu beschönigen! Gut also, wenn Akkuproduzenten wie CATL oder Tesla/Panasonic den Kobaltanteil in der Akkuzelle stetig senken (https://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/glencore-schliesst-kobalt-mine-mutanda-im-kongo-a-1280915.html) und die aktuellen Recycling-Verfahren das Kobalt zu (fast) 100% zurückgewinnen.
    Interessant in diesem Zusammenhang ist auch, dass die, die das "Kinder-Kobalt" so vehement anklagen, immer vergessen, dass Kobalt seit Jahrzehnten zum Härten von Ventilsitzen und der Kurbel- und Nockenwellenwerkzeuge und vorallem zum Entschwefeln von Benzin und Diesel verbraucht(!) wird.

  • 3
    6
    tbaukhage
    28.06.2020

    @Tauchsieder: Vielleicht liegt's einfach nur daran, dass die eine oder andere schon ein paar praktische Erfahrungen mit dieser Angtreibstechnologie gesammelt hat und diese nicht nur vom Schreib- oder Stammtisch kennt...

  • 3
    2
    klapa
    28.06.2020

    Danke, tbaukhage, für die Hinweise, die meinen Horizont wieder etwas erweitert haben.

    Auch Erkenntnisgewinnnung ist in der Diskussion wichtig für mich. Wer nur als Belehrender auftrtt, ohne dass er selbst etwas für sich entnimmt, will der wirklich debattieren? Und wenn dann noch der Ton etwa stimmt, kann man richtig froh sein.

    Im Zusammenhang mit unserem Thema brauchen dann nur noch die Probleme der Lithium- und Kobaldgewinnung, einschließlich der damit verbundenen ökologischen Konflikte und des Einsatzes von Kinderarbeit gelöst werden.

    - https://edison.media/erklaeren/lithium-abbau-und-gewinnung-umweltgefahren-der-lithiumfoerderung/23140064.html

  • 4
    3
    Tauchsieder
    28.06.2020

    Bei manchen hier könnte man denken die werden von den Herstellern der E-Autos gesponsert, Werbung per Kommentare.

  • 6
    8
    tbaukhage
    27.06.2020

    Vorab: Auf meine einfache Frage bisher keine Antwort, aber zehn rote Daumen - was sagt das wohl über die Diskussionswilligkeit einiger Schreiberlinge hier im Forum???

    @klapa: Ich versuche mal, ein paar Antworten auf Klapp durchaus berechtigte Fragen zu geben:

    1. Zur Wintertauglichkeit auf einem bekannten Videoportal mal nach „capOgUHPz9Q“ suchen und ein paar Minuten Zeit nehmen.

    2. Autoseitig kommt für das Laden mit Wechselstrom der „Typ2“-Stecker, beim Laden mit Gleichstrom der „CCS“-Stecker zum Einsatz. Einigen wenige Fernostimporte nutzen da noch CHAdeMO.

    3. Die Navis der eAutos zeigen durch einen „Kreis“ auf der Karte die Restreichweite und darin die möglichen Ladeorte. Außerdem erfährt man, wie viele der Ladesäulen aktuell gerade belegt sind.

    4. Das deutsche Chemieunternehmen Duesenfeld gewinnt die einstigen Rohstoffe Graphit, Mangan, Nickel, Kobalt und Lithium aus den verbrauchten LiIOn-Batterien. Diese gehen in die (Re-)Produktion, um daraus neue Antriebsakkus zu bauen. Der Erfolg:
    * 96 % aller Batteriebestandteile werden so einem neuen Kreislauf zugeführt
    * der CO2-Fußabdruck bei der Produktion neuer Akkus verringert sich um 40 % im Vergleich zur Neuproduktion

    5. 10% wären 4,8 Mill PKW. Jeder davon fährt durchschnittlich 14.000km, also zusammen 67 Mrd km. Bei einem Verbrauch von 20kWh/100km sind das 13GWh Elektroenergie, also rund 2% der aktuellen Stromproduktion in D, alles auf ein Jahr gerechnet.

  • 6
    2
    klapa
    27.06.2020

    cn3boj00, ja, ich fühle mich angesprochen, entschuldigen Sie bitte meine in Ihren Augen vielleicht laienhaften Fragen. Aber ich bin nur ein potenzieller Nutzer eines E-Autos, der für sein Geld eine ganze Menge wissen will, auch wenn das anderen nicht zu passen schein. Es ist mein Geld, was ich ausgeben soll.

    Bei anderen Themen sind Sie vielleicht nicht ganz so up-to-date?

