Ein Jahr Corona-Krise: Der Riss durch die Gesellschaft

Schon gehört?
Sie können sich Ihre Nachrichten jetzt auch vorlesen lassen. Klicken Sie dazu einfach auf das Play-Symbol in einem beliebigen Artikel oder fügen Sie den Beitrag über das Plus-Symbol Ihrer persönlichen Wiedergabeliste hinzu und hören Sie ihn später an.
Artikel anhören:

Vor einem Jahr wurde in Sachsen der erste Mensch positiv auf Sars-Cov-2 getestet. Was hat die Pandemie seitdem mit dem Land gemacht?

Mit wenigen Klicks weiterlesen

Premium


  • 1 Monat kostenlos
  • Testmonat endet automatisch
  • E-Paper schon am Vorabend
  • Unbegrenzt Artikel lesen und hören
    (inkl. FP+)

Sie sind bereits registriert? 

1414 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 8
    4
    censor
    02.03.2021

    Bevor ich den ganzen Text zu Ende lese:
    Der erste Satz sagt alles: "Was hat die Pandemie aus unserem Land gemacht"?

    Es müsste heißen: Was hat die Politik, die Regierung in einem Jahr aus unserem Land gemacht. Man kann nicht alles auf das Virus schieben, denn in manchen anderen Ländern ging es ohne Lockdown, ohne Zerstörung von Wirtschaft, Existenzen und dem Vertrauen der Menschen in den Staat.

    Nicht überall herrschen Zwangsmaßnahmen, Ausgangssperren, müssen Menschen gegen Entzug der Freiheitsrechte auf die Straße gehen.

    Es gibt auch Länder, die ihre Bürger als mündige Menschen behandeln, ihnen die gebotene Eigenverantwortung zubilligen und daher mit einem Mindestmaß an notwendigen Einschränkungen, wie zB der Aussetzung von Massenevents, ausgekommen sind.

    Und diese Länder, auch wenn es wenige sind, stehen inzwischen nicht vor einem Scherbenhaufen, den mindestens eine ganze Generation aufkehren muss.

  • 5
    2
    gelöschter Nutzer
    02.03.2021

    Jana Faust: "Seit Jahrzehnten hat es die Gesellschaft verpasst, sich darüber zu verständigen, wie und auf Basis welcher Werte wir überhaupt zusammen leben wollen."
    Das liegt wo möglich daran, dass diese Gesellschaft nicht wirklich ihre Geschicke selbst bestimmt. Wie demokratisch ist sie denn, die Gesellschaft? Wer bestimmt denn wo es lang geht? Die (Staats)Bürger dieses Landes oder vielleicht doch die unterschiedlichsten Interessenvertreter? Wo sind denn die Interessenvertreter der Staatsangehörigen? Wo sind Bürgerräte, Direkte Demokratie, Volksabstimmungen, wenn es um elementar wichtige Entscheidungen und Weichenstellungen für dieses, unseres Land, geht?
    Wer identifiziert sich denn wirklich noch mit den Regierenden oder sollte man besser sagen, den Herrschenden?
    Das Grundübel in unserem Land ist, dass Parteien regieren und damit verdiente Parteigenossen. Das hat schon mal nicht funktioniert und es funktioniert auch anders wo nicht! Macht muss direkt(er) vom Volk ausgehen.

  • 8
    2
    KTreppil
    02.03.2021

    @neuhier, zu Ihrer Frage: Definitiv NEIN, da liegen Sie völlig falsch.
    Gemeinsame Faktenbasis sehe ich als Voraussetzung für einen Diskurs, ich habe aber etwas gegen vorgefertigte Meinungen und Schubladendenken.

  • 11
    5
    Ich1966
    02.03.2021

    zu: Ein Jahr Corona-Krise:
    Der Riss durch die Gesellschaft.

    Da man das Gebäude BRD auf
    Sand gebaut hat haben wir Risse
    an dem Gebäude BRD in Decken
    und Wänden


    1. (Konflikt) Generation
    2. (---) Arm,-Reich
    3. (---) Ost,-West
    4. (---) Alt,-Neubürgern
    5. (---) Corona Impfern und
    Querdenkern usw.

    Die ganze Hütte stürzt also in ab
    sehbarer Zeit wie ein Kartenhaus
    in sich zusammen.

    Schlechte Physik,-Statik also!

  • 11
    3
    Dickkopf100
    02.03.2021

    Ja, das Land ist gespalten. Wer trägt die Schuld? Wir alle... Es reicht nicht, allein die Populisten, Coronaleugner und Verschwörungstheoretiker ins Feld zu führen, obwohl sie einen Großteil mit beigetragen haben. Auch die Regierung muss sich den Vorwurf gefallen lassen, mit Unfähigkeit und teilweise geistlosen Verordnungen die Bürger gegen sich aufgebracht zu haben. Bisher hat die Regierung immer nur mit Verboten und Geld gearbeitet. Verbote wie den Lockdown und Geld für versprochene Hilfen ( Bürokratie und andere Hürden mal nicht mitgerechnet), die oft nicht alle erreichen. Seit Monaten geht es ständig ein Schritt vor und zwei zurück. Die Leute verloren das Vertrauen in die Politik.
    Viele Menschen, die anfangs die Beschränkungen nicht in Frage gestellt haben, sind jetzt so frustriert, dass sie ihre Meinung vollkommen geändert haben. Diese Frustration sorgt auch für eine Spaltung, und das werden wir bei der Wahl spüren. Die Überraschung wird größer sein, als wir glauben wollen...

