Dresden verbietet «Querdenken»-Demonstrationen am Samstag

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Dresden (dpa/sn) - Die Stadt Dresden hat eine für diesen Samstag geplante «Querdenken»-Demonstration gegen Corona-Auflagen im Zentrum untersagt. Das Verbot erging auch unter Verweis auf die jüngsten Veranstaltungen der Bewegung in Stuttgart und Kassel mit Tausenden Anhängern, wie das Rathaus am Dienstagabend mitteilte. Dort waren Corona-Schutzvorschriften, Auflagen der Behörden und Anweisungen der Polizei missachtet worden. Als weiteren Grund führte die Stadtverwaltung das aktuelle Infektionsgeschehen in der sächsischen Landeshauptstadt an.

Den Angaben zufolge hat die «Querdenken»-Initiative eine Großveranstaltung am Königsufer und alternativ Versammlungen auf drei großen innerstädtischen Plätzen in Dresden angemeldet. Das Verbot betrifft auch alle Ersatzveranstaltungen an diesem Tag. Laut Stadtverwaltung liegen derzeit vier Anzeigen von Gegenprotesten sowie eine weitere Anzeige vor, die im Zusammenhang mit «Querdenken/Corona-Gegner-Versammlungen» steht und deren Verbot noch geprüft werde.

Per Allgemeinverfügung sind jegliche öffentliche Versammlungen unter freiem Himmel und die Teilnahme daran untersagt, die nicht bis Mittwoch angezeigt wurden. Am 13. März hatten über tausend Menschen trotz Verbots einer «Querdenken»-Demonstration in Dresden protestiert. Dabei waren Polizisten von Teilnehmern angegriffen und verletzt worden.

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33 Kommentare
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  • 6
    1
    Echo1
    15.04.2021

    @Maennelfp ja diese Forschungsergebnisse sollten von den Entscheidungsträgern gehört werde, von den Gerichten und von den Bürger, um ihnen die Angst zu nehmen. Und das Leben etwas lebenswerter zu machen. Nicht vor jedem Angst zu haben. Und selbstbewusst in der offenen Landschaft zu sein. Mit Anarchie hat das nichts zu tun. Luft holen ist wichtig, vor allen in der Natur, in Parks, an Straßen, Plätzen und Wegen. Traut Euch raus.

  • 5
    4
    Maennelfp
    15.04.2021

    Ein Artikel über die Aerosol-Ausbreitung setzt aber nicht automatisch die geltenden Rechtvorschriften außer Kraft, er kann nur in die Entscheidungsfindung für künftige Vorschriften einbezogen werden, alles andere wäre Anarchie.

  • 14
    8
    Echo1
    14.04.2021

    Wie passt die Entscheidung zum Artikel über die Aerosolforscher, die sagen dass die Ansteckungsgefahr im Freien äußerst gering ist.
    Das passt nicht. Man will die Querdenkermeinung nicht hören.