Eklat um Semperopernball-Ordensverleihung hat Nachspiel

Dresden (dpa) - Der Hickhack um den Semperopernball-Orden für Ägyptens Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi hat ein Nachspiel. «Es muss darum gehen, die Fehler aufzuarbeiten und künftig zu vermeiden», sagte Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Der Verzicht auf Preisverleihungen und die Rücknahme der umstrittenen Entscheidung «waren ein erster Schritt».

Wichtig ist Klepsch zufolge aber eine intensivere Abstimmung im Vorfeld des Balls, wenn es um politisch und gesellschaftlich sensible Angelegenheiten geht. «Der Ruf der Semperoper, Dresdens und des Freistaates Sachsen darf nicht beschädigt werden.» Klepsch wünscht dem Semperopernball, einem gesellschaftlich wichtigen Ereignis für Stadt und Land, «eine gute Zukunft». Die Semperoper will nach eingehender interner Beratung das angebotene Gespräch des Ballvereins nach dessen Mitgliederversammlung im März abwarten, wie ein Sprecher sagte.

Kurz vor dem Semperopernball am vergangenen Freitag hatte der Chef des Ballvereins, Hans-Joachim Frey, Al-Sisi den Preis auf öffentlichen und auf Druck von Rocksänger Peter Maffay wieder aberkannt. Zuvor hatten mehrere Künstler und zwei Co-Moderatorinnen ihr Engagement zurückgezogen. Nach der Absage eines weiteren Preisträgers und seines Laudators dann war die übliche Orden-Arie aus dem Programm gestrichen worden.

1Kommentare
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  • 0
    1
    Hinterfragt
    13.02.2020

    Ganz einfach, Abschaffen ...



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