  • 5
    11
    neuhier
    02.03.2021

    @Nofretete: Na bloß gut, dass Wissenschaftler, die was vom Thema verstehen, wie Drosten oder Politiker wie Lauterbach auf den Anti-Corona-Demos und in den sozialen Netzwerken immer höflich und sachlich behandelt werden und nicht in Häftlingskleidung mit Drohungen abgebildet oder per Mail mit Todesdrohungen überschüttet werden! Stellen Sie sich mal vor, wie das die Gesellschaft spalten würde!

    @Ktreppil "Dafür wurde viel zu einseitig recherchiert und viel zu einseitig berichtet."

    Könnte das daran liegen, dass Sie nicht willens sind, sich auf die gemeinsame Faktenbasis zu begeben, ohne die jeglicher Diskurs sinnlos ist?

  • 7
    6
    Nofretete
    02.03.2021

    @KTreptil.....gebe ihnen vollkommen Recht...und es gibt in sämtlichen Medien viele solcherart Artikel, in denen Menschen,welche eben nicht nur eine Seite der Medaille anschauen, nicht höflich und sachlich behandelt werden.

  • 16
    8
    Bautzemann
    02.03.2021

    Nicht die Pandemie hat etwas mit dem Land gemacht! Es sind die, die für die Gesundheit Verantwortung tragen in diesem Land, die für ständige Änderungen und nicht beherrschen der jeweiligen Lage für laufende Verwirrungen der Menschen sorgen.

  • 18
    11
    klapa
    02.03.2021

    ‚Seitdem hat Corona das Leben im Freistaat umgekrempelt.‘

    Darf man fragen – war es das Virus oder waren es die Maßnahmen der Regierung mit ihrem Aktionismus, ihrer unzureichenden Verhältnismäßigkeit, teilweise mangelhaften Logik Nachvollziehbarkeit und Unangemessenheit?

  • 25
    7
    KTreppil
    02.03.2021

    Leider ist dieser Artikel für mich kein Beitrag, um den Riss kleiner zu machen. Dafür wurde viel zu einseitig recherchiert und viel zu einseitig berichtet. Dass nicht jeder vom Lockdown betroffene Unternehmer Querdenker ist, wurde gut heraus gearbeitet. Der Ansatz, dass nicht jeder, der die Maßnahmen anzweifelt oder kritisiert gleich Coronaleugner ist oder das Querdenkern trotzdem bedeuten kann, dass Leute mit denken, fehlte völlig. Der Schwenk zur AfD durfte natürlich wiederum nicht fehlen. Wenn man aber wirklich in Dialog kommen will, muss man generell beide Seiten, durch die der 'Riss' geht einbeziehen.

  • 16
    5
    Nofretete
    02.03.2021

    @beweisfoto.....na ihr Kommentar ist auch nicht Grade sachlich...... außerdem....die Gesellschaft ist schon länger gespalten,das sieht man an Umfragen zu gewissen Themen.und leider wird auch der Hass immer deutlicher.sachlichkeit, Toleranz für andersdenkende , Höflichkeit, Respekt und Anstand..... alles Tugenden die immer seltener werden....

  • 29
    16
    neuhier
    02.03.2021

    @Torreta2002: Vielleicht hat Frau Nguyen-Kim als Wissenschaftlerin auch einfach mehr Ahnung vom Thema als diejenigen, die hier salopp "Coronaleugner" heißen.

    "Den Riss zu kitten wird schwer, wenn die eine Seite gar kein Interesse daran hat. Wenn der Befund dessen, was Fakt ist, keinerlei gemeinsame Basis mehr hat."

    Genau darum geht es doch: sich erstmal auf eine gemeinsame wissenschaftlich fundierte Faktenbasis zu einigen, die für alle gilt. Und dabei geht es schlicht um den Fakt, dass wir es mit einer weltweiten Pandemie zu tun haben, die tödlich ist und gefährlich und dass Wege gefunden werden müssen, diese Pandemie zu überstehen, ohne: 1. zu viele Menschenleben zu verlieren (dabei spielt das Alter KEINE Rolle) 2. Das Gesundheitswesen inklusive aller in ihm beschäftigen nicht komplett kaputt zu spielen und dennoch 3. das öffentliche Leben und die Wirtschaft irgendwie zu erhalten. Das ist schwer, aber das sind die Fakten.

    Über das WIE müssen wir diskutieren.

  • 24
    14
    Beweisfoto
    02.03.2021

    @torreta: spielen Sie Kindergarten? "die da hat aber angefangen". Und Sie glauben, das wäre Debattenkultur?

  • 33
    29
    Torreta2002
    02.03.2021

    Genau: MaiLab - Bundesverdienstträgerin - hat Versöhnung dringend nötig, ist sie es doch, die viel Öl ins Feuer gegossen hat und Zweifler an der Richtigkeit der Regierungsmaßnahmen als Coronaleugner verunglimpft hat. Uns scheint die Debattenkultur abhanden gekommen zu sein.