Domowina zum Wahlerfolg: «Stimme für Minderheitenpolitik»

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Bautzen (dpa/sn) - Der Domowina-Vorsitzende Dawid Statnik begrüßt das erste Bundestagsmandat für den Südschleswigen Wählerverband (SSW). «Das ist eine Stimme mehr für die Minderheitenpolitik in Deutschland», sagte der Sorbe der Deutschen Presse-Agentur am Montag in Bautzen. Der SSW habe in seinem Wahlprogramm das sorbische Thema aufgegriffen. In dem Papier heißt es unter anderem: «Wir wollen, dass die Arbeit der Domowina - des Bundes Lausitzer Sorben - und der Stiftung für das sorbische Volk für die sorbische Sprache und Kultur weiterhin vom Bund ausreichend finanziell unterstützt wird.» Die Domowina wolle wie bisher mit dem SSW zusammenarbeiten, um die Lobbyarbeit für Deutschlands Minderheiten fortzusetzen.

Der SSW vertritt politisch die Interessen zweier staatlich anerkannter Minderheiten in Deutschland: der Dänen und Friesen. Ihr angestammtes Siedlungsgebiet ist Südschleswig, im Norden Schleswig-Holsteins, weshalb das Engagement der Partei auf dieses Bundesland beschränkt ist. Die SSW ist als Vertretung nationaler Minderheiten von der Fünf-Prozent-Hürde ausgenommen. Die Domowina ist der Dachverband sorbischer Vereine und Vereinigungen und vertritt auf regionaler, Landes- und Bundesebene die politischen und kulturellen Interessen der etwa 60.000 Sorben bzw. Wenden in Sachsen und Brandenburg.

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