Ex-KWL-Manager zu Schadenersatz verurteilt

Leipzig/Hannover (dpa) - Der frühere Geschäftsführer der Leipziger Wasserwerke (KWL) ist vom Landgericht Hannover zur Zahlung von Schadenersatz verurteilt worden. Die KWL hatten ihren Ex-Manager auf rund 23 Millionen Euro verklagt. Das Landgericht habe am Montag zugunsten der Wasserwerke entschieden, teilte Sprecher Dominik Thalmann am Dienstag mit. Mehrere Medien hatten zuvor darüber berichtet.

Der aus München stammende Ex-Manager hatte an den Gremien der KWL vorbei riskante Finanzwetten abgeschlossen. Wegen Untreue und Bestechlichkeit wurde er zu sieben Jahren und fünf Monaten Haft verurteilt. Die Finanzgeschäfte platzten. Die Schweizer Großbank UBS verklagte daraufhin die Stadt Leipzig, dass sie den Schaden von rund 500 Millionen Euro tragen solle. In aufwendigen Prozessen in Großbritannien konnte Leipzig diese Forderung letztlich abwenden.

Gegen das Urteil des Landgerichts Hannover ist laut Sprecher Thalmann Berufung innerhalb eines Monats möglich. Dann müsste das Oberlandesgericht in Celle entscheiden.


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