Götz Ahmelmann ist Chef der Mitteldeutschen Flughafen AG und leitet die beiden Standorte Leipzig/Halle und Dresden. (Archivbild)
Götz Ahmelmann ist Chef der Mitteldeutschen Flughafen AG und leitet die beiden Standorte Leipzig/Halle und Dresden. (Archivbild) Bild: Jan Woitas/dpa
Sachsen
Flughafenchef: "Sachsen wird weiter zwei Flughäfen haben"

Wie die Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden trotz schwieriger Lage bestehen sollen - und welche Rolle die Chipindustrie dabei spielt.

Leipzig/Dresden.

Trotz finanzieller Herausforderungen und gesunkener Passagierzahlen sieht der Vorstandsvorsitzende der Mitteldeutschen Flughafen AG, Götz Ahmelmann, weiter eine Zukunft für die beiden Flughäfen in Leipzig/Halle und Dresden. "Sachsen wird weiter zwei Flughäfen haben", sagte Ahmelmann in einem Podcast von "Sächsischer Zeitung" und "Leipziger Volkszeitung". Der Flughafenchef sprach von einer "sehr, sehr schwierigen Situation im Luftverkehr". 

Stellenabbau: 60 betriebsbedingte Kündigungen

Vor allem hohe Kosten kritisierte Ahmelmann, dazu käme ein Einbruch bei den Passagierzahlen, vor allem bei Geschäftsreisen im innerdeutschen Verkehr nach der Corona-Pandemie. Die Mitteldeutsche Flughafen AG arbeitet an einem strikten Sanierungskurs. Bis 2026 soll erstmals ein operativ positives Ergebnis erzielt werden. Geplant sind unter anderem Einsparungen bei Sachkosten, höhere Erlöse und der Abbau von 172 Stellen, darunter 60 betriebsbedingte Kündigungen. "Wir hätten es am liebsten ganz vermieden. Aber das ist uns am Ende nicht ganz gelungen", sagte Ahmelmann. 

Dennoch blickt der Flughafenchef positiv in die Zukunft. Durch den Ausbau der Chipindustrie in Dresden werde sich die internationale Nachfrage erhöhen. Der Flughafen Leipzig/Halle profitiere zudem durch seine Doppelstruktur aus Tourismus und Fracht. (dpa)

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