Ein Preis fürs Reden

Der Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung geht in diesem Jahr nach Chemnitz

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Das sagt der Volksmund. Aber von wegen! Am Dienstag wurde der "Freien Presse" verbal eine Goldmedaille dafür überreicht, dass in Chemnitz im Herbst 2018 das Reden nicht zu kurz gekommen ist - dass es nach dem gewaltsamen Tod von Daniel H. trotz der aufgeheizten Atmosphäre in der Stadt gelungen war, sachlich und mit Respekt miteinander zu streiten. Darüber freuen wir uns - und bedanken uns zugleich bei allen Menschen, die uns dabei unterstützt haben!

Daniel H. war am 26. August im Zentrum der Stadt getötet worden. Tatverdächtig sind zwei Asylbewerber aus Syrien und dem Irak.

Den Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung gab es insbesondere für das damals entwickelte Gesprächsformat "Chemnitz diskutiert" und die Leserdebatte mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Der Preis ist einer der wichtigsten Journalistenpreise Deutschlands. Gewürdigt hat die Jury insbesondere, dass aus ihrer Sicht der "verunsicherten, schweigenden Mitte Gehör" verschafft wurde und verschiedenste Menschen zusammenkamen, um über die Zukunft der Stadt zu debattieren. Damit habe die "Freie Presse" in herausragender Weise gezeigt, "was Lokaljournalismus unverzichtbar macht".

An beiden Formaten hatten zusammen etwa 150 Leserinnen und Leser teilgenommen. Weil das Interesse größer war als die Kapazitäten, musste ausgelost werden, wer vor Ort dabei sein konnte. Für alle anderen haben wir die Diskussionen ausführlich in der Zeitung und im Netz dokumentiert.

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