Erste Jugendherbergen wieder geöffnet: Nachfrage steigt

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Sieben Monate waren die sächsischen Jugendherbergen coronabedingt geschlossen. Jetzt starten sie einen vorsichtigen Neuanfang. Es läuft aber noch nicht alles rund.

Chemnitz (dpa/sn) - Der Lockdown und das Verbot von Klassenfahrten hat den sächsischen Jugendherbergen schwer zu schaffen gemacht - jetzt geht es langsam wieder aufwärts. Seit einer Woche sind die Häuser in Plauen und Schöneck wieder geöffnet, am Mittwoch zogen Torgau und Radebeul nach, wie der Landesverband des Deutschen Jugendherbergswerks auf Anfrage mitteilte. «Aktuell bemerken wir vermehrt Nachfragen besonders bei den Familien und seit dieser Woche auch bei den Schulklassen», sagte Susan Graf, Marketingchefin des Verbandes.

Demnach gibt es in vielen Häusern Anfragen von Schulklassen, die nach der Möglichkeit suchen, als Klasse zusammenzukommen und fehlende Kontakte zwischen Schülern und zwischen Lehrkräften und Schülern aufzuholen. «Nach aktuellem Kenntnisstand dürfen nur die Schulklassen ihre Fahrten antreten, deren Landkreise bereits wieder im Regelbetrieb sind», erklärte Graf. Deshalb werde gespannt auf die Inzidenzentwicklung in Sachsen und die detaillierten Regelungen geblickt.

Von diesem Montag (7. Juni) an können auch das Jugendgästehaus Dresden sowie die Jugendherberge Chemnitz «eins» wieder Gäste empfangen. «In anderen Jugendherbergen ist ein Neustart derzeit aus unterschiedlichen Gründen nicht so schnell möglich», erläuterte Graf. Ab Mitte Juni sollte aber die Mehrheit der Jugendherbergen geöffnet haben.

Der Lockdown und das Verbot von Klassenfahrten hatten die Übernachtungszahlen der sächsischen Jugendherbergen einbrechen lassen. 2020 wurden rund 147.000 Übernachtungen registriert, 2019 waren es mit 348.000 noch mehr als doppelt so viele. Auch die Umsätze gingen im Pandemiejahr 2020 laut Verband um 40 Prozent zurück - im Jahr zuvor wurden noch rund 12,5 Millionen Euro erwirtschaftet.

«Die letzten sieben Monate waren quasi ohne Einnahmen bis auf einige wenige Sonderbelegungen durch Bundeswehrsoldaten und Auszubildende in einigen wenigen Häusern», erläuterte Graf. Nun steige zum Glück wieder die Nachfrage.

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