Entwarnung in Leipzig: Brunnen statt Bombe entdeckt

Bei Bauarbeiten werden metallene Objekte entdeckt. Experten befürchten, es könnte sich um Weltkriegsbomben handeln. Umfangreiche Evakuierungsmaßnahmen werden getroffen. Doch die Leipziger können aufatmen.

Leipzig (dpa/sn) - Brunnen statt Bombe - Leipzig ist eine der größten Evakuierungsmaßnahmen in Innenstadt erspart geblieben. Ein verdächtiger Gegenstand, der bei Bauarbeiten in der Nähe des Hauptbahnhofs entdeckt worden war, entpuppte sich als alte Brunnenanlage. Das teilte Stadtsprecher Matthias Hasberg am Freitag mit. Die Stadt gab Entwarnung und nahm alle vorsorglich getroffenen Maßnahmen zurück.

Zuvor hatten sich Experten am Freitagmorgen seit 4.30 Uhr schichtweise zu der vermuteten Fundstelle vorgegraben. Gegen 8.00 Uhr war klar, dass es sich bei den Metallteilen nicht einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg handelt.

Die Metallteile waren am Dienstag im Zuge einer Routineuntersuchung des Untergrunds der Baustelle entdeckt worden. Auch mit Blick auf den Fundort schlossen Kampfmittelspezialisten nicht aus, dass es sich um eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg handeln könnte.

Ein Krisenstab arbeitete darum Pläne für eine Evakuierung von rund 18 000 Menschen aus. Diese wären in die derzeit leerstehenden Hallen der Neuen Messe gebracht worden. Vorsorglich hatte die Stadt für Freitag die im Ein-Kilometer-Radius um den Fundort befindlichen Schulen und Kindertagesstätten geschlossen.

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