Sachsen
„Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ auf Schloss Moritzburg: Warum Besucher jetzt ganz schnell sein sollten

Einmal wie Aschenbrödel aussehen und tanzen - auf Schloss Moritzburg ist das in dieser Saison erstmals im Festsaal möglich. Die Schau zu Sachsens beliebtestem Wintermärchen „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ geht jetzt aber ins Finale - und zwar nur noch für kurze Zeit zu Sonderpreisen.

Moritzburg.

Noch bis zum 1. März können Fans wieder zur alljährlichen Ausstellung auf Schloss Moritzburg an einen der Originalschauplätze des Märchenfilms „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ pilgern. Im Jagdschloss aus der Barockzeit sind Originalkostüme, Requisiten und nachgestellte Filmszenen aus dem Defa-Klassiker zu bewundern. Darunter befindet sich auch der originale Reitsattel, auf dem Aschenbrödel im Film gesessen hat, um zu ihrem Prinzen zu reiten.

Schon Hunderttausende Besucher

Seit 2009 hat die Aschenbrödel-Ausstellung schon Hunderttausende Märchenfans verzaubert. In der Saison 2024/2025 kamen insgesamt 137.000 Gäste. In der aktuellen Saison sind nach Schlösserland-Angaben bis Ende Januar auch schon wieder 118.000 Besucher gezählt worden. Dieses Mal dürfen sich die Besucher aber nicht nur wie Prinz und Prinzessin fühlen, sondern sich auch so kleiden. Sechs verschiedene Kostüme stehen zum Anprobieren bereit, darunter die Ballkleider von Aschenbrödel und Kleinröschen und die Ball-Garderobe des Prinzen. Diese Kostüme sind zwar keine originale, aber nachgeschneiderte.

Das Aschenbrödel kehrt zurück: Model Tamara Kretzschmer in einem nachgeschneiderten Outfit vor der Märchenfilm-Kulisse von Schloss Moritzburg.
Das Aschenbrödel kehrt zurück: Model Tamara Kretzschmer in einem nachgeschneiderten Outfit vor der Märchenfilm-Kulisse von Schloss Moritzburg. Bild: Sylvio Dittrich/Schlösserland Sachsen

Speisesaal erstmals komplett begehbar

Ein weiteres Highlight in dieser Saison: Erstmals ist der imposante Speisesaal mit seiner Geweihsammlung komplett begehbar. „Mobiliar und Porzellan wurden entfernt, um Platz für eine Tanzfläche zu schaffen“, erklärt Dominique Fliegler, Leiterin von Schloss Moritzburg und Fasanenschlösschen. „Mehrmals pro Stunde erklingt die Aschenbrödel-Titelmelodie. Gäste dürfen im Walzer-Takt tanzen, ob in Kostüm oder Zivil.“ Für viele Gäste sei das der Höhepunkt ihres Besuchs. „Die vielen freudestrahlenden Gesichter auf der Tanzfläche sprechen für sich.“

Ballkleider bringen Augen zum Leuchten

Im Speisesaal sind wunderschöne Kostüme ausgestellt.
Im Speisesaal sind wunderschöne Kostüme ausgestellt. Bild: Daniel Bahrmann/Schlösserland Sachsen

Neben dem legendären rosa Ballkleid von Aschenbrödel bringen auch die neun ausgestellten Ballkostüme aus den Babelsberger Filmstudios die Augen vieler Besucher zum Leuchten. Erstmals wird darüber hinaus als Hommage an die im vergangenen März verstorbene Königin-Darstellerin Karin Lesch deren Film-Wimpern-Sammlung präsentiert „Sehr beliebt sind auch die zahlreichen Fotopoints an originalen Drehorten des Films, die zum Erinnerungsfoto einladen“, sagt Dominique Fliegler. „Die entsprechenden Spots wurden neu beschildert und machen den Rundgang für Besucher noch anschaulicher und leichter zugänglich“ Die Informationstafeln in der Ausstellung sind in deutscher und tschechischer Sprache. Zudem können am 14. und 15. Februar Besucher einen im Museumsshop erworbenen Haselnuss-Schlüsselanhänger individuell gravieren lassen. Weil diese Aktion am 2. und 3. Adventswochenende so erfolgreich war, werde sie nun wiederholt, sagt Dominique Fliegler.

Tickets bis 6. Februar noch zum Sonderpreis

Die Tickets für die Winterausstellung „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ gibt es aktuell noch zu einem Sonderpreis. So kostet der Eintritt zum Beispiel für eine Familie (zwei Erwachsene, zwei Kinder) bis zum 6. Februar nur 22 Euro. Danach sind dafür 33 Euro zu zahlen. Da die Ausstellung nicht beheizt ist, ist bei den aktuellen Temperaturen warme Winterkleidung angeraten.

Hinter den Kulissen wird schon an neuen Ideen und Überraschungen für die nächste Ausstellung gearbeitet. Details dazu will Dominique Fliegler noch nicht verraten. „Das Highlight bleibt bewusst ein Geheimnis, ganz im Sinn des Märchens“, sagt sie. (juerg)

Erschienen am: 04.02.2026 | 05:30 Uhr
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