Fische leiden unter Hitze: Erste Verluste

Wermsdorf (dpa/sn) - Auch den Fischen macht die Hitze zu schaffen. Bei der Teichwirtschaft Wermsdorf (Landkreis Nordsachsen), einem der größten Aufzuchtbetriebe Sachsens für Karpfen, sind die ersten Verluste zu beklagen. «Bislang sind es etwa acht bis zehn Tonnen», sagte Angela Strähler, von der Teichwirtschaft Wermsdorf.

Die hohen Temperaturen beförderten das Wachstum der Algen, den Tieren fehle der Sauerstoff. Sie würden weniger fressen. Halte die Hitze an, sei mit weiteren Verlusten zu rechnen. Diese seien in der laufenden Saison auch nicht mehr auszugleichen. «Wir brauchen jetzt eine Woche richtig schönen Landregen», sagte Strähler.

Insgesamt bewirtschaftet die Teichwirtschaft Wermsdorf etwa 900 Hektar Fläche. Weithin bekannt ist der Betrieb wegen seines alljährlichen Fischerfestes im Herbst, zu dem tausende Besucher kommen. Die Fischzucht dort hat lange Tradition, sie reicht bis zum Ende des 15. Jahrhunderts zurück.

Im vergangenen Jahr sei der Ertrag gut gewesen, sagte Strähler. Auch sachsenweit hatten die Fischer 2017 einen recht guten Fang gemacht. Sie zogen etwa 2000 Tonnen Karpfen an Land.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...