Diakonie: Arme bei Lebensmittelpreis-Debatte berücksichtigen

Dresden (dpa/sn) - In der Debatte um Lebensmittelpreise in Deutschland hat die Diakonie Sachsen gefordert, auch Geringverdiener und Hartz-IV-Bezieher zu berücksichtigen. Schon jetzt sei es unmöglich, sich mit einem Regelsatz von fünf Euro am Tag gesund und ausreichend zu ernähren, teilte Vorstandsvorsitzender Dietrich Bauer am Montag mit. Stiegen die Lebensmittelpreise, müssten auch die Regelsätze und Mindestlöhne steigen, so Bauer.

Insgesamt befürwortet er faire Preise: «Eine Erhöhung der Preise für Lebensmittel in Deutschland ist aus Gründen des Tierwohls, des Klimaschutzes, aber auch aus Gründen der Produktionsbedingungen für die Landwirte nur zu begrüßen», teilte Bauer mit. Jedoch falle eine Preiserhöhung bei Hartz-IV-Beziehern und Geringverdienern stärker ins Gewicht als bei anderen. Die große Nachfrage bei den Angeboten der Tafeln sei ein Beleg dafür.

Angesichts umstrittener Billigangebote für Lebensmittel traf sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag mit Vertretern von Handel und Ernährungsindustrie. Auch Agrarministerin Julia Klöckner und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (beide CDU) nahmen an dem Treffen teil.


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