  • 11
    3
    ralf66
    27.06.2020

    Kurz gesagt, dass E-Auto wird sich in der Zukunft nicht durchsetzen, somit ist in einiger Zeit der Standort Zwickau wegen der geringen Nachfrage in Gefahr und zu Gunsten von Wolfsburg abgewickelt, die Bude wird mach dicht, Ende Aliente!

  • 3
    13
    cn3boj00
    27.06.2020

    Wenn ich manche Kommentare hier lese habe ich das Gefühl, dass manche meinen sie würden gezwungen ein E-Auto zu kaufen. Und dann die vielen Fragen, die alle schon mehrfach beantwortet wurden.
    Franzudo, woher kommt denn der Strom? Vielleicht aus Kraftwerken? Oder Windparks? Oder wo er eben so her kommt? In Deutschland wurden 2019 515 TWh produziert, davon inzwischen schon fast die Hälfte (237 TWh) aus erneuerbaren Energien (Wind, Photovoltaik, Wasser, Biomasse). Und wenn 30000 ID.3 gebaut und verkauft werden und täglich komplett aufgeladen würden bräuchte das ca. 635 GWh, also ein gutes Promille der deutschen Stromproduktion, das Netz würde nicht mal zucken. Selbst wenn in 10 Jahren 3 Millionen e-Autos hier rollen sind es nur gut 10% der heutigen Stromproduktion, in 10 Jahren dürfte es kein Problem sein auch diese Meng komplett aus erneuerbaren Energien bereitzustellen.
    Natürlich liegt noch viel im Argen. Die Ladeinfrastruktur ist katastrophal, vor allem auch durch mangelnde Standardisierung bzw. gesetzliche Vorgaben etwa bei der Preisgestaltung. Wo man Ladepunkte findet ist mit einer HandyApp bzw. integriert in die Auto-SW noch die leichteste Übung, dass man aber 20 "Tankkarten" unterschiedlicher Anbieter einstecken muss ist ein Unding. Aber das werden die Politiker schon noch mitbekommen, wenn das E-Auto aus seinem Nischendasein rauskommt. Auch die Entsorgung von Batterien kommt langsam in Fahrt, neben der Verwendung in Energiespeicheranlagen sind auch erste Recyclingsysteme entwickelt.
    Man kann natürlich immer alles schwarz sehen oder malen. Muss man aber nicht.

  • 7
    3
    cn3boj00
    27.06.2020

    Zur Zwickauer Geschichte wäre noch zu sagen, dass die Audi AG Zwickau zunächst eine Tochter der Zschopauer Motorenwerke Rasmussen war. Die Horch AG Zwickau, die Audi AG Zwickau, die Zschopauer Motorenwerke und die Wanderer-Werke Schönau fusionierten 1932 zur Auto Union AG, deren Hauptanteilseigner die Deutsche Staatsbank war. Damit war die Auto Union sozusagen ein Staatsbetrieb. Die Marken Audi, Horch, DKW und Wanderer blieben als Marke erhalten. Nach der Enteignung nach dem zweiten Weltkrieg wurde 1948 der VEB Horch Fahrzeugwerke und der VEB Kraftfahrzeugwerk Audi neu gegründet, in ersterem wurden die LKWs H3A und H6 gebaut und dann der S4000, sowie die neue Nobelkarosse "Sachsenring", bei Audi wurden die DKW-Modelle F8, F9 und der P70 gebaut (weil die Namensrechte an Audi mit der Neugründung der Auto Union im Westen dorthin gingen).
    Als mit dem ersten Trabant P50 ein Massenauto für die DDR entstand (sozusagen ein "Volkswagen") hat man beide Werke neuerlich unter dem Namen VEB Sachsenring zusammengeschlossen, da die Kapazität bei Audi zu klein war. Die Lkw-Produktion wurde in Werdau weitergeführt.

  • 6
    1
    klapa
    27.06.2020

    Eine illustre unvollständige Aufzählung möglicher Konkurrenten zum ID3:

    Audi e-tron quattro
    Grundpreis: ab 69.100 Euro
    Reichweite laut Hersteller (NEFZ): 333 km

    BMW i3
    Grundpreis: ab 38.000 Euro
    Reichweite laut Hersteller: 308 km

    Citroën C-Zero
    Grundpreis: 21.800 Euro
    Reichweite laut Hersteller: 150 km

    Hyundai Ioniq
    Grundpreis: ab 34.900 Euro
    Reichweite laut Hersteller: 311 km

    Jaguar I-Pace
    Grundpreis: ab 79.450 Euro
    Reichweite laut Hersteller: 470 km u.a. - ADAC

    Durchgeführte Tests bei winterlichen Temparaturen sind auch hier nicht abrufbar, weil nich existent.

