Frauenkirchen-Pfarrer: Hoffnung für Notre-Dame-Wiederaufbau

Dresden (dpa/sn) - Der Wiederaufbau der Pariser Kathedrale Notre-Dame wird nach Ansicht des Pfarrers der Dresdner Frauenkirche die Menschen in Frankreich zusammenbringen. Das sagte Pfarrer Sebastian Feydt der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag in Dresden. Trotz des «tragischen Ereignisses» habe er Hoffnung, dass «aus der Asche heraus wieder etwas Neues entstehen kann».

Die Meldung über das brennende Gotteshaus habe am Montagabend bei ihm, der Stiftung Frauenkirche sowie den Menschen, die sich mit der Frauenkirche verbunden fühlen, große Bestürzung ausgelöst. «Natürlich haben wir die Bilder der zerstörten Frauenkirche vor Augen, auch wenn der Brand damals im Bombardement untergegangen ist», sagte Feydt. Die 1726 bis 1743 erbaute Frauenkirche war während des Zweiten Weltkriegs zerstört worden. 1994 begann ihr Wiederaufbau. 2005 wurde sie eröffnet.

Der Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche sei nur durch zahlreiche Spenden möglich gewesen. «Sie müssen eine große Zahl von Menschen begeistern können, die etwas schier unmöglich Erscheinendes für möglich erachten», sagte Feydt. Ein Gotteshaus habe eine besondere Bedeutung, sei «ein Zeichen lebendiger Hoffnung für das Leben», betonte der Pfarrer.

Die Dresdner Philharmonie kündigte am Dienstag an, den Erlös aus einem Konzert von Olivier Latry, Titularorganist von Notre-Dame, für den Wiederaufbau der Pariser Kathedrale zu spenden. Er soll am Mittwoch, 17. April, im Kulturpalast auftreten.

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