Fahrstuhl-Förderprogramm gegen Abwanderung auf dem Lande

Dresden (dpa/sn) - Sachsen will die Lebensbedingungen in der Provinz verbessern und fördert deshalb den Neu- und Umbau von Fahrstühlen in Wohnhäusern. Ältere und in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen sollte die Chance haben, in ihrem gewohnten Umfeld bleiben zu können, sagte Innenminister Roland Wöller (CDU) am Dienstag. Zudem wolle man die Attraktivität von Mietwohnungen im ländlichen Raum erhöhen und den Leerstand reduzieren.

Hausbesitzer können ein zinsverbilligtes Darlehen ab 80 000 Euro mit einer Laufzeit bis 20 Jahren in Anspruch nehmen. Der Zinssatz liegt bei 0,25 Prozent und gilt die gesamte Laufzeit. Förderfähig sind Gebäude mit mindestens drei Stockwerken und sechs Wohnungen, die vordem 31. Dezember 1990 bezugsfähig waren. Die Mindestsumme soll verhindern, dass nur Schönheitsreparaturen erfolgen. Die Förderung gilt für Gebiete mit einem Leerstand von mehr als fünf Prozent.

Der Sächsischen Aufbaubank stehen zur Finanzierung des Programmes 11,3 Millionen Euro bereit. «Damit können insgesamt Darlehen in Höhe von rund 100 Millionen Euro zinsverbilligt in sächsische Mietwohnungen investiert werden», rechnete Wöller vor.

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...