Diakonie fordert Abschiebestopp für Flüchtlinge in Arbeit

Dresden (dpa/sn) - Die Diakonie Sachsen hat einen Abschiebestopp für Flüchtlinge in Ausbildung und Arbeit gefordert. «Wir brauchen ein Moratorium, bis das neue Fachkräftezuwanderungsgesetz in Kraft tritt. Weil sich die Fälle häufen, in denen Leute, die hier gebraucht werden, die arbeiten oder in Ausbildung sind, auf Abschiebelisten gesetzt werden», sagte Diakonie-Chef Dietrich Bauer am Mittwoch. Das widerspreche nicht nur humanitären Grundsätzen, sondern auch jeder ökonomischen Vernunft. Bauer kritisierte damit die Pläne von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), mit einem «Geordnete-Rückkehr-Gesetz» Rückführungen und Abschiebungen zu erleichtern. Es gehe nicht darum, generell Abschiebungen zu verhindern, betonte Bauer. «Aber als Kirche und Diakonie sind wir den Menschenrechten der Geflüchteten verpflichtet.»

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...