Freie Wähler: PA-Unterricht und mehr Internet an Schulen

Dresden (dpa/sn) - Die Freien Wähler in Sachsen wünschen sich den PA- Unterricht aus DDR-Zeiten zurück. Die «Praktische Arbeit» sollte in Unternehmen ab Klassenstufe 8 sowohl in der Oberschule als auch am Gymnasium mehrere Stunden lang erfolgen, teilten die Freien Wähler am Montag mit. «Es geht nicht platt um einen erneuten DDR-Rückgriff, aber wir alle wissen, dass die berufliche Orientierung und ökonomische Kenntnisse gelitten haben. Die bisherigen Verbesserungsversuche, auch mit kleinen Praktika-Phasen, haben zu wenig gebracht», erklärte Vize-Landeschefin Astrid Beier.

Der praktische Unterricht soll nach Ansicht der Freien Wähler von Ausbildern der betreffenden Unternehmen mit Unterstützung der Kammern gestaltet werden. Lehrer könnten zur Linderung der Personalnot entlastet werden. Man wolle keine zusätzlichen Unterricht zur Stundentafel, sondern die Stunden für «Rechtserziehung/Wirtschaft» und die «Profilstunden» dafür nutzen. Wenn der Chemie- oder Physikunterricht ebenfalls in Räumen der betreffenden Firma stattfinden könne, sei sogar ein gesamter Schultag dort möglich.

Es gehe darum, die «Lehrpläne zu entrümpeln und Platz für neues Wissen zu schaffen», hieß es weiter. Außerdem müsse es mehr moderne Lernformen auch mit Internetnutzung geben und bereits Gegenstand der Lehrerausbildung sein.

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