Digitalisierung an den Schulen kann kein Allheilmittel sein

Das Tablet auf der Schulbank, der Touchscreen als Tafel. Über Digitalisierung an Schulen wird derzeit viel debattiert. Mit einem Digitalpakt will der Bund den Ländern dabei unter die Arme greifen.

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10Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 3
    3
    Einspruch
    19.03.2019

    Wer einmal einen interessanten Fachvortrag von jemand erlebt hat, der im Stoff steht und alles erklären kann ohne in einer App zu blättern, die nur neue Fragen aufwirft, der sieht die Digitalisierung, ohne sie zu verherrlichen.
    Das einfache funktionieren im Alltag und die angebliche Arbeitserleichterung konnte ich nach mehreren Jahren mit digitalem Geräten nicht erkennen. Es werden nur Unmengen Daten verwaltet, die keiner braucht.
    Es gibt in (meinem ) Berufsalltag wenig Standardfälle, deshalb wird es immer aufwändiger, alles irgendwie zu programmieren und zu verknüpfen. Mein Eindruck ist, es wird alles immer kopflastiger und alte Fehler werden durch neue ersetzt. Die Leute, die das Geld erarbeiten, werden bald weniger als die am Computer sein. Wo soll das hinführen? Wenn Dreckarbeit zur Erreichung des Zieles nötig ist, wird das keine App erledigen, da brauch es Leute vom Fach.
    @Distelblüte, Die genannten Berufe kämen ohne diesen Stuss aus, aber es ist heute ein Muss, mit digitaler Technik herum zu wedeln. Um als modern zu gelten.

  • 1
    2
    Zeitungss
    19.03.2019

    Hätte nicht gedacht, dass die Roten vom Lehrermangel noch keinerlei Kenntnis haben und dadurch meinen kleinen Wink nicht nachvollziehen konnten. Der Mangel ist durchaus bittere Realität und kann TÄGLICH nachvollzogen werden, die bisherige Fehlinvestition natürlich auch und damit ist jetzt nicht die Digitalisierung in den Bildungseinrichtungen gemeint.

  • 2
    5
    gelöschter Nutzer
    19.03.2019

    @vomdorf: Auch Handwerker, Maschinenbauer, Landwirte ... kommen heute nicht mehr ohne eine solche Technik aus. Die Berufsbilder haben sich weiterentwickelt.

  • 2
    3
    Zeitungss
    19.03.2019

    Herr Minister, ersetzt diese zukunftsweisende Technik auch gleich die fehlende Lehrerschaft ? Es wäre dringend nötig. In den letzten Bereich wurde ordentlich investiert, allerdings ohne Verbesserung für die Schüler. Möglicherweise ist das Ergebnis auch schon in der Dresdener Hofburg angekommen und dort nicht nur beim Finanzverwalter.

  • 7
    2
    vomdorf
    19.03.2019

    Die Kinder können 7x8 nicht mehr im Kopf ausrechnen, sollen aber strukturiert Daten ablegen.....und wenn der Strom weg ist?

    Dieser Digitalisierungswahn beschert uns keine so dringend benötigten Handwerker. Viele wollen nur noch am PC arbeiten und sich die Hände ja nicht schmutzig machen.Und den Kopf anstrengen geht schon mal gar nicht.

  • 3
    0
    tbaukhage
    18.03.2019

    @christ.: Mit anderen Worten, Du hast Dir garnicht die Mühe gemacht, mal in den von mir verlinkten Lehrplan zu guggen. Schade, dann brauchen wir auch nicht zu diskutieren...

  • 0
    6
    christophdoerffel
    18.03.2019

    Es geht doch gar nicht um Informatik.

    Die Kinder lernen das stumpfe ausführen von Algorithmen (z.B.schriftliche Division), statt sinnvollen Umgang mit Zahlen und Daten. Sie lernen Schönschrift und Hefterführung statt strukturierte Datenablage und Dokumenterstellun mit Feldfunktionen etc. Sie lernen Stunden um Stunden auswendig statt sinnvolle Informationssuche. Sie lernen den Umgang mit gedruckten Wörterbüchern statt mit digitalen Übersetzungshilfen...

    Die Welt hat sich geändert nur die Schule leider nicht.

  • 3
    0
    tbaukhage
    18.03.2019

    @christophdoerffel: Nimm dir doch mal den sächsischen Informatik-Lehrplan vor (https://tinyurl.com/y3sqxnej). So schlecht finde ich den garnicht, wenn er denn so umgesetzt würde. Das Problem sind meine lieben Kollegen. Sie meinen, sie müssten aus dem Informatik-Unterricht eine Microsoft-Produktschulung machen. Die meisten der Kollegen können ja auch nichts anderes...
    Über die technisch-organisatorischen Probleme habe ich ganz bewusst (noch) nichts gesagt...

  • 2
    3
    christophdoerffel
    17.03.2019

    Digitalisierung besteht nicht nur aus Tablets, Whiteboards und W-Lan. Sie muss mit einer vollständigen Umstrukturierungen der Lehrinhalte und -methoden sowie der organisatorischen und kommunikativen Abläufe an den Schulen einhergehen.

    Ich bin immer wieder entsetzt, wie wenig sich an den Schulen meiner Kinder gegenüber meiner Schulzeit vor 15 bis 20 Jahren geändert hat. Dabei haben wir schon damals gemerkt, dass Unterrichtsstoff und -methoden veraltet waren.

  • 5
    0
    Gerhard56
    16.03.2019

    Digitalisierung ist richtig und wichtig (wenn auch zu spät). Wichtiger aber sind motivierte Lehrer in ausreichender Anzahl.