Finanzierung steht: Neue Züge für Strecke Chemnitz-Leipzig

Chemnitz (dpa/sn) - Auf der viel kritisierten Bahnstrecke zwischen Chemnitz und Leipzig können voraussichtlich von 2023 an moderne Elektrozüge fahren. Der Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) hat für die Anschaffung der batterieelektrischen Züge eine Finanzierungslücke von 7,5 Millionen Euro geschlossen. Wie der VMS am Dienstag mitteilte, wurde nach einem entsprechenden Beschluss der Verbandsversammlung der Kaufvertrag für die Anschaffung von elf Zügen vom Typ Alstom Coradia Continental unterschrieben.

Für die Beschaffung der Züge nimmt der Zweckverband einen Kredit in Höhe von 50 Millionen Euro auf. Zuvor hatte im Vorjahr der VMS gemeinsam mit dem Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) den Weg für die Batteriezüge mit Grundsatzbeschlüssen frei gemacht. Die neuen Züge sind mit Batterien auf den Dächern ausgestattet, die jeweils in den Endbahnhöfen Chemnitz und Leipzig aufgeladen werden sollen. Die Ladezeit beträgt den Angaben zufolge rund 30 Minuten.

Laut VMS könnten von Dezember 2023 an auf der Strecke RE6 Elektrozüge fahren. «Damit fahren diese Züge bereits fünf Jahre vor der geplanten Elektrifizierung der Bahnstrecke mit Strom», teilte der VMS mit. Laut Bund und Deutscher Bahn soll die Trasse frühestens 2028 elektrifiziert sein. Die Züge, die nun gekauft werden, sollen dann mit Stromabnehmer fahren.

Die Linie RE6 steht seit Jahren in der Kritik wegen Verspätungen und Zugausfällen sowie des Einsatzes von veralteter Technik. Die Mitteldeutsche Regiobahn bedient die Strecken mit Waggons der früheren Deutschen Reichsbahn aus DDR-Zeiten.


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