Ehemalige DGB-Chefin wird erste Opferbeauftragte Sachsens

Dresden (dpa/sn) - Die ehemalige DGB-Landesvorsitzende Iris Kloppich wird die erste Opferbeauftragte des Freistaates. In dem neu geschaffenen Ehrenamt soll die 66-Jährige künftig für den Ausbau des Opferschutzes und der Opferhilfe in Sachsen zuständig sein, teilte die Regierung am Dienstag nach einer Entscheidung des Kabinetts mit.

Die Geschäftsstelle mit drei Mitarbeitern soll im Sozialministerium angesiedelt und als zentrale Anlaufstelle für Betroffene ausgebaut werden. Kloppich soll möglichen Opfern eines Anschlags, einer Katastrophe oder von schweren Verbrechen beim Zugang zu ihren Rechten und Hilfsmöglichkeiten zur Seite stehen. Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) lobte die ehemalige DGB-Chefin als engagierte und starke Persönlichkeit.

Die neue Opferbeauftragte will für die neue Stelle eng mit bestehenden Institutionen wie Opferhilfe und dem Weissen Ring sowie der Polizei zusammenarbeiten. «Netzwerken ist das vorrangige Ziel, damit Opfer so schnell wie möglich Hilfe bekommen», sagte Kloppich. Zudem will die Opferbeauftragte präventiv tätig werden und sich mittels moderner IT mit anderen Institutionen vernetzen. «Es ist wichtig, den Bürgern das Gefühl und die Sicherheit zu vermitteln in schweren Zeiten nicht allein gelassen zu werden, so Sachsens Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU).

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