Deutsche Bahn baut Fernverkehrsangebot in Ostdeutschland aus

Dresden/Berlin (dpa) - Die Deutsche Bahn baut ihr Angebot an Fernverkehrsverbindungen in vier ostdeutschen Bundesländern aus. Zwischen Dresden, Berlin und Rostock verkehrt ab Mitte Dezember eine neue Intercity-Linie mit zunächst täglich zehn Fahrten, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Ab März soll diese Verbindung täglich im Zwei-Stunden-Takt 16 Mal angeboten werden.

Damit bekommen sechs Orte entlang der Strecke wieder einen regelmäßigen Fernverkehrsanschluss. Dazu gehören Oranienburg und Elsterwerda in Brandenburg sowie Neustrelitz und Waren (Müritz) in Mecklenburg-Vorpommern. Im Mai kommenden Jahres sollen Warnemünde und der Flughafen Schönefeld hinzukommen. Sobald der neue Hauptstadtflughafen BER eröffnet, werde dieser Stopp dorthin verlagert, hieß es.

Bislang fährt nach Angaben der Bahn zwischen Rostock und Berlin ein Eurocity und zwischen Berlin und Dresden ein Regionalexpress - jeweils im Zwei-Stunden-Takt. Die neue IC-Linie biete eine Direktverbindung zwischen der sächsischen Hauptstadt und Rostock und verdopple das bestehende Angebot. «Mit mehr Fernverkehr wird die Strategie einer starken Schiene für viele Menschen in Ostdeutschland in den kommenden Jahren konkret erlebbar», teilte Personenverkehrs-Vorstand Berthold Huber am Dienstag mit.

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6Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    0
    Zeitungss
    09.10.2019

    @BlackShep: Den Nahverkehr in Deutschland "organisieren" die Nahverkehrsverbünde, auch wenn die DB in deren Auftrag noch gelegentlich zum Zuge kommt. Wir haben und leisten uns in Sachsen 5 (FÜNF) solche Verhinderungsvereine. Der Grundstein wurde am 01.01.1994 mit der Bahnprivatisierung gelegt, welche damals mit großer Begeisterung von der Bevölkerung gefeiert wurde. Vor der heutigen Entwicklung wurde damals schon gewarnt, war zwar sinnlos, aber die jetzigen Ergebnisse lassen keinen Zweifel daran.
    Daseinsfürsorge gehört nun einmal in private Hände, ob nun Bahn, Post, Wasserversorgung, Gesundheitswesen und und und. Von den Ergebnissen können auch Sie sich täglich ohne Aufwand überzeugen.

  • 3
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    cn3boj00
    08.10.2019

    Blacksheep, Sie haben wohl noch gar nicht mitbekommen, dass der Nahverkehr nicht mehr von der DB bewerkstelligt wird? Wo waren Sie die letzten 30 Jahre?
    Und natürlich toll, dass der Ossi von Dresden nach Rostock fahren kann. Da bleibt er unter sich und drängt nicht in den Westen. Dass von den 3 größten Städten des Ostens zwei noch keinen ICE- Anschluss haben, mit denen man auch von Ost nach West und umgekehrt reisen könnte wird wohl mit Absicht boykottiert. Kein Wunder das viele Westler den Osten noch als unterentwickelt betrachten - er ist es ja auch.
    Zum Ausgleich fährt man dafür hier 16 mal im Zweistundentakt - und das in 24 Stunden!

  • 5
    0
    Klemmi
    08.10.2019

    Schön für Neustrelitz, Waren und Oranienburg. Und was ist mit den den deutlich größeren Städten wie Chemnitz, Zwickau oder Plauen? Wenn es um eine Berücksichtigung Ostdeutschlands geht, dann muss es offensichtlich auf der Zielgeraden vor Berlin liegen. Wer davon abseits liegt, hat Pech gehabt und muss jahrzehntelang warten oder vergeblich warten. Was ist der nächste Erfolg? Ein IC Erfurt-Halle-Berlin-Stralsund von den dann wieder ganz Ostdeutschland profitiert?

  • 2
    2
    BlackSheep
    08.10.2019

    @zeitungss, ne das ist schon weit weg.

  • 3
    1
    Zeitungss
    08.10.2019

    @BlackSheep: Sagt Ihnen das Datum 01.01. 1994 noch etwas ? ? ? Ab diesem Tag wurde alles besser, erinnern Sie sich noch ? ? ?

  • 3
    5
    BlackSheep
    08.10.2019

    Vielleicht sollte die Bahn sich erstmal um den Nahverkehr kümmern?



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