Ermittlungen gegen Baufirma-Chefs: 500 000 Euro Schaden

Dresden (dpa/sn) - Staatsanwaltschaft und Hauptzollamt Dresden ermitteln gegen vier Geschäftsführer einer Dresdner Baugesellschaft. Die Männer im Alter zwischen 29 und 59 Jahren stammen aus Aserbaidschan, Bulgarien, Deutschland und der Türkei und stehen im Verdacht, in einer Vielzahl von Fällen Arbeitsentgelt vorenthalten und veruntreut zu haben, teilte das Hauptzollamt mit. Die Staatanwaltschaft gehe derzeit davon aus, dass der Schaden bei mindestens 500 000 Euro liegt.

Den Männern wird vorgeworfen, zwischen Mai 2015 und Dezember 2020 Arbeitnehmer beschäftigt und diese Beschäftigung nicht oder nicht in vollem Umfang an die zuständigen Einzugsstellen der Sozialversicherung gemeldet zu haben. Auch die fälligen Beiträge zur gesetzlichen Renten-, Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung sowie die Sozialkassenbeiträge seien nicht im geschuldeten Maß abgeführt worden.

In Zusammenhang mit den Ermittlungen wurden am Donnerstag 17 Wohn- und Geschäftsräume in Dresden, Radeberg, Freital, Bischofswerda und Aßlar (Hessen) durchsucht, hieß es weiter. Dabei habe man umfangreiches Beweismaterial gefunden, darunter Geschäftsunterlagen, diverse Kreditkarten, Speichermedien und Mobiltelefone. An dem Einsatz waren 100 Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Dresden beteiligt.

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