FDP-Politiker fordert Ausweitung von Corona-Tests in Sachsen

Berlin/Dresden (dpa/sn) - Der FDP-Politiker Torsten Herbst hat eine Ausweitung der Corona-Tests für Beschäftigte in Kitas, Pflegeheimen und medizinischen Bereichen gefordert. «Sachsen muss sofort ein Programm starten, das ausnahmslos alle Risikogruppen regelmäßig testet», sagte der Dresdner Bundestagsabgeordnete der Deutschen Presse-Agentur. Es sei grob fahrlässig, die Lockerung des öffentlichen Lebens nicht mit einer Aufstockung von Tests abzusichern, betonte der Politiker.

Herbst verwies auf Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI), wonach in Sachsen (Stand 19.5.) 21 130 Tests auf das Coronavirus durchgeführt worden. In Rheinland-Pfalz, das etwa ebenso viele Einwohner wie Sachsen zähle, seien es mit 56 684 mehr als doppelt so viele, hieß es. «Es ist vollkommen unbegreiflich, dass Lehrer getestet werden, aber andere besonders gefährdete Risikogruppen nicht», so Herbst - und nannte etwa das Personal in Altersheimen und Krankenhäusern, in Kitas und Jugendhilfe.

In Sachsen können sich Lehrer, die wieder an einer Schule unterrichten, vom 1. Juni an freiwillig auf das Coronavirus testen lassen. Die Kosten übernimmt der Freistaat, falls die Krankenkassen nicht dafür aufkommen. Anders als in Aussicht gestellt, künftig auch Kita-Personal und weiteren Berufsgruppen regelmäßige und kostenlose Corona-Tests anzubieten, hatte das die Landesregierung das Thema am vergangenen Dienstag nach der Kabinettssitzung vertagt. Es gebe Unklarheiten, unter anderem beim Punkt der Finanzierung, hieß es. Dazu sei man auch mit dem Bund im Gespräch.


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