Das Stahlwerk gilt als Meilenstein für Sachsens Industriepolitik. (Archivbild)
Das Stahlwerk gilt als Meilenstein für Sachsens Industriepolitik. (Archivbild) Bild: Jan Woitas/dpa
Sachsen
Feralpi will Stahlproduktion in Riesa deutlich ausbauen

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Ein Jahr nach dem Start des neuen emissionsfreien Walzwerks zieht Feralpi in Riesa eine positive Zwischenbilanz - und plant bereits die nächste Ausbaustufe. Die Stahlproduktion soll deutlich steigen.

Riesa.

Ein Jahr nach der Inbetriebnahme seines neuen emissionsfreien Walzwerks will der Stahlhersteller Feralpi die Produktionskapazität am Standort Riesa deutlich steigern. Perspektivisch solle die Stahlproduktion von derzeit rund einer Million Tonnen auf bis zu 1,3 Millionen Tonnen pro Jahr wachsen, teilte das Unternehmen mit.

Neues Walzwerk geht in nächste Phase

Grundlage dafür ist der weitere Hochlauf des sogenannten Spooler-Walzwerks, das im Mai 2025 eröffnet worden war. Die Anlage produziert speziellen Baustahl für automatisierte Anwendungen und wird nach Unternehmensangaben inzwischen im Zweischichtbetrieb gefahren. Parallel liefen weiterhin Leistungstests mit dem Anlagenbauer Danieli. Ziel sei es, im Sommer die endgültige Abnahme der Anlage zu erreichen.

"Wir haben mit dem neuen Spooler-Walzwerk die Voraussetzung geschaffen, unsere Produktion auf ein neues Niveau zu heben", sagte Feralpi-Manager Uwe Reinecke. Der Hochlauf verlaufe planmäßig, zudem etabliere sich das neue Produkt zunehmend am Markt.

Auch Produktionsdirektor Dariusz Sosin zog eine positive Zwischenbilanz. Bereits in der Hochlaufphase zeigten sich die gewünschten Materialeigenschaften, erklärte er. "Die Prozesse greifen, und wir erreichen eine sehr konstante Produktqualität."

Bis zu 1,3 Millionen Tonnen Stahl pro Jahr geplant

Das bestehende Walzwerk in Riesa produziert laut Unternehmen derzeit rund 850.000 Tonnen Baustahl pro Jahr. Im neuen Werk sollen künftig zusätzlich etwa 400.000 bis 450.000 Tonnen aufgewickelter Betonstahl für automatisierte Weiterverarbeitung entstehen. Ab 2027 ist dafür ein Dreischichtbetrieb geplant. Voraussetzung seien allerdings die weitere Nachfrageentwicklung und zusätzliche Investitionen in die Schrottaufbereitung.

Insgesamt investiert die Feralpi Group nach eigenen Angaben mehr als 220 Millionen Euro in den Standort Riesa. Das Programm umfasst neben dem Ausbau der Walzkapazitäten auch Maßnahmen in der Schrottaufbereitung sowie der Energie- und Infrastruktur.

Produktion ohne direkte CO2-Emissionen

Nach Unternehmensangaben verursacht das neue Spooler-Walzwerk bei der Produktion keine direkten CO2-Emissionen. Möglich werde dies durch ein induktives Erwärmungssystem, das ohne fossile Brennstoffe auskommt. (dpa)

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