Dresdner Tankstellen-Räuberin und Komplize verurteilt

Dresden (dpa/sn) - Die Anfang Januar tagelang gesuchte jugendliche Tankstellenräuberin von Dresden ist am Dienstag zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren verurteilt worden. Die Jugendkammer des Landgerichts Dresden stellte der 18-Jährigen eine Aussetzung zur Bewährung in Aussicht, wenn sie in einer Jugendhilfeeinrichtung im Zeitraum eines Jahres unauffällig bleibt. Für ihren 19 Jahre alten Komplizen verhängten die Richter drei Jahre und drei Monate Haft, wie ein Gerichtssprecher sagte. Der Prozess wegen schwerer räuberischer Erpressung in mehreren Fällen war mit Rücksicht auf das jugendliche Alter der Angeklagten nicht öffentlich, die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

Die Richter gehen davon aus, dass die zuletzt obdachlose Angeklagte von dem 19-Jährigen abhängig war, er sie zu den Taten animierte und auch die Beute zur Finanzierung seiner Drogensucht einstrich. Er soll in eine Entziehungsanstalt. Die 18-Jährige darf keinen Kontakt mehr zu dem jungen Mann haben, in dessen Wohnung sie und er am 1. Februar festgenommen worden waren. Beide hatten die Taten gestanden.

Die Jugendliche hatte innerhalb weniger Tage Tankstellen in der Landeshauptstadt überfallen und dabei auch einen Angestellten mit einer Pistole bedroht. Die Staatsanwaltschaft hatte sechs Jahre für ihn und drei Jahre für sie gefordert, die Verteidigung auf zwei Jahre sowie ein Jahr und neun Monate plädiert.

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