Forderungen für besseren Tierschutz in Sachsen

Dresden (dpa/sn) - Die Linken in Sachsen verlangen eine verbindliche Finanzierung von Tierschutzvereinen. Sie seien bislang vor allem auf Spenden angewiesen, erklärte die Landtagsabgeordnete Susanne Schaper am Donnerstag, dem Welttierschutztag. Sowohl vom Freistaat als auch von den Kommunen komme zu wenig Geld, so dass einige Tierheime immer wieder in existenzielle Nöte geraten würden. Die Linken hatten unlängst ein Gesetz für besseren Tierschutz in den Landtag eingebracht. Darin werden unter anderem ein Landesbeauftragter und Tierschutz-Beiräte auf Ebene des Landes und der Kommunen gefordert.

Die AfD-Fraktion im Landtag übte am Donnerstag scharfe Kritik daran, dass der Bund das Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration verschieben will. Ursprünglich sollte es ab 2019 gelten. Der Abgeordnete Sebastian Wippel sprach von Tierquälerei: «Es ist inakzeptabel, dass sich die Schweinezüchterlobby gegenüber dem Tierwohl durchgesetzt hat. Die Argumente der Rentabilität und der Befürchtung vor Billigimporten ziehen nicht.» Landwirte und die Fleischindustrie hätten fünf Jahre Zeit gehabt, die Reform des Tierschutzgesetzes umzusetzen und nach humanen Kastrationsmöglichkeiten zu forschen.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...