Wirtschaftsminister Dirk Panter: "Die EU-Förderung ist für Sachsens Entwicklung unverzichtbar." (Archivbild)
Wirtschaftsminister Dirk Panter: "Die EU-Förderung ist für Sachsens Entwicklung unverzichtbar." (Archivbild) Bild: Hendrik Schmidt/dpa
Sachsen
EU-Förderung treibt Tausende Projekte in Sachsen voran

3,2 Milliarden Euro aus EU-Strukturfonds stehen 2021 bis 2027 für Projekte aus Sachsen bereit. Welche Projekte bisher profitieren und was sich 2026 ändert.

Dresden.

Vom neuen Berufsschulzentrum über Unterstützung für Start-ups bis hin zu Forschungskooperationen: Mit Förderung aus EU-Strukturfonds werden in Sachsen Tausende Projekte unterstützt. Insgesamt stünden in der aktuellen Förderperiode 2021-2027 rund 3,2 Milliarden Euro für Projekte in Sachsen bereit, teilte das Wirtschaftsministerium mit. 

Dazu zähle etwa Unterstützung für Beschäftigung, Qualifizierung und soziale Innovation durch den Europäischen Sozialfonds. Allein dafür seien bereits 350 Millionen Euro bis Ende 2025 bewilligt worden, hieß es. Unterstützt würden etwa neue Ausbildungsnetzwerke im Maschinenbau an der TU Chemnitz, um Nachwuchskräfte in der Region zu halten. Beim Projekt "Job-Coaching für Zugewanderte" in Dresden erhielten Menschen mit Migrationshintergrund Hilfe beim Einstieg in den Arbeitsmarkt. 

Projekte zu Bildung, Klimaschutz, Stadtentwicklung & Co

Über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung seien bis Ende 2025 rund 6.000 Projekte im Volumen von mehr als einer Milliarde Euro umgesetzt oder abgeschlossen worden, so das Ministerium. Ein Beispiel sei der Neubau des beruflichen Schulzentrums für Elektrotechnik in Dresden zur Stärkung des Halbleiterstandorts. Finanzielle Unterstützung fließe auch in Maßnahmen zum Klima- und Hochwasserschutz sowie in die Stadtentwicklung - etwa zugunsten benachteiligter Stadtteile und die Reaktivierung von Brachen. 

"Die EU-Förderung ist für Sachsens Entwicklung unverzichtbar", betonte Wirtschafts- und Arbeitsminister Dirk Panter (SPD). "Mit Hilfe der EU-Programme setzen wir gezielt wichtige Impulse für Innovation, Fachkräfte und Klimaschutz." Dadurch würden Arbeitsplätze gesichert und der Aufbau neuer Technologien unterstützt.

Höhere Förderquoten für Kreislaufwirtschaft 

Dieses Jahr sollen zusätzliche Schwerpunkte im Bereich der Kreislaufwirtschaft, der Förderung von Großunternehmen sowie Klima und Energie gesetzt werden. In der Kreislaufwirtschaft seien dann Förderquoten von bis zu 90 Prozent möglich, so das Ministerium. (dpa)

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