Dresdner Residenzschloss eröffnet mit Festakt

Dresden (dpa/sn) - Gold, Seide, Prunkmöbel und riesige Deckengemälde: Sachsen feiert die Wiederauferstehung der Königlichen Paraderäume im Dresdner Residenzschloss. Mit einem Festakt unter dem Titel «King Size» sind die bis ins kleinste Detail rekonstruierten barocken Räume eröffnet worden - knapp 75 Jahre nach ihrer Zerstörung. «Es ist einer der bedeutendsten Tage», sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) vor hunderten Gästen, darunter seine drei Vorgänger Kurt Biedenkopf, Georg Milbradt und Stanislaw Tillich.

«Wir sind ein fröhliches Land, das mit Zutrauen in die Zukunft geht», sagte Kretschmer und dankte allen, die den Wiederaufbau der bedeutenden Kulturstätte ermöglichten, förderten und realisierten. Es sei nicht nur ein besonderer Ort sächsischer Geschichte von der Renaissance bis zur Gegenwart, sondern deutscher und europäischer Geschichte. Und es zeige, vor 300 Jahren ebenso wie heute, den «sächsischen Willen zum Erfolg».

Die Paraderäume sind die «Krönung» beim 1986 begonnenen Wiederaufbau des 1945 zerstörten Gebäudes als Museumskomplex der Staatlichen Kunstsammlungen (SKD). In die teils «fadengenaue» Rekonstruktion von Eckparadesaal, Audienzgemach und Paradeschlafzimmer samt Vorzimmern investierte der Freistaat knapp 35 Millionen Euro.

Sachsens legendärer Kurfürst August der Starke (1670-1733), seit 1697 König von Polen und Großfürst von Litauen, hatte die Räume anlässlich der Hochzeit seines Sohnes mit einer Kaisertochter 1717 umbauen und kostbar ausstatten lassen - mit Goldstoffen, Seidensamt, Silber- und Prunkmöbeln sowie 100 Quadratmeter großen Deckengemälden. Besucher können sich ab Samstagnachmittag von der wiedergewonnenen Pracht und Opulenz überzeugen - der Zugang ist mit Zeitkarten limitiert. Die Hochzeit einst hatte einen ganzen Monat gedauert.

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