  • 11
    3
    Pixelghost
    27.06.2020

    Ich schaffe mir ein e-Auto erst an, wenn ich das mit einer meiner PowerBanks wieder zu 100% aufladen kann - und das in 10 Minuten.

  • 18
    4
    1371270
    27.06.2020

    Für mich ist das jedenfalls ein schwarzer Tag.

  • 17
    4
    Tauchsieder
    27.06.2020

    Mein Nachbar arbeitet in Mosel. Nach der Frage was er von der Umstellung des Betriebs auf E-Fahrzeuge hält nur so viel O-Ton: -Ich bin froh, dass ich nur noch zwei Jahre dort arbeiten muss, nach mir die Sintflut -.
    Jetzt kann sich jeder selbst ein Bild von dieser Aussage machen und da habe ich nur das geschrieben, was auch die "FP" veröffentlicht. Die weitere Kritik war eher sehr heftig.

  • 12
    0
    Freigeist14
    27.06.2020

    Von einer Zwangsvereinigung der Horch-Werke und dem Automobilwerk Zwickau (AWZ) lese ich heute zum ersten Mal . Die ökonomische Notwendigkeit der Fusion spielt wohl für manche keine Rolle , wenn das Narrativ bedient werden muss . Spricht man in 10 Jahren auf vom "Zwang" , weil die Verbrenner - Epoche in Mosel beendet wurde ?

  • 19
    3
    klapa
    27.06.2020

    Das E-Auto wurde unter winterlichen Bedingungen getestet, inkl. Heizung und des Abschleppens mit Einsatzfahrzeugen, die ebenfalls mit E-Antrieb fahren? Mit welchen Ergebnissen?

    Wie viele Arten von Ladekabel gibt es für E-Autos? Welche Steckertypen für E-Autos sind im Moment geläufig?

    Welche Orientierung gibt es für den E-Autofahrer, wo er die Ladesäule für seine Ladevorrichtung findet?

    Welche Entsorgungsmöglichkeiten gibt es für die Batterie, falls sie nicht unbegrenzt nutzbar ist, was kaum vorkommen dürfte?

    In D gibt es knapp 48 Millionen PKW. Ist der Strombedarf gedeckt, wenn auch nur 10% dieser Fahrer auf E-Auto umsteigen würden? Wo kann man darüber nachlesen?

    Ehe diese Fragen nicht überzeugend geklärt sind, wird der potenzielle Nutzer skeptisch bleiben.

  • 20
    4
    osgar
    27.06.2020

    Mit einem E-Auto ist es wie mit Aktien, das sollte man sich nur leisten, wenn man das Geld übrig hat und es im schlimmsten Fall komplett abschreiben kann.
    Momentan ist die größte Schwachstelle die Batterie. Die Entwicklung wird auch da weitergehen. Wenn man aber eines der aktuellen E-Autos fährt, wird man das Teil nie wieder los, wenn in wenigen Jahren die Kapazität höher und die Ladedauer niedriger ist. Wenn ich meinen Verbrenner betanken muss, bin ich in 5 Minute fertig. Wie lange dauert das bei dem Stromer? Nicht jeder ist bereit, sich speziell unterwegs eine Stunde oder mehr in Geduld zu üben, bis das Teil wieder fahrbereit ist.
    Außerdem, hat sich schon mal jemand die Frage gestellt, warum an Tankstellen, egal ob in der Stadt oder an der AB, so wenig Ladesäulen vorhanden sind? Dürfte doch für die Konzerne kein Problem sein. Vielleicht liegt’s ja daran, dass damit kein Geld zu verdienen ist. Mir kommt so ein Teil jedenfalls nicht in die Garage.

  • 7
    14
    tbaukhage
    27.06.2020

    @franzudo2013: Wie viel Strom wird denn benötigt?

  • 25
    9
    franzudo2013
    26.06.2020

    Wie soll man das lesen ? Entweder sagt VW, die Sachsen sind die Einzigen, die aus Elektro einen Erfolg machen oder VW sagt, Sachsen wird langsam runtergefahren zu Gunsten von Wolfsburg.
    Die Energiewende ist gescheitert. Woher soll der Strom kommen ?

  • 27
    9
    wolleditt
    26.06.2020

    Der falsche Weg den VW hier eingeschlagen hat.